Blogpause

Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

ich habe heute morgen spontan entschieden, meine nächste Blog-Pause einzulegen. Meine letzte Pause war sehr hilfreich, so kurz sie letzen Endes auch war. Und da ich momentan mal wieder genug andere Dinge im Kopf habe, mit denen ich mich beschäftigen muss, lege ich jetzt die nächste ein.

Ich schätze, irgendwann im Juli melde ich mich wieder mit dem nächsten Beitrag. Wundert euch als nicht, wenn von mir in nächster Zeit nichts zu lesen ist und ich vielleicht auch seltener auf euren Blogs vorbeischaue.

Gehabt euch wohl!

Liebster-Award

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Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

die Klabauterfrau stellte im Rahmen des „Liebster-Awards“ eine Reihe schöner Fragen, welche die geschätzte Blogger-Kollegin wortgeflumselkritzelkram unlängst beantwortete. Das wiederum inspirierte mich, selbiges ebenfalls zu tun. Beiden sei an dieser Stelle herzlich gedankt! Genug der Einleitung, schreiten wir zur Tat!

Stell dir vor, ich lade dich übers Wochenende ein. Was würdest du mir als Gastgeschenk mitbringen?

Tja, was Geschenke angeht, bin ich relativ inkompetent! Mir will irgendwie selten das Richtige einfallen. Meistens schenke ich daher Bücher, das kann ich wenigstens noch relativ gut. Und dann gibt es da so ein, zwei ganz zauberhafte Personen, denen ich etwa ein- bis zweimal im Jahr – neben den obligatorischen Büchern – allerlei nutzlosen Tand schenke. Ich denke mir bei diesem Tand immer etwas, nichtsdestotrotz bleibt es nutzloser Tand.

Also würde es sowohl bei der Klabauterfrau, als auch bei wortgeflumselkritzelkram auf ein Buch hinauslaufen. Alternativ könnte ich Ersterer auch eine Flasche „Küstennebel“ mitbringen – obwohl man ja eigentlich keinen Alkohol schenken soll, aber „Küstennebel“ geht für jeden Menschen nördlich von Göttingen eigentlich immer. Als Alternative für wortgeflumselkritzelkram hätte ich einen Werder-Schal im Angebot – davon kann man nie genug haben! 😉

Gab es bestimmte Kindergeburtstagtraumen bei dir? Spiele, essen….

Da gab es dieses Spiel mit der Schokolade, den Handschuhen, dem Schal und dem Besteck – die Älteren werden sich erinnern. Das habe ich immer gehasst! Und im Topfschlagen war ich auch eine Niete, keine Ahnung. warum. Obwohl, wenn ich so meinen nicht vorhandenen Orietierungssinn berücksichtige – der erklärt viel…

Einzige wirklich halbwegs traumatische Erfahrung war ein Wespenstich bei meinem eigenen Geburtstag. Ich muss so sieben Jahre alt geworden sein, als alle fröhlich feierten, das Essen fertig war und wir uns nach draußen setzten, um selbiges zu verkonsumieren, als… ich meine Hand auf den Tisch legte, wo sich aber bereits eine Wespe befand, die sich – völlig zu recht – in ihrer Ruhe gestört fühlte und mich stach.

Ich reagierte völlig angemessen: Ich fing an zu heulen! Aber hey, ich war ja noch jung und nicht wirklich auf so etwas vorbereitet. Seltsamerweise wurde mir diese Reaktion aber auch nie nachgetragen, obwohl Kinder ja bekanntlich grausam sein können. Na, vielleicht hatten sie alle ein ähnliches Erlebnis.

Dieses Erlebnis führte aber letztlich dazu, dass ich Wespen auch heute noch mit einer, ich möchte es mal „Semi-Panik“ nennen, gegenübertrete. Ich kann die Viecher nicht leiden!

Verrätst du deinen Kosenamen deiner Eltern für dich?

Mein erster Reflex war eigentlich, zu sagen: „Nein, das tue ich natürlich nicht!“ Mein zweiter Gedanke war aber: „Warum eigentlich nicht?“ Da ich mir auf den zweiten Gedanken keine plausible Antwort geben konnte, beantworte ich die Frage jetzt mal ausschweifend:

Also, mein Vater nennt mich „Ach, lebst Du auch noch?“, was ich jetzt mal unkommentiert so stehen lasse. Meine Mutter hat mich früher beim Spitznamen des großen Sinatra gerufen. Ich habe ihr das irgendwann verboten und als Gegenleistung dafür nicht mehr „Muttern“ gesagt.

Teile meines Freundeskreises nennen mich tatsächlich Fraggle – was ich mittlerweile klaglos über mich ergehen lasse – und mein Bruder nennt mich beharrlich „Kleiner“, was vor dem Hintergrund, dass ich bald 40 werde, irgendwann nicht mehr komisch ist. 😉

Am schlimmsten war allerdings die Bezeichnung, die meine Oma väterlicherseits für mich hatte: Sie nannte mich „Prinz“, alternativ sogar „Prinzchen“. Spätestens so im Pubertäts-Alter kommt man damit nicht mehr so ganz gut klar…

Geschmäcker ändern sich oft. Hast du aus deiner Kindheit irgendetwas mit ins Erwachsensein mitgenommen?

Also, ich mochte als Kind schon gerne eher salzigen Knabberkram als Süßes. Hm, ich muss ein seltsames Kind gewesen sein. 😉 Jedenfalls, diese Vorliebe hat sich bis heute gehalten. Mir sind also Chips und Flips lieber als alles, was Haribo und Co. so im Angebot haben.

Abseits der kulinarischen Vorlieben hat mir meine Mutter mal gesagt, dass ihr aufgefallen ist, dass ich heute immer noch die selben Angewohnheiten habe, wie ich sie schon als Kind hatte, wenn ich entweder gelangweilt bin oder aber intensiv nachdenke. So reibe ich zum Beispiel regelmäßig die Fingerknöchel aneinander. Keine Ahnung, warum ich diesen Tick habe, vielleicht hat es mir in der Grundschule geholfen, den Matheunterricht besser zu überstehen!?

Dein langjähriger Postbote baggert dich an. Was machst du? Was unternimmst du dafür/dagegen?

Mein Postbote ist ein sehr freundlicher und netter Mensch, fällt aber absolut nicht in mein Beuteschema. Sollte ich mich mal – was mit ziemlicher Sicherheit nie passieren wird – aus lauter Verzweiflung Männern zuwenden, kommen ohnehin maximal Rob Thomas, Patrick Esume und vielleicht noch Gil Ofarim in Frage, sicherlich aber eben nicht besagter Postbote. 😉

Sollte aber irgendwann eine Postbotin vor der Tür stehen, die optisch irgendwo zwischen Sophie Turner und Henriette Confurius liegt – gerne auch 10 Jahre älter als die beiden genannten – dann wäre ich erst mal zu jeder Schandtat bereit. 🙂

Jemand findet deinen Blog total toll und will ihn dir abkaufen! Schlägst du zu? ….nein , keine Millionen! Es sind nur 999€ für alle Rechte und Worte.

Tja, also, es gibt sicherlich Momente – wenn auch wenige – in denen ich sagen würde: „Sofort! Ja! Hier und jetzt, bar auf die Kralle“! Denn manchmal – ganz selten – artet bloggen für mich in Stress aus. Generell bin ich der Idee aber eher abgeneigt. Da warte ich doch lieber auf meine Steuerrückzahlung! Steuererklärung! Verdammt, ich muss meine Steuererklärung machen, da war doch was…

Jemand möchte dir deinen größten Wunsch ( Reise, Resthof ect) erfüllen. Dafür musst du nur einmal nackischt über euren Dorfplatz und zurück zur Geschäftszeit laufen! Machst du mit?

Geht es bei der Frage nur um erfüllbare Wünsche? Denn mein größter Wunsch ist leider nicht so wirklich erfüllbar. Wäre das aber möglich, dann würde ich sogar eine Woche lang jeden Tag über den Dorfplatz rennen. Einmal, weil da sowieso nie jemand rumläuft und zum Zweiten weil ich in unserer beschaulichen Stadt ohnehin keine Reputation genieße. Ich habe übrigens elegant das Wort „Standing“ vermieden! 😉

Wenn du dir eine Superkraft für dich aussuchen könntest, welche würdest du wählen?

Gute Frage! Also, fliegen fällt aus, ich habe Flugangst. Wobei man mir mal dargelegt hat, dass ich keine Angst vorm Fliegen sondern vorm Abstürzen habe. Das mag richtig sein, ich halte es für semantische Spitzfindigkeit!

Jedenfalls, gemäß „superhelden-universum.de“ – und ja, ich habe das erneut gegooglet – hat Thor so seine Vorzüge: Er ist robust gegen schwere Verletzungen und Krankheiten, und vor allem, er altert nur sehr langsam! Letzteres würde ich mir dann aussuchen.

Wenn du einem neugeborenen Kind einen einzigen Rat geben könntest, welcher wäre das?

Gesetzt den Fall, es verstünde mich schon – ha, was ein Konjunktiv – würde ich wohl sagen: „Vertraue auf die Meinung der Menschen, die Dir wichtig sind, aber tue letzten Endes das, was Du für richtig hältst!“

Worüber könntest Du Dich jeden Tag aufregen?

Oh, über vieles! Darüber, dass die Welt zu großen Teilen von Idioten und/oder Verrückten regiert wird. USA, Türkei, Syrien, mittlerweile sehen die Russen amerikanische Jets schon als potentielle Ziele. Herzlichen Glückwunsch, mögest Du in interessanten Zeiten leben. Da wünscht man sich doch wirklich die 90er zurück, oder!? Trotz Haddaway, Dr. Alban und diesem ganzen anderen muskalischen Mist, den man da ertragen musste!

Und worüber ich mich immer noch wirklich jeden Tag aufregen kann, ist die AfD, inklusive Frauke Petry und ihrem ganzen Gesocks, das ihr folgt! Frauen, so sagt man, Frauen sind ja im Allgemeinen klüger als Männer. Ich möchte das gar nicht bestreiten, ich sehe das eher genau so, aber: Wenn dem so ist, wie kann dann diese Frau so dämlich sein, diesen ganzen rechtsnationalen Scheiß Unfug wirklich öffentlich zu vertreten!?

Aber hey, es hilft ja nix! Und trotzdem, die Petry, Alter! Da war mir ja damals der Petry noch lieber! Und das will was heißen, da sind wir nämlich schon wieder nah an Haddaway, Dr. Alban und diesem ganzen anderem musikalischen Mist! .-)

Warum hast du mitgemacht?

Ich könnte jetzt sagen: „Das Reh spingt hoch, das Reh springt weit, warum auch nicht, es hat ja Zeit!“ 😉 In erster Linie liegt die Teilnahme aber daran, dass ich die Fragen herausfordernd fand!

Nun denn, das soll es jetzt mal gewesen sein, ich verzichte auf weitere Nominierungen, zumal ich mir das Blogstöckchen quasi selbst gegriffen habe, aber dennoch gilt: Wer sich berufen fühlt, möge die Fragen ebenfalls beantworten.

Gehabt Euch wohl und ich wünsche eine schöne Restwoche noch!

 

Buch-Date # 5: Meine Empfehlungen für Zeilenende

Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

da geht das Buch-Date doch tatsächlich schon in seine fünfte Runde. Ehrensache, dass ich auch diesmal wieder dabei bin – schließlich habe ich auch die „modernen Klassiker“ der vierten Ausgabe halbwegs unbeschadet überstanden.

In der besagten vorherigen Ausgabe war es übrigens am geschätzten Kollegen Zeilenende, mir Vorschläge für das Buch-Date zu machen, weswegen ich mich plötzlich mit Schnitzler, Kafka und Wyndham auseinandersetzen „durfte“. Nun sind die Vorzeichen umgekehrt, und ich darf Zeilenende etwas empfehlen. Grund genug, in Ausgabe 5, ihm die „Wanderhure“, „Die Leiden des jungen Werther“ sowie „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ vorzuschlagen. Aber so gemein bin ich natürlich nicht! 😉

Nein, stattdessen habe ich mich mit den geäußerten Vorlieben und Abneigungen in literarischer Hinsicht, sowie den letzten drei gelesenen Büchern auseinandergesetzt und versuche nunmehr, etwas zu finden, das wenigstens ein bisschen ins Beuteschema passt. Was sich auch nach längerem Nachdenken als gar nicht so einfach darstellt, wie ich zugeben muss.

Jedenfalls, Zeilenendes letzte drei gelesenen Bücher waren eines über Neandertaler, ein historischer Roman über ein Kaufhaus in Spanien. Und Bürgerkrieg. Und Liebe. Nun gut. Buch Nummer drei war „Italienische Märchen“ von Clemens Brentano. Ein Schriftsteller, von dem ich vor allem deswegen immer schon etwas lesen wollte, weil ich seinen Namen so schön finde. 😉 Diesbezüglich bin ich also raus. Zumindest die italienischen Märchen merke ich mir aber mal aus einem anderen eigennützigen Grund, auf den ich jetzt nicht näher eingehe… 🙂

Zeilenendes Lieblingsgenre ist die Science Fiction, bei der ich mir immer noch nicht sicher bin, ob man sie nun mit oder ohne Bindestrich schreibt. Das jedenfalls macht es nicht leichter für mich, wollte ich doch allenfalls mal irgendwie  – und bislang immer noch erfolglos – in die Perry-Rhodan-Reihe reinkommen, ansonsten genieße ich dieses Genre eher in visueller Form, sprich: Film. So lange es nicht Episode 7 ist…

Zeilenendes Lieblingsautoren sind Stanislaw Lem, von dem ich ziemlich genau nichts kenne, Siegfried Lenz, zu dem ich aufgrund einer wirklich unfähigen Deutschlehrerin ein eher gespaltenes Verhältnis habe – ich schimpfe ganz selten und dann eher ungern über die häufig zu unrecht gescholtene Berufsgruppe der Lehrer und Innen, aber in diesem Fall ist es echt gerechtfertigt 😉 – und Marc Elsberg. Letzteren kenne ich sogar. Und ich mag seine Bücher sehr, auch wenn „Helix“ eher nicht so gefeiert wurde. Ich habs ohnehin noch nicht gelesen.

Zu Zeilenendes Abneigungen gehören historische Romane – der oben genannte mit dem Kaufhaus bildet da eher die Ausnahme. Und mit dem Bürgerkrieg. Und mit der Liebe. Auch Horror ist nicht so seins – Ausnahme: „The Walking Dead“. Auch „miese Fantasy“ – was immer das sein möge – mag er nicht, dafür aber Terry Pratchett und – aus unerfindlichen Gründen – Walter Moers.

Sonstige Abneigungen gibt es eigentlich nur gegen Blutorgien jeglicher Couleur, Schnulzen und – und das möchte ich zitieren, weil ich es toll finde – „in historischen Romanen Anachronismen wie emanzipierte Dirnen auf Reisen“. 🙂 Wir sind nicht so wahnsinnig oft einer Meinung, diesbezüglich aber vollumfänglich! 🙂

Eigentlich sollte es anhand dieser Informationen ja ein Leichtes sein, adäquate Vorschlage zu machen. Eigentlich. Na, nach langem Nachdenken habe ich mich für folgende drei Bücher und einen Zusatzjoker entschieden:

Vorschlag 1: „Der fünfte Stein“ von Micha Pansi

Ja, es ist Fantasy! Und ja, es ist mit – soweit ich mich erinnere – etwa 900 Seiten ein echter Wälzer. Das liegt aber daran, dass dieses Buch die Gesamtausgabe eines eigentlichen Dreiteilers ist. Ich habe das Buch vor gefühlten zehn Jahren auf dem „Grabbeltisch“ gefunden und war im Nachhinein sehr froh, es gelesen zu haben.

Gut, es erfüllt eher das Klischee der „klassischen“ – nicht miesen ! – Fantasy, aber es hat zusätzlich auch noch einen postapokalyptischen Einschlag, der mir sehr gut gefiel.

Vorschlag 2: „Götterdämmerung“ von Tanja Kinkel

Ende der 90er hatte ich zwei Lieblingsautoren und Innen, einerseits Kai Meyer, andererseits, spätestens seit „Unter dem Zwillingsstern“ – ein Buch, das ich auch heute noch jeder/m empfehle die bzw. der es nicht wissen will – eben besagte Tanja Kinkel. Hinsichtlich des Inhalt zitiere ich mal den Knaur-Verlag:

„Zuerst scheint es nur Routine zu sein: Der Journalist Neil LaHaye recherchiert für ein Buchprojekt über Aids. Dabei stößt er immer wieder auf den Pharmakonzern Livion – und schließlich mitten hinein in ein Wespennest von politischen und wissenschaftlichen Verstrickungen, die direkt ins Pentagon führen. Doch was steckt dahinter? Die Suche nach der Wahrheit führt Neil zu Beatrice Sanchez, die in einem Sicherheitslabor weitab der staatlichen Kontrollen mit dem Unvorstellbaren experimentiert … Wissensdurst und Machtgier sind zentrale Themen des neuen Romans der Bestsellerautorin Tanja Kinkel. Götterdämmerung ist ein brisanter Thriller über die Gefahren der Gentechnik und skrupellose Wissenschaftler – packend, bedrohlich und von erschreckender Aktualität!“

Zugegeben, das Buch ist auch schon älter, von 2003 nämlich, nichtsdestotrotz aber sehr lesenswert!

Vorschlag 3: „Das späte Geständnis des Tristan Sadler“ von John Boyne

Ich meine, mich erinnern zu können, dass der geschätzte Kollege Zeilenende mit John Boyne aufgrund des von mir noch nicht gelesenen Jungen mit dem gestreiften Pyjama ein leichtes Problem hat. Umso mehr ein Grund, dieses Problem mit eben diesem Buch zu lösen. Denn diese Geschichte rund um junge Männer in der „Knochenmühle“ der Front in Frankreich im Ersten Weltkrieg hat es durchaus in sich. In sprachlicher Hinsicht großartig, in inhaltlicher Hinsicht ebenso. Eines der wenigen Bücher, die mich auch Tage – in diesem Fall sogar Wochen – nach der Lektüre noch beschäftigt haben. Die entsprechende Rezension  – ein bisschen Eigenlob und -werbung muss erlaubt sein – findet man hier. Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass ich sie als eine meiner besseren Rezensionen empfinde, trotz und wegen des Exkurses… 🙂

Zusatzjoker Vorschlag 4: „Licht“ von M. John Harrison

Auch dieses Buch habe ich mir irgendwann mal vom oben erwähnten „Grabbeltisch“ geschnappt. Damit war ich allerdings wesentlich weniger glücklich als mit „Der fünfte Stein“. Die Begründung ist ganz einfach: Ich hatte nach etwa 50 Seiten das Gefühl, mindestens die Hälfte davon nicht wirklich begriffen zu haben! Sollte der Kollege Zeilenende sich für diesen Zusatzjoker entscheiden, wäre ich für eine Erklärung dessen, was ich da versucht habe, zu lesen, äußerst dankbar! 😉

 

Nun denn, Zeilenende, wie immer gilt: Sollte das Vorgeschlagene in Deiner Wahrnehmung alles Mist sein, sag Bescheid, ich habe bestimmt noch einen Plan B in der Tasche. Im Idealfall besteht der auch nicht aus „Die Wanderhure“, „Die Leiden des jungen Werther“ oder „Wilhelm Meisters Lehrjahre“. 🙂

Und bevor ich es vergesse: Vielen lieben Dank an die beiden Initiatoren des Buch-Dates: wortgeflumselkritzelkram und Zeilenende!

 

Freitagsfragen # 6

Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

hui, die Freitagsfragen im Brüllmausblog sind zurück! Das freut mich doch sehr und da mache ich auch gleich mal wieder mit. Auch in dieser Woche gilt: Wer sich zum Mitmachen berufen fühlt, möge das gerne tun. Eine Verlinkung zum Brüllmausblog wäre dann nett.

Auf geht´s!

  1. Wenn Du Dir aussuchen könntest, wo Du in einem nächsten Leben geboren wirst, welches Land würdest Du wählen?
  2. Du bist für ein Jahr Oberbürgermeister/in in Deiner Stadt. Was veränderst Du?
  3. Beim Bezahlen an der Kasse bekommst Du zu viel Wechselgeld zurück. Wie reagierst Du?
  4. Die Wahl der Qual: Täglich zu „Last Christmas“ von Wham aufwachen oder jeden Tag erneut über die selbe Stufe stolpern?

 

Antwort zu 1: Die geneigte Leserschaft möge sich jetzt bitte die altbekannten Klänge des Herrn Haydn und die dritte Strophe des dazugehörigen von Fallersleben-Textes vorstellen, nebst dem nötigen Pathos, denn die Antwort lautet natürlich: In diesem hier! 😉

Das mag vielleicht langweilig klingen, aber ich würde wirklich nirgendwo anders sein wollen. Häufig wird mir Deutschland irgendwie zu schlecht geredet. Einmal von der „früher-war-alles-besser“-Fraktion – die damit ohnehin vollumfänglich unrecht hat, weil es das eben nicht war. Und in letzter Zeit auch verstärkt von der Fraktion der Frustrierten, die vorzugsweise gerne andere Bevölkerungsgruppen, die es im Normalfall noch schwerer haben als sie selbst, für diese Frustration verantwortlich machen – und die damit noch in viel größerem Maße unrecht hat. Vollstumfänglich, quasi.

Denn bei aller, möglicherweise auch berechtigten, Kritik an dem, was hierzulande vielleicht unrund läuft, darf man einige Dinge nicht vergessen:

Wir haben ein aus unerfindlichen Gründen immer noch funktionierendes Sozialsystem – auch wenn da sicherlich weiterhin noch viel Luft nach oben ist.

Wie haben eine immer noch funktionierende Gesundheitsversorgung – auch wenn da sicherlich weiterhin noch viel Luft nach oben ist.

Wir genießen hierzulande immer noch Grundrechte – wenn mir danach ist, nackig über den heimischen Marktplatz zu hüpfen und Blumen streuend: „Die Merkel ist doof, die Merkel ist doof!“ zu rufen, dann kann ich das jederzeit tun. Gut, es würde vermutlich nicht ganz ohne Folgen bleiben, aber zumindest würde ich nicht auf Nimmerwiedersehen weggesperrt, wie es andernorts schon mal passieren kann.

Das sind alles Dinge – und es gäbe deren noch viel mehr aufzuzählen -, die nicht überall selbstverständlich sind und die ich nicht missen möchte.

Antwort zu 2: An meinem ersten Tag evakuiere ich die Stadt, drücke den roten Knopf, jage das ganze Kaff in die Luft und ziehe es dann in den folgenden 364 Tagen neu hoch. Was Nero konnte… 😉

Nein, mal ganz ernsthaft, wenn ich ein Jahr lang Bürgermeister wäre, würde ich im Rahmen meiner Möglichkeiten versuchen, die Arbeitsplatzsituation zu verbessern. Während in ganz Niedersachsen stetig die Arbeitslosenzahlen sinken – jetzt mal die ganzen dafür notwendigen Statistik-Volten außer Acht gelassen – stagnieren diese im hiesigen Landkreis bestenfalls.

In meiner Heimatstadt gibt es ziemlich genau zwei Unternehmen, die die Arbeitsplatzsituation signifikant prägen. Die eine kriselt schon seit gefühlten Jahrzehnten. Immer wenn in der Zeitung steht, dass diese Firma wieder 40 Leute entlässt, frage ich mich verwundert: „Ach, so viele arbeiten da noch?“ Da half auch der ausländische Investor nicht viel. Die andere geriet eher in den letzten Jahren in Schieflage.

Und das hat eben durchaus Auswirkungen auf die Finanzen der Bewohner und der Stadt und letztlich auch auf das Stadtbild. Es wäre also sinnvoll, sich zuerst damit zu beschäftigen – und einer muss es ja tun. Schröder oder Gabriel kamen ja nie vorbei – die waren zu sehr damit beschäftigt, nachhaltig die Holzmann AG zu retten und den Einzelhandel zu revolutionieren…

Antwort zu 3: Das kommt darauf an, ob es mir auffällt. 😉 Manchmal rechne ich nämlich nicht nach und gehe davon aus, dass das, was ich wiederbekomme schon stimmen wird. Sollte es mir auffallen, dann sage ich allerdings Bescheid. Ich erinnere mich noch lebhaft, im „expert“ mal etwas für 60 € gekauft zu haben, wofür die freundliche Dame an der Kasse aber nur 15 € haben wollte. Mein ebenso freundlicher Hinweis, dass das nicht stimmen könne und das Objekt meiner Begierde eigentlich viel teurer hätte sein müssen, wurde achselzuckend mit einem „Steht aber so hier drauf!“ kommentiert. Da kann ich dann auch nichts mehr machen – außer mich zu freuen, Geld gespart zu haben. 🙂

Antwort zu 4: Tägliche Beschallung mit „Last Christmas“ ist etwas, das allerhöchstens im Strafvollzug, zusätzlich zur Einzelhaft, für die ganz Uneinsichtigen eingesetzt werden sollte. Wahrscheinlich ist das aber verboten, wegen § 223 StGB, also Körperverletzung!

Wer mich näher kennt, kennt auch meinen nervlichen Ausnahmezustand, in dem ich mich immer um die Weihnachtszeit herum befinde. Neben dem allgemeinen Stress, der Kälte und dem Glöckchengebimmel ist auch die Beschallung mit „Last Christmas“ daran schuld.

Hätte ich also die Wahl, zwischen „Last Christmas“ und täglichem Stolpern über die selbe Stufe, würde ich mich für die Stufe und gegen „Wham!“ entscheiden. Ich würde mich auch gegen „Wham!“ entscheiden, wenn die Alternative tägliches Herunterfallen der selben Treppe, tägliches Steckenbleiben im selben Fahrstuhl, tägliches Fallen aus dem selben Parterre-Fenster oder tägliches Mittagessen mit der selben Frauke Petry wäre! Wobei, nein, letzteres doch eher nicht! 🙂

 

Das war es auch schon wieder. Gehabt euch wohl, ich wünsche allseits schon mal einen guten Start in ein hoffentlich erholsames Wochenende!

Bis denn!

 

„Der Schneegänger“ von Elisabeth Herrmann – Ein Vergleich

Buch: „Der Schneegänger“

Autorin: Elisabeth Herrmann

Verlag: Goldmann

Ausgabe: Taschenbuch, 447 Seiten

Die Autorin: Elisabeth Herrmann, geboren 1959 in Marburg an der Lahn, ist Schriftstellerin sowie Drehbuch- und Hörspielautorin. Bereits mit ihrem ersten Roman „Das Kindermädchen“ aus dem Jahr 2005 gewann sie Auszeichnungen. Seitdem veröffentlichte Herrmann zwei historische Romane und mehrere Krimis, u. a. die mit Jan Josef Liefers verfilmte Reihe um den Berliner Anwalt Joachim Vernau. Elisabeth Herrmann lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

Das Buch: Während eines eisigen Winters wird in einem Waldstück nahe Berlin das Skelett eines kleinen Jungen gefunden. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um ein vor einigen Jahren vermisst gemeldetes Kind handelt. Die Polizei konnte den Fall damals nicht lösen.

Nun unternimmt Hauptkommissar Lutz Gehring einen neuen Versuch. Zur Unterstützung holt er sich die junge Sanela Beara an seine Seite.

Das Duo ermittelt im familiären Umfeld des Kindes. Ist der Vater, der in einer abgelegenen Wolfsstation Brandenburgs arbeitet, wirklich unschuldig? Und was hat es mit der Familie Reinartz auf sich, für die die Mutter des Jungen gearbeitet hat  – und in die sie mittlerweile eingeheiratet hat?

Sanela Beara sieht zur Lösung des Falles nur eine Möglichkeit: Sie muss sich unter falscher Identität in den Haushalt der Familie Reinartz einschleusen. Damit begibt sie sich in große Gefahr.

Fazit: Ende des Jahres 2014 war „Das Dorf der Mörder“ von Elisabeth Herrmann – der erste Fall der jungen Polizistin Sanela Beara – eine meiner ersten Rezensionen in diesem Blog. Der Vorgänger von „Der Schneegänger“ gefiel mir seinerzeit recht gut, insofern war ich guten Mutes, dass das auch diesmal wieder der Fall sein wird.

Leider kann der Nachfolgeroman rund um die junge Polizistin Sanela Beara es nicht ganz mit dem ersten Krimi aufnehmen – wohlgemerkt, ohne deswegen gleich ein schlechtes Buch zu sein. Die Erzählweise von Elisabeth Herrmann kann man auch diesmal nicht groß kritisieren, sie erzählt temporeich, auch die Dialoge haben mir gut gefallen.

Die Handlung wiederum hat sowohl Vor- als auch Nachteile im Vergleich zu „Das Dorf der Mörder“. Den ersten Roman habe ich damals als teilweise „bedrückend“ empfunden, phasenweise als „grenzwertig widerlich“, beispielsweise in der Beschreibung eines Mordes. Aber vor allem diese bedrückende Atmosphäre war es auch, die die Qualität des Buches zu großen Teilen ausgemacht hat.

Davon ist „Der Schneegänger“ durchaus ein gutes Stückchen entfernt. Es fließt weniger Blut, wogegen ich nie etwas einzuwenden habe, aber trotz des eigentlich bedrückenden Themas rund um den Tod eines Jungen kommt keine so recht dazu passende Stimmung auf. Lange Zeit war mir nicht so ganz klar, woran das denn nun liegt, denn „Die Schneegänger“ bietet durchaus eine spannende Handlung, die erfreulich unvorhersehbar ist. Rückblickend denke ich, dass daran – und das hatte ich irgendwie befürchtet – einmal mehr die Hauptfigur schuld ist.

Schon im ersten Krimi habe ich die „Herr-Lehrer-ich-weiß-was-Art“ von Sanela Beara kritisiert. Damals bekam sie im Laufe der Handlung glücklicherweise rechteitig die Kurve, um noch als sympathisch durchzugehen – diesmal leider nicht.

Die junge Polizistin hat es nach den Begebenheiten des Vorgänger-Krimis vorgezogen, die Uniform vorerst wieder in den Schrank zu hängen und stattdessen die Uni zu besuchen, um anschließend im Gehobenen Polizeivollzugsdienst arbeiten zu können.

Ich gehe davon aus, dass man Beara im Rahmen ihres Studiums also deutlich erklärt hat, was sie in ihrer Tätigkeit als Beamte tun darf und was eher nicht. Allerdings scheint ihr das vollkommen schnurzpiepegal zu sein. Regelmäßig übertritt sie die erlaubten Grenzen der Ermittlungsarbeit, kritisiert diese Grenzen und fühlt sich dabei auch noch vollkommen im Recht. Man hat als Leser den Eindruck, die junge Frau ist von sich dermaßen überzeugt, dass sie sicher ist, nur sie könne die Ermittlungen zu einem guten Ende führen und alle anderen seien inkompetent. Mit ihrer Art und dieser Haltung liegt sie irgendwo zwischen arg klugscheißerisch und dem Gipfel der Egozentrik.

Nun ist man als Leser aus amerikanischen Krimis ja gewöhnt, dass die dortigen Ermittler „am Rande der Legalität“ oder „auf eigene Faust“ oder beides ermitteln, insofern könnte ich darüber eigentlich hinwegsehen. Nur, es ist halt einfach kein amerikanischer Krimi und der Alleingang Bearas passt hier so gar nicht hin. Wenigstens die weiteren Personen sind etwas besser gelungen.

Geblieben ist letztlich der Eindruck, einen soliden Krimi gelesen zu haben, der den Leser zwar nicht in atemlose Spannung versetzt, der aber gut unterhalten kann und der unter einer nervtötenden bis indiskutablen Protagonistin leidet. Wer über Letzteres hinwegsehen kann, macht mit „Der Schneegänger“ erstmal nicht viel verkehrt.

Wertung:

Handlung: 7,5 von 10 Punkten

Charaktere: 6 von 10 Punkten

Stil: 9 von 10 Punkten

Spannung: 7,5 von 10 Punkten

Gesamtwertung: 7,5 von 10 Punkten

Demnächst in diesem Blog: „Die Anatomie des Teufels“ von Jordi Llobregat.

„Die Krone der Sterne“ von Kai Meyer – Rasante Space Opera

Buch: „Die Krone der Sterne“

Autor: Kai Meyer

Verlag: Fischer

Ausgabe: Paperback, 461 Seiten

Der Autor: Kai Meyer ist ein 1969 in Lübeck geborener Autor. Nach einem Studium – Film, Theater und Philosophie – arbeitete Meyer als Volontär bei einer Tageszeitung und schrieb während dieser Zeit an seinem ersten Buch. „Der Kreuzworträtsel-Mörder“ erschien dann 1993.

Der Durchbruch gelang Meyer im Jahr 1994 mit seinem Roman „Die Geisterseher“ und vor allen Dingen mit „Die Alchimistin“. International erfolgreich war der Autor erstmals mit „Die fließende Königin“, dem ersten Teil der Merle-Trilogie.

Meyers Romane haben mittlerweile Millionen-Auflagen erreicht und erscheinen in über 30 Sprachen.

Der Autor lebt mit seiner Familie am Rande der Eifel.

Das Buch: Das galaktische Reich Tiamande steht unter der Herrschaft des Hexenordens und der allmächtigen Gottkaiserin. In regelmäßigen Abständen werden ihr junge Mädchen aus entlegenen Welten als Bräute zugeführt. Die Mädchen werden nie wieder gesehen, ihr weiteres Schicksal ist ungeklärt.

Diesmal fällt die zweifelhafte Ehre, als Braut der Gottkönigin zugeführt zu werden, auf die junge Iniza, die als Tochter eines Barons auf Koryantum lebt. Doch Iniza hat einen Plan: Zusammen mit ihrem Geliebten Glanis, der ihr mit anderen Soldaten als Eskorte zugeteilt wurde, unternimmt Iniza einen Fluchtversuch. An der Seite des Kopfgeldjägers Kranit flieht das junge Paar von der Raumkathedrale des Hexenordens.

Wenig später gelangen sie an Bord der „Nachtwärts“, des Schiffes der Alleshändlerin Shara Bitterstein. Zusammen versucht die Gruppe, den Plan des Hexenordens, Iniza wieder in seine Gewalt zu bringen, zu vereiteln und sieht sich kurz darauf mit einer Bedrohung konfrontiert, die selbst die Gottkaiserin harmlos erscheinen lässt.

Fazit: „Was, Karl May“? Das war gegen Ende der 90er/Anfang der 2000er die häufigste Reaktion meines jeweiligen Gegenübers, wenn ich nach meinem Lieblingsautoren gefragt wurde. Nein, dabei handelte es sich natürlich nicht um Karl May, sondern eben um Kai Meyer, wie ich dann immer klarstellen musste. Denn – ob man es glaubt oder nicht – damals kannte den Schriftsteller, salopp gesagt, gefühlt keine Sau.

Aus meiner Sicht war und ist das natürlich vollkommen unverständlich, hatte besagter Meyer mir zu diesem Zeitpunkt doch schon mit Büchern wie „Die Alchimistin“, der „Nibelungengold“-Reihe und vor allem mit „Das Haus des Dädalus“ unvergessliche Leseerlebnisse beschert.

Und diese Begeisterung für Meyers Bücher hielt auch so etwa bis „Das Buch von Eden“ und „Herrin der Lüge“ an. Und dann, tja dann, entschied sich Meyer aus unterfindlichen Gründen, sich einem jüngeren Lesepublikum zuzuwenden, dem ich mich nicht mehr zugehörig fühlte, eben weil ich ihm nicht mehr zugehörig war. So ließ mich die „Merle“-Trilogie ziemlich kalt, die folgenden „Wellenläufer-„, „Wolkenvolk-“ und „Sturmkönige“-Trilogien noch sehr viel kälter.

Nachdem ich mich auch mit seinem „Arkadien“-Dreiteiler nicht wirklich anfreunden konnte und ich „Phantasmen“ lediglich der Kategorie „ganz nett“ zuordnen konnte, hatte ich mich innerlich schon mit der schweren Entscheidung abgefunden, mich vom Werk meines einstigen Lieblingsautors abzuwenden.

Und dann, tja, dann erschien 2014 „Die Seiten der Welt“! Und auch wenn sich dieses Buch wohl ebenfalls eher an eine jüngere Leserschaft wendet, konnte es mich vollkommen überzeugen. Ich sah wieder einen Silberstreif am literarischen Horizont. Umso gespannter war ich darauf, was mich bei „Die Krone der Sterne“ erwarten würde. Nach der Lektüre des Buches kann ich sagen: Ich bin erleichtert! Sehr, sehr, Erleichtert! 😉

Meine anfängliche Skepsis angesicht solcher im Klappentext vorhandenen Begriffe wie „Hexenorden“ und „Raumkathedrale“, die ich schon mit einem resignierten „Oh, bitte!“ kommentierte, löste sich nach relativ kurzer Zeit in Wohlgefallen auf.

Meyer wirft den Leser gleich zu Beginn ohne große Einleitung direkt in die Handlung. Und diese besticht vor allem durch Tempo und Action. Die Protagonisten geraten von einer brenzligen Situation in die nächste. Dabei gelingt es dem Schriftsteller sehr gut, dem Leser neben den temporeichen Geschehnissen den Handlungsrahmen – manche würden wohl auch „Setting“ dazu sagen – näher zu bringen und somit Begriffe und Zusammenhänge besser zu verstehen und zu erkennen.

Neben der actionreichen Handlung punktet „Die Krone der Sterne“ vor allem durch seine Charaktere. Kranit und Shara gewinnen bei mir Sympathiepunkte in erster Linie durch ihre Schlagfertigkeit. Sie sind aber auch die Charaktere, deren Hintergrundgeschichte am intensivsten beleuchtet wird, Iniza und Glanis fallen diesbezüglich etwas ab, was mich ein wenig irritierte, denn eigentlich ist Iniza ja die Hauptperson, um die es in erster Linie geht. Aber hier hat der Autor ja noch genug Zeit, daran etwas zu ändern, denn eine Fortsetzung ist bereits in Umsetzung begriffen.

Aber auch ohne detaillierte Hintergrundgeschichte hat Meyer mit Iniza und Glanis zwei überzeugende Charaktere geschaffen, deren Liebesgeschichte segenswerterweise ohne allzu viel Kitsch auskommt. Lediglich eine Charakterentscheidung – über die ich natürlich nicht im Detail sprechen kann, ohne zu spoilern – nehme ich Herrn Meyer wirklich, wirklich übel. Das ist aber ein rein subjektiver Eindruck, der Autor wird für seine Entscheidung stichhaltige Gründe gehabt haben – welche auch immer das sein mögen…

Und, fast hätte ich es vergessen, obwohl ich mich ansonsten relativ selten zur optischen Gestaltung eines Buches äußere – und wenn ich das doch tue, ist das meistens ein relativ schlechtes Zeichen für das Buch -, hier muss ich es doch tun. Denn „Die Krone der Sterne“ beinhaltet eine Reihe wirklich schöner Zeichnungen, unter anderem der „Nachtwärts“, von Jens Maria Weber, die sehr schön anzuschauen sind. Gute Arbeit, Herr Weber!

Alles in allem hat Kai Meyer eine rasante, bildgewaltige Space Opera geschrieben, die mich auf ganzer Linie überzeugen konnte. Daher warte ich auch schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung. Wenn alles gut läuft, muss ich auch nicht mehr allzu lange darauf warten: Vorgestern twitterte der Autor, er sei bei „Die Krone der Stern 2“ jetzt etwa in der Mitte angekommen. In Teil 2 solle „alles eine Nummer größer“ werden, „mehr Plot, mehr Handlungsebenen, mehr Action, mehr kosmische Rätsel. Es wird komplexer.“, so der Autor. Man darf also gespannt sein.

Und wer es nicht so lange aushalten kann, dem sei gesagt, das bereits Ende August Meyers neuestes Buch „Die Spur der Bücher“ erscheint. Dabei handelt es sich um einen magischen Detektivroman im viktorianischen London und um ein Prequel zu „Die Seiten der Welt“. Vorgeschichte! Ich meinte natürlich Vorgeschichte! 😉

Wertung:

Handlung: 9 von 10 Punkten

Charaktere: 9,5 von 10 Punkten

Stil: 9 von 10 Punkten

Spannung: 9 von 10 Punkten

Gesamtwertung: 9,125 von 10 Punkten

Demnächst in diesem Blog: Hier gibt es zeitnah entweder die Rezension zum Krimi „Der Schneegänger“ von Elisabeth Herrmann oder die zum Thriller „Die Anatomie des Teufels“ Jordi Llobregat.

„Into the Water“ von Paula Hawkins – Schlag ins Wasser

Buch: „Into the Water“

Autorin: Paula Hawkins

Verlag: blanvalet

Ausgabe: Paperback, 476 Seiten

Die Autorin: Paula Hawkins wuchs in Simbabwe auf, bevor sie 1989 nach England übersiedelte. Sie war 15 Jahre als Wirtschaftsjournalistin tätig. Unter dem Pseudonym Amy Silver hat sie bereits mehrere Liebesromane veröffentlicht. Diese wurden von der weltweiten Leserschaft allerdings geflissentlich ignoriert.

Im Jahr 2015 erschien mit „Girl on the train“ ihr erster Thriller und wurde zu einem weltweiten Erfolg. Im Mai dieses Jahres veröffentlichte Hawkins nun mit „Into the Water“ ihr neuestes Buch.

Das Buch: Seit Jahren schon hat Julia „Jules“ Abbott nicht mehr mit ihrer Schwester Danielle – „Nel“ – gesprochen. Nels in letzter Zeit häufiger werdende Anrufe hat sie beharrlich ignoriert. Nun ist Jules tot. Es heißt, sie sei von einer Klippe ins Wasser am sogenannten „Drowning Pool“ gesprungen.

Gezwungenermaßen kehrt Jules nach Beckford zurück, wo ihre Schwester gelebt hat, um sich um ihre Nichte Lena zu kümmern. Und um sich ihren Erinnerungen zu stellen, die mit diesem Ort verknüpft sind.

Und sie beginnt mit Nachforschungen zum Tod ihrer Schwester, denn Jules ist sich einer Sache sicher: Nel hätte sich niemals das Leben genommen!

Fazit: In ihrem neuen Roman macht Paula Hawkins im Vergleich zum Welterfolg „Girl on the train“ einiges anders, vieles besser und eine wesentliche Sache aber leider auch schlechter.

So stockt die Autorin die Anzahl ihrer handelnden Personen deutlich auf, was sich auch in der Erzählweise widerspiegelt, denn die Handlung von „Into the Water“ wird aus der Sicht von – falls ich mich nicht verzählt habe – elf unterschiedlichen Personen geschildert. Das macht einerseits Spaß zu lesen, weil man viele unterschiedliche Sichtweisen bekommt, andererseits ist diese Fülle an Erzählern aber auch schon irgendwie übertrieben.

Trotz dieser Zahl gelingt es Hawkins, den Leser nicht den Überblick verlieren zu lassen. Nur ganz selten mal habe ich mich gefragt, wer denn jetzt nun dieser oder jener Charakter wieder sein mag. Das alles spricht für das erzählerische Talent, dass ich auch schon in Form der Schilderung ihrer alkoholkranken Protagonistin Rachel in  „Girl on the train“ zu schätzen wusste.

Dieses Talent kommt im vorliegenden Buch auch noch auf andere Weise zum Vorschein. Auf diese kann ich leider nicht eingehen – und würde es wirklich gerne, weil mir dieser Aspekt am besten gefallen hat -, ohne zu spoilern. Nur so viel: Er hat mit dem deutschen Untertitel des Buches zu tun. Warum das Buch allerdings überhaupt einen deutschen Untertitel brauchte, ist wieder eine andere Frage, die ich diesmal aber dahingestellt sein lassen möchte, weil ich ansonsten wieder eine Grundsatzdiskussion mit mir selbst vom Zaun breche, von der letztlich niemand etwas hat! 😉

Nun, die eingangs erwähnte Anzahl an erzählenden Personen geht leider zu Lasten der Ausarbeitung der einzelnen Charaktere. Lediglich zu Jules konnte ich einen gewissen Bezug aufbauen, während die weiteren Figuren auf mich teils recht blass, teils belanglos, teils sogar etwas nervtötend – Lena, Louise – wirkten.

Das hat mich im Großen und Ganzen aber nicht wirklich gestört, weil ich es eben als Folge der Erzählweise ansehe und die wiederum hat mich ja weitestgehend überzeugt. Nein, „Into the Water“ hat für mich ein ganz anderes Problem, das ich teils auch schon im vorhergehenden Buch bemerkte und das auch der Grund ist, warum ich es nicht vollumfänglich empfehlen kann: Es ist leider fast von vorne bis hinten vorhersehbar. Bei „Girl on the train“ wusste ich etwa 150 Seiten vor dem Ende, wie das Buch in etwa ausgehen würde. Bei „Into the Water“ hatte ich noch erheblich früher den Fortgang der Handlung und ein Ende des Buches im Kopf, welches letztlich wirklich nur marginal vom tatsächlichen abwich.

Und, nur um das einzuordnen: Ich bin echt schlecht in so etwas! Es geschieht alle Jubeljahre mal, dass ich ungefähr ahne, wie ein Buch ausgeht. Wenn ich ein Talent dazu hätte Handlungen und Geschichten weiter zu spinnen, würde ich selbst schreiben! 😉 Wenn also selbst ich nach erschreckend kurzer Zeit weiß, wohin die ganze Handlung führt, spricht das nicht gerade für das Buch.

Dass ändert aber nichts daran, dass Paula Hawkins schreiben kann. Und wer einen Roman sucht, der zügig zu lesenist  und wer sich nicht daran stört, dass man vielleicht frühzeitig weiß, wie das Ganze endet, der macht mit „Into the Water“ wenig verkehrt.

Wertung:

Handlung: 7 von 10 Punkten

Charaktere: 7 von 10 Punkten

Stil: 9 von 10 Punkten

Spannung: 5 von 10 Punkten

Gesamtwertung: 7 von 10 Punkten

Demnächst in diesem Blog: „Die Krone der Sterne“ von Kai Meyer.

Abgebrochen: „Natchez Burning“ von Greg Iles

Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

ich habe am gestrigen Abend eine revolutionäre Entscheidung getroffen. Das tue ich nicht oft. Also, Entscheidungen treffen. Und revolutionäre noch sehr viel seltener.

Jedenfalls, ich habe mich entschlossen, ganz entgegen meiner Natur zu handeln und die Lektüre von Büchern tatsächlich zu unter- bzw. gegebenfalls sogar ganz abzubrechen, wenn es dafür Gründe gibt. Ganz allgemein gibt es für diese Entscheidung allein schon mehrere Gründe:

Erstens bin ich zu alt, um meine Zeit mit Büchern zu vergeuden, die mich nicht begeistern können.

Zweitens habe ich einen überwältigend großen SuB, was mich – ich erwähne das gelegentlich – tatsächlich stresst. Ich mag dieses Gefühl von „Wenn ich das alles gelesen habe, haben wir schon 2018 – mindestens“ einfach nicht. Mir ist es unbegreiflich, wie Menschen im Besitz von unzähligen ungelesenen Büchern sein und trotzdem noch ruhig schlafen können. 😉 Jedenfalls, gelegentlich ein Buch abzubrechen, dürfte zur Verkleinerung meines SuB beitragen – solche Optionen muss ich nutzen. 😉

Und drittens habe ich eigentlich gerade genug andere Dinge im Kopf, als dass ich mich auch noch mit Gedanken wie: „Du musst Dich jetzt da durchquälen, Du wolltest schließlich drüber schreiben“ beschäftigen möchte.

Das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich nun in Zukunft jedes Buch abbreche, wenn es mir nicht gefällt. Es gibt Bücher, die sind so schlecht, dass sie schon wieder gut sind. Und es gibt Bücher, die sind so schlecht, dass sich ein herrlicher Verriss über sie schreiben lässt. In beiden Fällen werde ich sicherlich nicht abbrechen. 🙂

Schreiten wir also nunmehr zur Tat und beschäftigen uns mit dem Premieren-Abbruch: „Natchez Burning“ von Greg Iles. Zu Beginn muss ich gleich mal festhalten, dass es sich dabei nicht um ein schlechtes Buch handelt, wirklich nicht. Die Handlung dreht sich um mehrere durch eine Splittergruppe des Ku-Klux-Klans begangene Morde an Schwarzen im Amerika der Rassentrennung in den 60er Jahren. Das Thema interessiert mich durchaus.

Und dennoch deutet die Tatsache, dass ich seit dem 24.05. an diesem Buch lese und es in diesen knapp zwei Wochen nur bis etwa Seite 400 dieses mehr als 1.000 Seiten umfassenden Wälzers geschafft habe, darauf hin, dass mich irgendwas nicht begeistern konnte. Der Schuldige ist schnell gefunden: Es ist das Erzähltempo! Nach etwa 400 Seiten sind innerhalb der Handlung gerade mal knappe 24 Stunden vergangen. Diese Proustschen Ausmaße störten meines Lesefluss empfindlich.

Und auch inhaltlich dreht sich auf diesen 400 Seiten viel im Kreis: So erfährt der Leser im Prolog, was damals in den 60ern in Natchez passiert ist. Anschließend erzählt die damals beteiligte Person A der Person B, was damals in Natchez passiert ist, ergänzt um wenige Details. Der Leser weiß das aber ja bereits aus dem Prolog. Dann erzählt Person B dem Protagonisten Person C, was er im Gespräch mit Person A erfahren hat. Das wiederum weiß der Leser aber ja bereits aus dem Prolog und dem Gespräch zwischen Person A und Person B. Person C nun, man ahnt es bereits, erzählt zu Hause seiner bald Angetrauten, Person D, was er im Gespräch mit Person B erfahren hat. Das wiederum weiß der Leser aber ja bereits aus dem Prolog, dem Gespräch zwischen Person A und Person B sowie dem Gespräch zwischen Person B und Person C. Ihr könnt mir noch folgen? An diesem Punkt war ich soweit, dass ich aufspringen und rufen wollte: „Ja, trefft euch doch alle zusammen mal zu einem Kaffee und erzählt es einmal, verdammte Axt!“

Na, an diesem Punkt war es das dann für mich mit „Natchez Burning“. Irgendwann hole ich die fehlenden Seiten mal nach. Vielleicht im Winter…

Gehabt euch wohl!

Freitagsfragen # 5

Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

so, nach einem sehr schönen Tag bin ich nun wieder zu Hause angekommen. Gut, die zweite Hälfte des Tages war schön, die erste bestand aus Arbeit. Na ja, die zweite Hälfte bestand wiederum zur Hälfte aus einer Zugfahrt. Dort trifft man ja immer wieder eher verhaltensoriginelle Personen an. Den Lautstark-Telefonierer. Den Noch-Lautstärker-Kaugummikauer – der immer direkt neben einem sitzt. Den Waggon-mit-Heavy-Metal-Beschaller. Ja, das war auch weniger schön. Aber quasi die Hälfte der zweiten Hälfte, ein Viertel des Tages quasi, das war schön. Und entschädigte für den Rest.

Und nun, wie eingangs erwähnt, wieder zu Hause angekommen, habe ich noch ein wenig Zeit und Muße, die im Brüllmausblog gestellten Freitagsfragen zu beantworten, die da diesmal lauten:

  1. Was würdest Du als erstes tun, wenn Du nicht mehr arbeiten müsstest?
  2. Bist Du ein Morgen- oder Abendmensch?
  3. Was wolltest Du als Kind später einmal werden?
  4. Die Wahl der Qual: Jeden Tag einen neuen Mückenstich oder laute Bauarbeiten beim Nachbarn?

 

Antwort zu 1:

Nun, da ich nicht mehr arbeiten gehen müsste, gehe ich davon aus, in diesem Szenario finanziell unabhängig zu sein – wie auch immer ich das geschafft habe… Jedenfalls, würde ich mir keine Sorgen ums Geld machen müssen, dann würde ich eine gewisse Zeit der Untätigkeit wohl genießen bis zelebrieren. Zuerst mal würde ich ausschlafen! Regelmäßig und ausgiebig! Das frühe Aufstehen ist das Unangenehmste am Erwerbsleben!

Dann würde ich viele Bücher lesen. So lange bis die Stapel ungelesener Bücher nicht mehr für latenten Stress sorgen.

Und dann würde ich mich mit dem einen oder anderen Projekt aus der Rubrik „Was ich immer schon mal machen wollte“ beschäftigen – um es in der mir eigenen Art dann doch wieder nicht zu Ende zu bringen.

Letztlich und endlich wäre mir aber irgendwann langweilig, so dass ich mich wohl doch wieder auf die Suche nach einer sinnvollen Tätigkeit machen würde.

Antwort zu 2:

Aus der Antwort zu 1 lässt sich die Antwort zu dieser Frage schon ablesen: Ich bin ein ausgeprägter Abendmensch. Ich funktioniere morgens einfach noch nicht so gut. Bisweilen habe ich schon Mitmenschen frühmorgens auf eine meiner Diktion ansonsten gänzlich fremde Art und Weise aufs Übelste beschimpft – einfach, weil es noch zu früh war.

Ich halte den Zwang zum frühen Aufstehen aus Gründen der Erwerbstätigkeit für etwas, dass im Rahmen des StGB verboten und geahndet werden sollte! Das Recht auf spätes Aufstehen und Erscheinen am Arbeitsplatz nach Belieben dagegen ist etwas, das dringend der Aufnahme in die Europäische Menschenrechtskonvention bedarf, unter Artikel 4, jawohl!

Vielleicht sollte ich diesbezüglich mal eine Bürgerinitiative gründen, wenn das Szenario aus Frage 1 eintritt. Die wäre der Renner! 😉

Antwort zu 3:

Ich weiß, dass ich nie Lokomotivführer oder Astronaut werden wollte. Irgendwie wollte ich als Kind immer schon mal „was mit Computern“ machen – ohne genau zu wissen, was genau das sein könnte. Aber als jemand, der als Kind mit dem C 64 aufgewachsen ist (für die Jüngeren unter Euch: Das war sowas wie ein Computer. Mit der Hardware eines heutigen defekten Fieberthermometers), lag ein solcher Wunsch nahe. Später habe ich zuerst meine Begeisterung für diesen Bereich verloren und dann kurz vor der Oberstufe meine Unfähigkeit hinsichtlich der Informatik bewiesen.

Nach der Oberstufe war ich immer noch recht ratlos, so dass ich mich irgendwann in der Berufsberatung wiederfand. Der dortige Berater ist maßgeblich für meine berufliche Laufbahn verantwortlich. Ich habe ihm nie dafür „gedankt“…

Antwort zu 4:

Kürzlich hat die Stadt, in der mein Arbeitgeber beheimatet ist, beschlossen, zum gefühlt sechsten Mal in den letzten zwölf Monaten die Straße vor dem Büro zu teeren. Das wurde nunmehr in der zurückliegenden Woche ausgeführt. Inklusive der damit verbundenen Lärm- und Geruchsbelästigung. Ich gebe zu, ich hatte kurze Gewaltfantasien…

Insofern entscheide ich mich natürlich für die Mückenstiche.

 

Nun, das solle es auch schon wieder gewesen sein. Und nun wünsche ich Euch in Anlehnung an eine vorhin gehörte automatische Ansage im Zug – ich komme einfach darüber hinweg – „gute Nacht und Frohe Ostern“! XD

Bis denn!