„Der Marsianer“ von Andy Weir – Extraterrestrisches „Cast away“

Buch: Der Marsianer

Autor: Andy Weir

Verlag: Heyne

Ausgabe: Broschiert, 509 Seiten

Der Autor: Andy Weir wurde bereits im Alter von 15 Jahren von einem Labor als Programmierer angestellt und arbeitet seitdem als Softwareentwickler. Er bezeichnet sich selbst als „lifelong space nerd“ und beschäftigt sich hobbymäßig mit Physik, der Geschichte der bemannten Raumfahrt und ähnlichem. „Der Marsianer“ ist sein erster Roman.

Das Buch: In einer zeitlich nicht näher definierten Zukunft ist der Astronaut Mark Watney als Botaniker ein Crewmitglied der dritten bemannten Marsmission der NASA: „Ares 3“. Wenige Tage nach Ankunft der sechsköpfigen Crew auf unserem Nachbarplaneten wird ein offensichtlich unterschätzter Sandsturm zum echten Problem. Die NASA weist die Crew an, die Mission abzubrechen, sich ins MRM (Marsrückkehrmobil) zu begeben und auf das Schiff „Hermes“ zurück zu kehren. Auf dem Weg zum MRM wird Watney im heftigen Sturm von einem umherfliegenden Antennenbauteil getroffen und verletzt. Die übrigen Crewmitglieder verlieren ihn aus den Augen. Da bei seinem Unfall auch sein im Raumanzug befindlicher Biomonitor zerstört wird, der üblicherweise die Vitalfunktionen an alle anderen Crewmitglieder weiterleitet, geht die Leiterin der Mission, Commander Lewis, davon aus, dass er getötet wurde und bricht die Suche nach ihm ab. Die Crew von „Ares 3“ verlässt den Mars und kehrt zur Erde zurück…

…Kurz darauf erwacht Watney, und stellt fest, dass er zurück gelassen wurde. Auf sich allein gestellt, versucht er, die Voraussetzung dafür zu schaffen, länger auf dem roten Planeten zu überleben. Doch die nächte Marsmission kommt erst in 4 Jahren! Watney beschliesst, ein Logbuch zu führen, damit man wenigstens etwas von ihm nachlesen kann, falls das mit dem länger überleben doch nicht so gut klappt…

Fazit: Ja, ich weiß, Ihr musstet länger auf die nächste Rezension warten, als Ihr es von mir gewohnt seid. Das liegt einerseits an meiner Unentschlossenheit (Ich habe viele Bücher angelesen, durchaus für gut befunden, dann aber doch wieder weggelegt, andere angelesen, durchaus für gut befunden usw.) und andererseits am November (die letzten zwei Monate des Jahres sind ECHT nicht so meine…). Dann aber hat mir eine ganz zauberhafte Person dieses Buch zugeschickt. Und deshalb gibt es jetzt auch wieder eine Rezension.

Zur Sache: Wenn man ein Buch schreibt, das inhaltlich an „Robinson Crusoe“ bzw. „Cast away“ erinnert, dann braucht man eine gute Hauptfigur, weil abzusehen ist, dass sich ein Großteil der Handlung um diese Person drehen wird. Andy Weir hat mit Mark Watney eine solch gute Hauptfigur. Der Mann erinnert in seiner zynischen, sarkastischen Art an den frühen Bruce Willis. Schon der erste Logbucheintrag beginnt mit den schönen Worten:

„Ich bin sowas von im Arsch.

Das ist meine wohlüberlegte Meinung.

Im Arsch.“

Also, ich finde das ja gut, aber ich höre sie schon, die Kritiker, die sagen: „Ja, aber, allein auf dem Mars, da würde der ganz anders reagieren und hätte ganz andere Dinge zu tun, als sarkastische Kommentare in sein Logbuch zu tippen!“.

Das mag sein. Aber wir sind ja hier nicht bei Paolo Coélho, der aus der Story wahrscheinlich ein (bestimmt ziemlich gutes) Buch über die menschliche Selbstfindung machen würde. Oder bei Frank Schätzing, der mir auf 18.758 (wenn auch lehrreichen) Seiten den Mars erklärt hätte. Nein, wir sind bei Andy Weir, und der wollte eben einen Unterhaltungsroman schreiben, aus dem sich wunderbares Popcorn-Kino machen lässt. Und da passt eine solche Figur eben wunderbar hinein.

Und was dem Mr. Watney da auf diesem entfernten Himmelskörper passiert, das ist durchaus spannend und angenehm zu lesen. Während der Beginn des Buches praktisch ausschließlich die Logbucheinträge von Watney wiedergibt, wechselt die Story im späteren Verlauf zwischen Mars und Erde hin und her, als einer jungen findigen NASA-Mitarbeiterin auffällt, dass auf dem Mars offensichtlich noch jemand rumläuft, der da nicht hingehört. Man erfährt also abwechselnd, wie die NASA den jungen Mann retten will einerseits und was bei dem jungen Mann wieder schief gegangen ist andererseits, bis hin zu einem furiosen Ende, das…neeeeein, keine Sorge, ich verrate nichts! 😉

Insgesamt hat Weir einen wirklich guten, spannenden, unterhaltsamen Roman geschrieben, den ich bestimmt irgendwann nochmal lesen werde.

Wenn man einen Kritikpunkt anbringen möchte, dann den, dass die Logbucheinträge von Watney überaus viele technische Vorgänge beschreiben, von Trinkwasseraufbereitung über Treibstoffherstellung bis hin zur Funktionsweise eines Radioisotopengenerators (Notiz für mich: Radioisotopengenerator für die nächste Scrabble-Runde merken!), alles wird einem erklärt, ob man es versteht, oder nicht. Ein Fest für Naturwissenschaftler, Astrophysiker und Trekkies! Ich bin Ersteres nicht, Zweiteres schon gar nicht und Letzteres nur bedingt…Trotzdem haben mir diese Beschreibungen gut gefallen, auch wenn ich niemals nachprüfen könnte, ob das alles stimmt und funktioniert, was Mr. Weir da so schreibt. Ich könnte mir aber vorstellen, dass einige Leser davon bzw. damit gelangweilt oder überfordert sind.

Der Film: Stichwort Popcorn-Kino: „Der Marsianer“ soll verfilmt werden, und zwar von Ridley Scott („Alien“ usw.) und mit Matt Damon in der Hauptrolle. Man darf gespannt sein…

Wertung: 8,5 von 10 möglichen Punkten

Gar nicht mal so gut – „Tödliches Rendezvous“ von Beate Maxian

Buch: „Tödliches Rendezvous“

Autorin: Beate Maxian

Verlag: Goldmann

Ausgabe: Taschenbuch, 316 Seiten

Die Autorin: Beate Maxian, geboren 1967, ist eine süddeutsche Autorin, die jetzt in Vöcklabruck in Österreich lebt. Sie hat bereits mehrere Kriminalromane veröffentlicht, dazu noch viele Kriminalerzählungen. Sie ist verheiratet mit dem Musiker Jeff, wer immer das sein möge, und verdient mit dem Schreiben tatsächlich unfassbarerweise Geld…

Das Buch: Sarah Pauli ist freie Mitarbeiterin bei einer Wiener Tageszeitung. Zu ihren Jobs gehört es, der Enthüllungsjournalistin Hilde Jahn zuzuarbeiten. Als Hilde Jahn ermordet aufgefunden wird, bekommt Sarah Pauli ihren Platz und versucht, die Geschichte, an der Jahn gearbeitet hat, zu entschlüsseln. Und gerät darauf bald selbst in das Visier des Täters…

Fazit: Zugegeben, es war wieder länger still in meinem Blog als ich das eigentlich wollte… Bedankt Euch bei Frau Maxian, die ist dafür mitverantwortlich! Ja, meine kurze Inhaltsangabe liest sich vielleicht ganz spannend. Und man hätte daraus vielleicht sogar ein recht spannendes Buch machen können…Hat man aber nicht. Ohne Frau Maxian zu nahe treten zu wollen, aber „Tödliches Rendezvous“ hatte den Charme einer 316-seitigen literarischen Wurzelbehandlung!!!! Warum? Nun…

…Es fängt mit der Hauptfigur an: Ja, Sarah Pauli hat ein hartes Schicksal: a) Ihre Eltern sind tot. Bei einem Verkehrsunfall gestorben. Und b) Ihr Bruder ist promiskuitiv. Möglicherweise wegen a), wer weiß das schon so genau?… Dennoch habe ich von Anfang an keinen Zugang zu dieser Person bekommen.

…Es geht mit den Gedankengängen und Beschreibungen dieser Person weiter. Kostproben? Gerne:

„Es war immer wieder erstaunlich, welch einwandfreien Ruf ihr Bruder genoss.Würde eine Frau das Gleiche tun wie er, wären Nutte und Schlampe wohl noch die harmlosesten Betitelungen. Das 21. Jahrhundert mochte draußen auf der Straße bereits angebrochen sein, aber wenn es um Moralvorstellungen ging, herrschte in den Köpfen mancher Menschen tiefstes Mittelalter.“ – Liebe Frau Maxian, das mag ja so sein, und das ist dann auch irgendwie tragisch, aber das wurde schon sooooo oft durchgekaut, dass Ihre erneute Verwendung dieses Themas sogar Alice Schwarzer schamhaft erröten liesse. Und das will bekanntlich etwas heißen…

Ein weiteres Beispiel: Sarah und ihr Chefredakteur unterhalten sich über Sarahs Hang zum Aberglauben:

Er: „Also doch eine Art Wissenschaft?“
Sie: „Wenn Du willst, nenne es Wissenschaft, ich nenne es mein Hobby!“

Er: „Faszinierend! Was ist mit Hexen und Dämonen?“

Sie: „Die sind natürlich aus unserem Weltbild verschwunden. Die Dämonen unserer Zeit tragen andere Masken. Umweltzerstörung, Fremdenhass, Radikalismus!“

Auch richtig, Frau Maxian! Aber BITTE, echt jetzt, geht´s vielleicht plakativer!? Der Zaunpfahl tut mir immer noch im Genick weh…

Und zu guter Letzt gipfelt das Ganze in der Feststellung:

„Wer weiß. wie viele Vergewaltigungen es noch geben würde, wenn es keine Huren gäbe?“

Nicht nur im Bereich der Hauptpersonen, sondern auch stilistisch neigt Frau Maxian nicht gerade dazu, ihre Leser zu überfordern. Teilweise liest sich das Ganze wie das Resultat des Beschlusses einer 14-jährigen, die sagt: „Och, ich schreib ma ´n Buch…!“

Und inhaltlich? Nun ja, es geht darum, dass jemand in Wien arbeitslose Frauen umbringt. Es geht auch um geheime Prostitution. Wesentlich spannender hätte es werden können, hätte man sich auf letzteres Thema beschränkt. Hat man aber nicht… Ich versuche das Ganze mal aufzudröseln: „SPOILER“  Also, Hilde Jahn arbeitet an einer Reportage und wird dabei von einem vermeintlichen Informanten getötet, der sich seinerseits damit beschäftigt, arbeitslose Frauen über 40 zu ermorden. Na, irgendein Hobby braucht der Mensch ja. Und Hilde Jahn war ihm auf der Schliche, störte also. Jedenfalls, die Polizei geht im Falle der mittlerweile 5 Toten teilweise von Selbstmord und/oder Unfällen aus. Und selbst nachdem der Mörder quasi gestanden hat: „Ja, ich hab die alle fünf umgebracht!“, erfährt man nicht, WIE. Ich meine, es gehört schon einiges dazu, jemanden so über die Wupper gehen zu lassen, dass die Polizei meint, es sei ein Verkehrsunfall. Ohne sich dabei selbst zu verletzen… Auch die Begründung, warum der Mörder diese Frauen umbringt, klingt skurril. Eigentlich zur Statistikverschönerung!!! Mehr nicht! Entschuldigung, sogar Hannibal Lecter hatte seinerzeit plausiblere Gründe…

Langer Rede kurzer Sinn: So sehr ich auch mit „Das Dorf der Mörder“ von Elisabeth Herrmann Spaß hatte, so sehr habe ich mich durch „Tödliches Rendezvous“ gequält. Und ich weiß jetzt halt DOCH wieder, warum ich selten deutsche Krimis lese. Also: Hände weg von diesem Machwerk, Ihr Liebhaber der qualitativ hochwertigen Literatur!!!

Wertung: 3 von möglichen 10 Punkten. Zwei, weil ich nett bin. Und einen, weil Frau Maxian in der Lage ist, fehlerfreie Sätze zu schreiben…

Abgründe tun sich auf – „Das Dorf der Mörder“ von Elisabeth Herrmann

Buch: „Das Dorf der Mörder“

Autor: Elisabeth Herrmann

Verlag: Weltbild

Ausgabe: Taschenbuch, 476 Seiten

Die Autorin: Elisabeth Herrmann, geboren 1959 in Marburg an der Lahn, ist Schriftstellerin sowie Drehbuch- und Hörspielautorin. Bereits mit ihrem ersten Roman „Das Kindermädchen“ aus dem Jahr 2005 gewann sie Auszeichnungen. Seitdem veröffentlichte Herrmann zwei historische Romane und mehrere Krimis, u. a. die mit Jan Josef Liefers verfilmte Reihe um den Berliner Anwalt Joachim Vernau. Elisabeth Herrmann lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

Das Buch: Im Berliner Tierpark werden Leichenteile im Gehege der Pekaris gefunden. (Achtung, Information! Falls Ihr mal beim Jauch sitzt: Pekaris, auch Nabelschweine genannt, sind in Mittel- und Südamerika lebende Schweine. Eigentlich sind die ganz niedlich, verfügen aber über dolchartige Zähne, mit denen sie zu einem ernst zu nehmenden Gegner für ihre natürlichen Feinde, Jaguar und Puma, werden können). Die Streifenpolizistin Sanela Beara ist als erste vor Ort und befragt die Zeugen. So auch die in der Futtertierzucht arbeitende Charlotte Rubin, genannt Charlie. Nichts ahnend wird Sanela kurz darauf hinterrücks niedergeschlagen – von Charlotte Rubin. Rubin wird daraufhin festgenommen und legt auch im Hinblick auf die sterblichen Überreste im Pekari-Gehege ein Geständnis ab. Schon scheint der Fall abgeschlossen. Nur Sanela erscheint das alles viel zu einfach. Sie mag nicht so recht an Charlies Schuld glauben und stellt eigene Nachforschungen an.

Um die Zurechnungsfähigkeit von Charlie Rubin zu klären, wird sie zu regelmäßigen Terminen bei der Psychologie-Koryphäe Prof. Dr. Dr. Gabriel Brock gebracht. Er soll ein Gutachten für das Gericht erstellen. Charlie verweigert allerdings jegliche Zusammenarbeit, lediglich zu Jeremy Saaler, Diplom-Psychologe in der Facharztausbildung und bei Brock tätig, fasst sie ein gewisses Vertrauen.

Aufgrund einiger Äußerungen die Charlie im Gespräch macht,  versucht Saaler herauszufinden, was ihr in ihrer Kindheit auf einem Bauernhof im Dorf Wendisch Bruch zugestoßen ist. Und auch Sanela Beara führen ihre Ermittlungen nach Wendisch Bruch – dem „Dorf der Mörder“…

Fazit: Ich lese eigentlich relativ wenig deutsche Krimis. Nach Büchern wie diesem habe ich dafür aber mal überhaupt keine Argumente mehr. Vielleicht sollte ich meine Einstellung ändern.

Elisabeth Herrmann hat mit „Das Dorf der Mörder“ einen rundherum gelungenen Krimi geschrieben. Gerade nach dem Hauptfiguren-Desaster im zuletzt von mir rezensierten Buch waren mir die Polizistin Sanela Beara und der Psychologe Jeremy Saaler ausgesprochen sympathisch. Trotz der eher individuellen Namen. Gut, die erklären sich dadurch, dass Beara aus Kroatien stammt und Jeremys Vater heißt Jason, der Apfel fällt da nicht weit vom Stamm. Aber mal ehrlich: Jeremy!!! Na, Geschmackssache. Dennoch, beide Figuren sind gut beschrieben. Hier die übereifrige Polizistin, die immer mehr können will als alle anderen und sich für höhere Aufgaben geboren sieht (und die mich mit ihrer „Herr-Lehrer-ich-weiß-was-Art“ zu Beginn des Buches schon fast anfing zu nerven), dort der angehende Arzt, der aber überhaupt noch nicht weiß, ob das alles wirklich das Richtige für ihn ist und der sich schwer tut, aus dem Schatten seines berühmten aber lieblosen Vaters zu treten.

Bei dieser Konstellation bietet sich an, bei der Erzählung der Geschichte oft zwischen den Einzelpersonen hin und her zu springen. Das tut Eisabeth Herrmann auch und das macht Spaß zu lesen. Immer wenn man denkt, man müsste dem Rätsel jetzt auf den folgenden ein, zwei Seiten bestimmt wieder ein Stück näher kommen, immer dann ist das Kapitel zu Ende und die Perspektive wechselt.

Nachdem ich der Autorin schon bei den Charakteren und dem Erzählstil kaum etwas vorwerfen kann, muss ich dann aber im Bereich der Handlung etwas gefunden haben, oder!? Na ja, ehrlich gesagt: Wenig! Die Geschichte hat mich durchaus gefesselt und auch wenn ich die eine oder andere Wendung der Handlung schon erahnt habe, tat das dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Lediglich zwei Dinge habe ich zu anzumerken. Nicht zu kritisieren, nur anzumerken:

Punkt 1: Der Mord im Tierpark ist schon wirklich grenzwertig widerlich! Nur zur Erläuterung: Der arme Mann wird mit Medikamenten betäubt, ist aber bei Bewusstsein. Er kann sich eben nur nicht bewegen oder gar wehren. Dann wird er im wahrsten Sinne des Wortes den mit Blut geköderten Pekaris zum Fraß vorgeworfen. Er hat bereits so anderthalb Gliedmaßen verloren, bevor er an einem Biss in die Kehle und letztlich am Blutverlust stirbt. Da stelle ich dann mal die Frage: Frau Herrmann, muss das denn sein? Hätte man den nicht einfach mit ´nem Trecker überfahren können, von mir aus mit ´nem Mähdrescher? Das hätte auch in den Kontext gepasst! Man muss es nicht immer übertreiben.

Und Punkt 2: Die zweite Hälfte des Buches würde ich mal als sehr „bedrückend“ beschreiben. So nach und nach stellt sich heraus, was damals in dem kleinen Ort Wendisch Bruch passiert ist. Und das ist nichts für zarte Gemüter, so rein psychologisch gesehen. Ich kann darauf leider nicht näher eingehen, ohne zu spoilern.

Generell kann ich jedem, der nicht ganz so zartbesaitet ist und mal wieder einen guten deutschen Krimi lesen möchte, dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Alle anderen, die nicht so viel vertragen, warten vielleicht lieber noch ein gutes halbes Jahr, bis die Tage wieder länger geworden sind, die Sonne wieder scheint und die Vögel wieder zwitschern und lesen es dann.

Wertung: 8,5 von 10 möglichen Punkten

Leichen pflastern seinen Weg – „Der Wille des Königs“ von Royce Buckingham

Buch: „Der Wille des Königs“

Autor: Royce Buckingham

Verlag: Blanvalet

Ausgabe: Broschiert, 573 Seiten

Der Autor: Royce Buckingham, Jahrgang 1966, ist studierter Jurist und mittlerweile als Autor tätig. Er lebt und arbeitet in Bellingham im US-Bundesstaat Washington. Nach einigen bislang nur auf englisch erschienenen Büchern gelang es Buckingham, mit dem Fantasy-Roman „Die Karte der Welt“ auch hierzulande einer breiteren Leserschaft bekannt zu werden. „Der Wille des Königs“ ist der Nachfolgeroman.

Das Buch: Das Land Artung wird von neun Klans beherrscht, die seit Jahren einen unerbittlichen, blutigen und verlustreichen Krieg gegeneinander führen. Daher bittet der Anführer („Drottin“) des Hügelkuppenklans, Kellen Krystal, den König des benachbarten Landes Fretwitt um Hilfe. König Schwarzwasser mobilisiert darufhin seine Truppen, marschiert in Artung ein, schlägt den nur halbherzigen Widerstand einzelner Klans nieder und sorgt für einen dauerhaften Frieden. Der einzige Nachteil: Die Klans, vorher frei und unabhängig, müssen ihm Gefolgschaft schwören und sind fortan seine Vasallen.

Nach der Befriedung Artungs dehnt König Schwarzwasser seinen Einflussbereich auch auf den jenseits des Meeres gelegenen Kontinent und das Land Abrogan aus. Dafür braucht er kräftige Männer, die als Soldaten, Bauarbeiter oder Handwerker den neuen Einflussbereich erschliessen sollen. Diese Männer fordert er auch vom Drottin des Hügelkuppenklans ein.

Kellen Krystal gehorcht und schickt ihm seine Söhne Dano, Ian und Kerr zusammen mit ca. 40 weiteren Kriegern. Ian wird von seinem Vater zum Drottin des Kontingents bestimmt. In Abrogan angekommen werden die Klanskrieger erstmal zu Straßenbauarbeiten herangezogen, relativ schnell jedoch zu einer kämpfenden Einheit befördert. In der Folge macht sich Ian Krystal bei der Bevölkerung Abrogans einen Namen, indem er versucht, durch Verhandlungen und nicht durch das Schwert zum Ziel zu kommen. Letztlich befördert ihn Bryss, der Neffe des Königs und in dessen Namen als Statthalter vor Ort eingesetzt, sogar zum Anführer eines der drei in Abrogan stationierten Truppenteile.

Alles könnte also gut sein für Ian Krystal und seinen Hügelkuppenklan, wäre da nicht König Schwarzwasser. Der nämlich kann sich mit dem Gedanken an einen „Wilden“ an der Spitze seiner Truppen ebenso wenig anfreunden wie mit Krystals Versuchen zur Konfliktvermeidung. Schwarzwasser plant nämlich nichts anderes als die Eroberung des gesamten Landes…

Fazit: Ja, ich gebe es ja zu: Ich mag das Fantasy-Genre. Deswegen ist das auch schon das dritte Buch aus diesem Genre, das ich in recht kurzer Zeit rezensiere. Und Ihr müsst jetzt ganz, ganz stark sein: Es werden bestimmt noch weitere folgen, da müsst Ihr wohl durch! 😉

Royce Buckingham bedient sich in seinem Buch massenhaft im 1×1 der Fantasy-Literatur: Man nehme eine fremde Welt, füge eine altbekannte „Gut-gegen-Böse“-Thematik ein, die vorzugsweise mit der Rettung ebendieser Welt endet, und multipliziere es mit einer heroischen Hauptfigur. Fertig ist „Der Wille des Königs“.  Das ist alles ganz gut und schön – nur mutig ist das nicht. Aber mal von vorne:

Ian Krytal zieht mit seiner Gruppe Klanskrieger durch den noch unbekannten Norden Abrogans. Die perfekte Voraussetzung, um eine schöne Geschichte über die Abenteuer zu erzählen, die sie unterwegs erleben. Genau das tut Buckingham auch, und das macht er auch ziemlich gut. Leider hält er sich stattdessen weniger mit der Beschreibung seiner Charaktere auf. Als da wären z.B.

Ian Krystal: Ein derartig kantenloser Protagonist ist mir schon länger nicht mehr untergekommen. Ich erwarte ja keinen soziopathischen Schlagetot, aber ein wenig unangepasster als Ian, ja, das wäre schon schön gewesen. Der Mann möchte immer alles richtig machen, und er macht das auch fast immer. Man multipliziere Robin Hood mit sich selbst und erhält Ian Krystal!

Petrich: Der Vetter von Ian Krystal ist der einzige Überlebende eines Angriffs auf seinen Klan und daher in Ians Klan aufgewachsen. Mit seiner schmächtigen Statur ist er eher wenig zum kämpfen geeignet und stellt so etwas wie den Gegenpart zum strahlenden Helden Ian dar: Von allen gemieden oder zumindest misstrauisch beäugt und dennoch stets bestrebt, ein Held zu werden… Puuuh…

König Schwarzwasser: Der „Bösewicht“ erinnerte mich immer irgendwie an den Sheriff von Nottingham…

Schade eigentlich, dass sich der Autor nicht mehr Zeit für die Entwicklung der Charaktere genommen hat. Das wiederum macht es dem Leser aber auch einfacher, wenn man sich in der zweiten Hälfte des Buches befindet. Dort nämlich dreht Mr. Buckingham mächtig an der Action-Schraube. Ein Kampf jagt den nächsten, ein ganzer Krieg bricht aus. Dass das nicht alle überleben, dürfte klar sein. Die lapidare Art und Weise, mit der der Autor Haupt- und Nebenfiguren in vier Zeilen mal eben ins Walhalla schreibt, war aber schon grenzwertig. (Markus Heitz konnte das in seiner „Zwerge“-Trilogie auch: Wahllos wurden beiläufig Haupt- und Nebenfiguren in Nebensätzen um die Ecke gebracht, alles was eine Sprechrolle hatte, schwebte fortan in permanenter latenter Todesgefahr. Ich dachte, diesen Fehler würde nach Heitz keiner mehr machen…) Da wiederum kommt mir als Leser aber die mangelnde Ausarbeitung der Charaktere zugute: Wen auch immer es traf – es war mir schlichtweg egal. Während ich bei George R. R. Martins „Lied von Eis und Feuer“ minutenlang konsterniert auf die Seite starren kann, weil Mr. Martin mal wieder eine liebgewonnene Hauptperson umbringt und ich jedesmal denke „Das kann er doch jetzt nicht machen!“, so dachte ich bei R. Buckingham maximal sowas wie: „Tja, Pech! Wärste halt mal schneller gelaufen!“

Trotz der vorgebrachten Kritik hat mich „Der Wille des Königs“ trotzdem gut unterhalten. Weil die Geschichte eben gut ist, weil Buckingham viele, kleine, abwechslungsreiche Einfälle hat. Und mehr als „hat mich gut unterhalten“ kann man von einem Fantasy-Roman wohl auch kaum erwarten.

Wertung: 7 von 10 möglichen Punkten

Hohes Tempo und leere Seiten – „Inferno“ von Dan Brown

Buch: „Inferno“

Autor: Dan Brown

Verlag: Bastei Lübbe

Ausgabe: Taschenbuch, 685 Seiten

Der Autor: Dan Brown, Jahrgang 1964, sollte man nun wirklich nicht mehr vorstellen müssen. Seit seinem Debütroman „Diabolus“, spätestens aber seit der Erfindung der Hauptfigur Robert Langdon und den Romanen „Illuminati“, „Sakrileg“ und „Das verlorene Symbol“ ist Dan Brown bei der weltweiten Leserschaft so bekannt wie ein bunter Hund. Dabei ist, meiner bescheidenen Meinung nach, eigentlich sein Buch „Meteor“ aus dem Jahr 2001 sein bestes. Gelesen habe ich sie alle…

Das Buch: Robert Langdon, Professor für Kunstgeschichte und Symbolologie an der Universität von Harvard, erwacht verletzt in einem Krankenhaus. Er wähnt sich in Boston, doch entsetzt stellt er fest, dass sich das Krankenhaus in Florenz befindet und er sich an die zwei zurückliegenden Tage nicht erinnern kann…

Noch während Langdon versucht, sich in der Situation zurecht zu finden, betritt eine offensichtlich auf ihn angesetzte Killerin das Gebäude und erschießt einen Arzt. Langdon flieht zusammen mit seiner behandelnden Ärztin Sienna Brooks.

In Brooks Wohnung erfährt Langdon, dass er bei der Einlieferung ins Krankenhaus einen Faraday-Pointer, einen batterielosen Laserpointer, dabei hatte. Langdon richtet den Pointer auf die Wand, und dort erscheint ein Bild von Botticellis „Mappa dell´Inferno“, eines auf der „Göttlichen Komödie“ von Dante Alighieri basierenden Gemäldes. Dieses Gemälde wurde jedoch an einigen Stellen verändert.

Langdon ist in seinem Element. Er versucht, heraus zu bekommen, was ihm diese Änderungen sagen sollen. Und natürlich sein Gedächtnis wieder zu erlangen.  An der Seite von Sienna Brooks beginnt für ihn eine kunstgeschichtliche Schnitzeljagd die zu einem Wettlauf mit einem wahnsinnigen WIssenschaftler um den Fortbestand der Menschheit ausartet…

Fazit: Schaden macht nicht klug. Nur so kann ich mir erklären, warum ich mir „Inferno“ gekauft habe, obwohl ich Browns letztes Buch „Das verlorene Symbol“ ungefähr so spannend fand, wie eine Folge von „Deutschlands beste Bäcker“ im ZDF. Wer diese valiumähnlich wirkende Backwerk-Folter einmal gesehen hat, der weiß, was ich meine. Aber das ist ein anderes Thema…

Wider Erwarten fühlte ich mich aber von „Inferno“ gut unterhalten, auch wenn ich nicht gerade in Jubelstürme ausgebrochen bin. Wenn man seine bisherigen Bücher gelesen hat, dann ist Mr. Brown halt kaum noch in der Lage, seine Leser so wirklich zu überraschen. Er macht eben vieles wie immer:

Er schreibt kurze Kapitel, immerhin 104 Kapitel auf gut 680 Seiten. Zusätzlich dazu zieht die Handlung, die gerade mal einen einzigen Tag beschreibt, das Tempo ziemlich an. Brown hastet atemlos von einem Schauplatz zum nächsten. Langdon kommt dabei recht viel herum. Florenz, Venedig, Istanbul, in 24 Stunden. In gewohnter Weise klappert er dabei eine Sehenswürdigkeit nach der anderen ab und versucht, ein Geheimnis nach dem anderen zu entschlüsseln. Das alles erinnert schon sehr an „Sakrileg“ etc., aber wenn ich Dan Brown lese, erwarte ich mittlerweile auch genau das. Insofern macht er halt vieles wie bisher, aber nichts wirklich schlecht.

Ähnlich wie Frank Schätzing, so ist auch Dan Brown in der Lage, dem Leser zusätzliches Wissen zu vermitteln. Über die historischen Bauten Florenz´, Venedigs und Istanbuls, über Dante und seine „Göttliche Komödie“ oder auch über Genforschung und die Aussichten der Menschheit angesichts immer stärker werdender Überbevölkerung. (Sieht nicht gut aus, echt nicht…) Brown macht das nur etwas subtiler als Schätzing. Und auch wenn ich sicher bin, das meiste davon bald wieder vergessen zu haben (bis auf das mit der Überbevölkerung…), fand ich das schon ganz interessant.

Wer also in der Vergangenheit „Sakrileg“ etc gelesen hat, und wem die Brown-Bücher gefallen haben, der sollte sich auch „Inferno“ nicht entgehen lassen.

Abschließend muss ich aber unbedingt noch erwähnen, was mich an diesem Buch am meisten gestört hat:

Das Text-Layout!!! Das klingt erstmal harmlos, aaaaber… Irgendein findiger Layouter im Verlag hat sich gedacht, dass es doch hübsch wäre, wenn die Kapitel immer auf ungeraden Seiten, also rechts, begännen. Das wiederum führte dazu, dass man, wenn ein Kapitel auf einer ungeraden Seite endet, man dann die folgende gerade Seite leer gelassen hat. Ganz leer! Das wiederum führt dazu, dass dieses Buch mit angeblich über 680 Seiten, genau 53 leere Seiten enthält!!! Einfach nur leere Seiten!!! Ganz leer!!! So mit gar nix drauf halt!!! Ja, Ihr habt´s begriffen, ich weiß… Trotzdem, so etwas in einem Buch zu machen, dass sich im Plot mit Überbevölkerung, der daraus resultierenden Ressourcenknappheit, und den wiederum daraus resultierenden Folgen auseinandersetzt (wie gesagt, sieht nicht gut aus…), in so einem Buch kann man sowas nicht machen, finde ich. Das wirkt irgendwie zynisch.

Und bevor mich jemand fragt: Ja, ich habe die leeren Seiten gezählt! Keine Ahnung, wieso! 😉

Wertung: 7,5 von 10 möglichen Punkten

„In der Tat“ – „Planetenwanderer“ von George R. R. Martin

Buch: „Planetenwanderer“

Autor: George R. R. Martin

Verlag: Heyne

Ausgabe: Broschiert, 511 Seiten

Der Autor: Es soll ja weltweit so sechs, sieben Personen geben, die George R. R. Martin noch nicht kennen. (Was bei mir auf völliges Unverständnis stößt 😉 )  Denen sei gesagt: George R. R. Martin wurde 1948 in Bayonne im amerikanischen Bundesstaat New Jersey geboren und betätigt sich als Schriftsteller, Drehbuchautor und Produzent. Martin begann bereits Anfang der 70er mit der Veröffentlichung von Science-Fiction-Geschichten. Dem deutschen Publikum ist er allerdings erst seit dem Erscheinen der (meiner Meinung nach) genialen Fantasy-Reihe „Das Lied von Eis und Feuer“ ein Begriff. „Das Lied von Eis und Feuer“ ist die Buchvorlage für die ebenso geniale Serie „Game of Thrones“, die unfassbarerweise beim aber mal gar nicht so genialen Fernsehsender RTL II zu sehen ist.

Das Buch: Haviland Tuf ist ein interplanetarer Händler, der mit seinem Raumschiff „Füllhorn der Exzellenten Güter und Niedrigen Preise“ von Planet zu Planet tingelt und auf diese Weise eigentlich ein bescheidenes Auskommen hat. Durch ein misslungenes Geschäft und dem damit verbundenen finanziellen Engpass sieht sich Tuf jedoch gezwungen, entgegen seiner sonstigen Gewohnheiten, Passagiere zu befördern. Diese Passagiere sind auf der Suche nach einem sogenannten „Saatschiff“, einem mit allen nur denkbaren Gerätschaften der Gentechnik ausgestattetem Raumschiff einer längst untergegangenen Flotte. Letztlich wird Tuf jedoch selbst Eigentümer dieses Saatschiffs und beginnt eine Karriere als Ökoingenieur, um Menschen zu helfen, deren Heimat auf ein ökologisches Desaster zusteuert – natürlich gegen Bezahlung.

Fazit: Wenn einem Schriftsteller mit einem Buch, oder, wie im Falle von George R. R. Martin, einer Buchreihe, der internationale Durchbruch gelingt, dann neigen Verlage dazu, in der Folge alles auf den Markt zu werfen, was der Autor bzw. die Autorin jemals geschrieben hat. Dann ist als Leser Vorsicht geboten. Denn wenn diese Bücher qualitativ mit den neueren Werken mithalten könnten, wäre dem Autoren oder der Autorin eben schon früher besagter Durchbruch gelungen, oder…!?Daher war ich auch angemessen skeptisch, als ich zu „Planetenwanderer“ gegriffen habe, das George R. R. Martin bereits 1986 geschrieben hat. Aber hey, es stand ja George R. R. Martin drauf, letztlich Grund genug, einfach zuzugreifen. Ein Fehler? Ein klares, definitives jein.
Der Einstieg in das Buch fiel mir dann jedoch alles andere als leicht. Auf den ersten 150 Seiten beschäftigen sich Tufs Passagiere damit (ohne damit zuviel zu verraten), sich gegenseitig zu eliminieren. Das las sich ein wenig wie „Alien“ für Arme. Und das hatte ich so auch nicht erwartet. Dann jedoch bekommt Mr. Martin in beeindruckender Weise die Kurve. Haviland Tuf reist nun von Planet zu Planet, immer auf der Suche nach einer ökologischen Katastrophe, die es zu beseitigen gilt. Dabei kommt Tuf auch immer wieder am Planeten S´uthlam vorbei, deren Bewohner einfach nicht einsehen wollen, dass sie, äähm, zuviel, und zu oft, äähm, also sie,…, sie sind eben sehr zeugungsfreudig und steuern dadurch permanent auf eine drohende Hungersnot zu. Nur leider wird den S´uthlamesen von ihrer Kirche gesagt, dass eben genau dieser Lebenswandel der richtige sei. Und eine Religion kann man halt eben nicht einfach so ändern, oder…!?
Immer wenn George R. R. Martin solche Themen aufgreift, sei es Überbevölkerung, Ressourcenarmut, Auswirkungen der Eingriffe des Menschen in ein ökologisches System, Freiheit des Einzelnen, Religion, und noch vieles andere, dann bekommt „Der Planetenwanderer“ einen leicht philosophischen Einschlag mit dezent erhobenem Zeigefinger – das fand ich wirklich gut.
Damit dem Leser das Ganze dann aber nicht zu schwer im Magen liegt, hat uns George R. R. Martin seine Hauptfigur Haviland Tuf geschenkt. Prägnanter kann ein Protagonist kaum sein: Etwa 2,5 Meter groß, kalkweiße Haut, imposantes Wohlstandsbäuchlein, gestelzte Ausdrucksweise mit ständiger Verwendung der Floskel „In der Tat“ und ein intensives Verhältnis zu Katzen. Das alles entbehrt nicht einer gewissen Komik. Wenn man sich die äußeren Merkmale mal wegdenkt, fühlte ich mich an Sheldon Cooper aus „The big bang theory“ erinnert. Sowohl was die Ausdrucksweise angeht, als auch die Abneigung gegen solche Dinge wie anfassen oder gar Hände schütteln. Eine solche Figur kann man mögen, muss man aber nicht. Ich mag Haviland Tuf. Und daher mochte ich letztlich auch das Buch ganz gerne. Dennoch: Wenn es eine Fortsetzung gäbe, würde Haviland ohne mich weiter durch die Galaxis reisen. Ich beschäftige mich dann in Zukunft lieber wieder mit den Büchern 6 – 10 von „Das Lied von Eis und Feuer“!

Wertung: 7 von 10 möglichen Punkten