„ZERO“ von Marc Elsberg – Ceterum censeo…

sBuch: „Zero“ (2014)

Autor: Marc Elsberg

Verlag: blanvalet

Ausgabe: Taschenbuch, 495 Seiten

Der Autor: Marc Elsberg ist das Pseudonym eines 1967 in Wien als Marcus Rafelsberger geborenen österreichischen Schriftstellers. Nach dem Abitur, resp. der Matura, studierte er Industriedesign an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Anschließend war er als Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Hamburg und Wien tätig.

Bereits im Jahr 2000 veröffentlichte Elsberg mit „Saubermann“, einem satirischen Roman, sein erstes Buch. Und trotz der folgenden Bücher „Das Prinzip Terz“ (2004), „Menschenteufel“ (2009) und „Wienerherz“ (2011) wurde Elsberg einer wirklich größeren Leserschaft erst durch sein Buch „Blackout“ (2012) bekannt. Dieses Buch beschäftigt sich mit dem (hypothetischen) Zusammenbruch des gesamten bundesweiten Stromnetzes. Ich kann es nur wärmstens empfehlen!

Und kaum hatte ich mir „ZERO“ zu Gemüte geführt, wurde ich durch die gestrige, sehr lesenswerte Rezension vom laberladen darüber aufgeklärt, dass es da mit „Helix“ schon ein weiteres Buch des Herrn Elsberg gibt. Da es den Anschein hat, dass „Helix“ sich qualitativ in ähnlichen Sphären bewegt, werde ich es wohl bald lesen müssen. 😉

Das Buch: Cynthia Bonsant ist Anfang 40 und Journalistin bei der britischen Zeitung „Daily“. Und sie ist alles andere als technikaffin. Beim Umzug des „Daily“ in neue technisiertere Büroräume flackern plötzlich auf der großen Videoleinwand Bilder auf, in denen zu sehen ist, wie sich Drohnen in den Urlaubssitz des US-Präsidenten einschmuggeln. Gesteuert werden diese Drohnen von „ZERO“, einer Internet-Aktivistengruppe, der die Freiheit der Menschen und ihrer Daten am Herz liegt. Und die in der Öffentlichkeit bislang weitestgehend ignoriert wurde. Eine Art „Anonymous“ für Arme, quasi.

Mit dem sogenannten „Presidents Day“, den ZERO durchgeführt hat, ändert sich alles. Die Zugriffszahlen auf die bisher veröffentlichten Videos steigen sprunghaft an. Und so wird ZERO auch für den „Daily“ interessant. Daher wird Cynthia damit beauftragt, ZEROs Spur aufzunehmen. Ihr zur Seite steht der junge Computerexperte Chander.

Die Spuren der beiden Journalisten führen bald zur Internetplattform „Freemee“. „Freemee“ hat ein geniales Geschäftsmodell, dass sich umreißen lässt mit der Beschreibung: Google, Facebook, Amazon und Co. schöpfen Deine Daten ab, ohne, dass Du weißt, was sie damit tun. Bei Freemee kannst Du Deine Daten bewusst freigeben – und damit sogar Geld verdienen! Und anhand Deiner Daten kann Dir Freemee als Gegenleistung anhand unserer ActApps sogar sinnvolle Tipps für Dein Leben geben! Und Millionen Menschen machen dabei mit!

Mit ihren Recherchen bringt Cynthia jedoch sich, ihren Kollegen Chander und ihre Tochter in Gefahr…

Fazit: „Marc Elsberg, Moment, ist das nicht der Typ, der…“ dachte mein Hirn in der Buchhandlung, bis mein Blick auf den Aufkleber in der unteren, rechten Ecke des Buches fiel und auf dem stand: „Vom Autor des Bestsellers „Black Out“! …“der „Black Out“ geschrieben hat!?“, dachte mein Hirn noch schnell zu Ende.

Nein, ich werde mich nicht wieder über Aufkleber echauffieren. Nur so viel: Lieber Blanvalet-Verlag, ich wäre auch von selbst auf die Idee gekommen, wer denn nun Marc Elsberg ist, auch ohne euren beschissenen unnötigen Aufkleber! Aber offensichtlich rechtfertigt diese klebende Gedächtnisstütze ihre Herstellungskosten durch erhöhte Verkaufszahlen. Also, was solls!?

Nun hab ich mich irgendwie doch wieder über Aufkleber echauffiert. Eine viel bessere Idee wäre es, endlich mal etwas über „ZERO“ zu schreiben:

In meiner Rezension von vorgestern schrieb ich: „Wer mich näher kennt oder meinen Blog seit längerer Zeit aufmerksam verfolgt…“

Und auch diesmal taugt das als Einstieg, denn wer mich näher kennt oder meinen Blog seit längerer Zeit aufmerksam verfolgt, der weiß, dass ich manchen Bereichen der modernen Technik und so ziemlich allen Bereichen des sogenannten social media negativ gegenüberstehe:

Ich sehe keinen tieferen Sinn in der Möchtegern-Aphorismen-Schleuder „Twitter“, die mit nur 160 Zeichen alles abwürgt, was ich möglicherweise zu sagen hätte.

Ich sehe keine tieferen Sinn in Instagram. Es gibt kaum Fotos von mir aus den letzten zwei Jahrzehnten.

Ich sehe auch keinen tieferen Sinn in Facebook, weil ich die letzten 12 Jahre auch überlebt habe, ohne dass mir Freunde, die ich nicht kenne, Fotos ihres Schnitzels aus dem Urlaub im Harz geschickt haben!

Insofern müsste ja ein Buch wie „ZERO“ bei mir auf fruchtbaren Boden fallen. Und – oh, Wunder – das tut es auch.

Allerdings gefällt mir auch nicht alles so wirklich gut in „ZERO“. Da wäre zum Beispiel die Protagonistin: Cynthia ist Anfang 40 , macht aber den Eindruck, als sei sie Anfang 140. Cynthia hat von moderner Technik noch erheblich weniger Ahnung als ich und tut das in regelmäßigen Abständen kund. Das wäre ja noch in Ordnung, im Laufe der Handlung mutiert sie allerdings phasenweise zu einer Art Bond-Girl. Und das nehme ich ihr irgendwie nicht ab.

Abgesehen von der Hauptdarstellerin der Veranstaltung habe ich allerdings tatsächlich wenig zu meckern. Stilistisch gibt es keine Ausfälle nach oben oder unten, sondern man hat hier eine Spannungsroman, der, ja, schlicht und einfach gut zu lesen ist – obwohl ich diese Phrase hasse, weil es meistens eine ist.

Das große Plus des Buches ist glücklicherweise die Handlung. Über die kann man aber schwer schreiben, ohne zu spoilern. Deshalb kurz: Elsberg kommt größtenteils ohne große, dramatische Actionszenen aus. Aber wer die nicht braucht, wer sich ansatzweise für social media und alles, was damit zusammenhängt – auch die Probleme – interessiert, für den ist „ZERO“ ganz bestimmt etwas!

Wertung:

Handlung: 10 von 10 Punkten

Stil: 8,5 von 10 Punkten

Chraktere: 7,5 von 10 Punkten

Atmosphäre: 9,5 von 10 Punkten

Gesamtwertung: 8,875 von 10 Punkten

Demnächst in diesem Blog: „Der Rabe“. Nein, nicht Edgar Allen Poe.

„Der Angstmann“ von Frank Goldammer – Ein bisschen wie Tom Rob Smith

Buch: „Der Angstmann“ (2016)

Autor: Frank Goldammer

Verlag: dtv

Ausgabe: Broschiert, 334 Seiten

Der Autor: Frank Goldammer ist ein 1975 in Dresden geborener Autor. Der gelernte Maler- und Lackiermeister begann mit Anfang 20 zu schreiben und verlegte seine ersten Bücher im Eigenverlag. Mittlerweile hat Goldammer unter anderem drei erfolgreiche in Dresden um um Dresden herum spielende Regionalkrimis geschrieben.

Goldammer arbeitet in seinem eigenen Handwerksbetrieb, ist alleinerziehender Vater von 8-jährigen Zwillingen und schreibt in den späten Abend- und frühen Nachtstunden Bücher. Puh!

Mit dem gleichnamigen putzigen Singvogel aus der Familie der Emberizidae hat der Autor ansonsten recht wenig gemein, sondern entspricht eher einer sympathischen Version des Typs „Menschen-die-man-gerne-als-Begleitung-hat-wenn-man-nachts-auf-dem-Heimweg-von-Idioten-dumm-angequatscht-wird“. 😉

„Der Angstmann“ ist der erste Roman rund um die Erlebnisse des Kriminalinspektors Max Heller. Die Reihe wird fortgesetzt, der nächste Band erscheint im Herbst 2017.

Das Buch: Dresden, 1944: Max Heller ist Kriminalinspektor in Dresden. Im November des letzten Kriegswinters wird Heller zum Schauplatz eines Verbrechens gerufen. In einem alten Ruderhaus wird die grausam zugerichtete Leiche der Krankenschwester Klara Bellmann  aufgefunden.

Heller beginnt seine Ermittlungsarbeit, dabei werden ihm allerdings immer wieder Steine in den Weg gelegt. Sei es durch seinen Vorgesetzten Klepp, einen SS-Obersturmbannführer, der von Polizeiarbeit nicht das Geringste versteht, den Fall gerne umgehend zu den Akten legen würde und der auch sonst eher über die gerade begonnene Westoffensive und den damit zusammenhängenden Versuch, „den letzten Dolchstoß ins Herz unserer Gegner durchzuführen“ schwadroniert. Sei es durch die begrenzten Mittel, die der Polizei gegen Kriegsende nur noch zur Verfügung stehen. Oder sei es durch die Gerüchte in der Bevölkerung, der sogenannte „Angstmann“ gehe in der Stadt um und sei für den Mord verantwortlich.

Als eine weitere Frauenleiche auftaucht, die in einem ähnlichen Zustand ist wie die erste, verstärkt Heller seine Bemühungen noch, den Mörder ausfindig zu machen. In der schicksalshaften Bombennacht vom 13. Februar 1945 ist er ihm schließlich dicht auf den Fersen…

Fazit: Im Grunde genommen habe ich es nicht mehr so mit diesen „Mord-und-Totschlag-Büchern“, in denen immer ein Serienmörder auftaucht und deren Klappentexte generell Formulierungen wie „bestialisch“, „grausam zugerichtet“, „Bild des Grauens“ oder auch gerne mal „Ritualmord“ enthalten.

Im vorliegenden Klappentext sind aber weder diese Formulierungen enthalten noch ein klarer Hinweis auf die Serientäter-Thematik. Und das ist auch gut so, denn sonst hätte ich „Der Angstmann“ vielleicht im Regal stehen lassen. Und das wiederum wäre schade gewesen!

Um aus einem einzelnen Krimi eine Reihe zu machen, braucht man einen guten Protagonisten. Und dieser ist Frank Goldammer mit Max Heller gelungen. Heller ist im Grunde ebenso prinzipientreu wie sein Vorgesetzter Klepp, nur sind die Prinzipien andere. Heller war nie Mitglied der NSDAP, kann dem NS-Regime auch sonst nicht wirklich etwas abgewinnen. Nur sein Einsatz im Ersten Weltkrieg, in dem Heller schwer verwundet und traumatisiert wurde, schützt ihn vor Repressalien.

Bei aller Prinzipientreue bleibt Heller für den Leser dennoch irgendwie unnahbar, manchmal auch nur schwer nachvollziehbar, ordnet er der Mordermittlung doch öfter alles unter, auch seine Frau, die er ansonsten eigentlich innig liebt. Die Figur erschloss sich mir als Leser also nicht in vollem Unfang. Da der Autor aus diesem Krimi eine Reihe macht, ist das allerdings nur zu verständlich. Nichts wäre langweiliger, als wenn man den Protagonisten schon nach Teil 1 auswendig kennt und dann noch 9 weitere Teile erscheinen würden. 😉

Auch in sprachlicher Hinsicht konnte mich „Der Angstmann“ überzeugen. Die Ereignisse der Bombennacht im Februar 1945 werden auf beeindruckende aber auch bedrückende Art und Weise geschildert. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir dabei die Figur eines etwa 12 Jahre alten Jungen, der zum „Deutschen Jungvolk“ gehört und der in der Bombennacht angesichts des Verlustes seiner Mutter sowie des brennenden Chaos´ um sich herum Heller verzweifelt fragt: „Warum machen die das denn?“ „Warum mach´n die´n das? Diese Schweine, was ham wir denen denn getan?“ (S. 175 und 176)

Ohnehin ist die Atmosphäre, die Goldammer erzeugt, das große Plus des Buches. Ob nun durch die Schilderung der Bombennacht oder der aus dem Osten kommenden Flüchtlingswelle oder auch durch Charaktere wie Hellers Vorgesetztem Klepp, die auch im Angesicht der drohenden Kriegsniederlage keinen Zentimeter von ihrer Überzeugung abweichen – all das sorgt für eine durchaus bedrückende Stimmung, die einerseits natürlich sehr zum Handlungsrahmen passt und andererseits an Bücher wie „Kind 44“ sowie die Folgeromane von Tom Rob Smith erinnern. Man kann mit schlechteren Autoren verglichen werden. 😉

Die Mordermittlung selbst bleibt, auch angesichts der Umstände, immer wieder stecken und nimmt eigentlich erst relativ spät richtig Fahrt auf. Dann allerdings konnte mich die Handlung durchaus überzeugen. Ebenso überzeugend fand ich das – hier natürlich nicht näher beschriebene – Ende, das ich für mich doch ziemlich überraschend fand. Und sowas ist immer gut!

Kurz: „Der Angstmann“ ist ein Buch für Krimifans, die atmosphärische Bücher mögen und die keine „Blümchen-und-Wattebäuschchen-Stimmung“ und sonderlich extrovertierte Protagonisten brauchen.

Wenn es im nächsten Band vielleicht etwas weniger Leichen gibt, die sich insgesamt vielleicht in einem etwas weniger übel zugerichteten Zustand befinden, und man die detaillierte Beschreibung der selben vielleicht etwas kürzer gestalten würde, dann wäre ich bei der nächsten Mordermittlung von Max Heller sicher wieder dabei.

Wertung:

Handlung: 8 von 10 Punkten

Stil: 9 von 10 Punkten

Charaktere: 8,5 von 10 Punkten

Atmosphäre: 10 von 10 Punkten

Gesamtwertung: 8,875 von 10 Punkten

Demnächst in diesem Blog: „ZERO“ von Marc Elsberg.

„Teufelsgold“ von Andreas Eschbach – Literarisches Pyrit?

Buch: „Teufelsgold“ (2016)

Autor: Andreas Eschbach

Verlag: Lübbe

Ausgabe: Gebunden, 510 Seiten

Der Autor: Andreas Eschbach, 1959 in Ulm geboren, ist ein deutscher Bestseller-Autor. Er studierte Luft- und Raumfahrttechnik, wechselte aber noch vor seinem Abschluss in die EDV-Branche und war von 1993 bis 1996 geschäftsführender Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma.

Bereits während dieser Tätigkeit widmete sich Eschbach der Schriftstellerei. Eine wirklich gute Entscheidung! 1995 erschien sein erster Roman “Die Haarteppichknüpfer”, der mit dem Literaturpreis des Science Fiction-Clubs Deutschland ausgezeichnet wurde. Spätestens mit dem 1998 erschienenen Bestseller “Das Jesus Video” konnte sich der Autor ausschließlich auf das Schreiben konzentrieren und veröffentlicht seitdem in schöner Regelmäßigkeit weitere Bestseller.

Seit 2003 lebt Eschbach mit seiner Frau in der Bretagne.

Bis 2007 war er über viele Jahre leitender Referent bei Schreibseminaren. Einen Überblick über die ihm während dieser Tätigkeit am häufigsten gestellten Fragen – natürlich inklusive der Antworten – sowie weitere generelle Tipps zum Schreiben finden sich übrigens auf seiner Homepage, was ich persönlich sehr spannend finde. Wer sich also mit dem Gedanken trägt, literarisch tätig zu werden, sollte dort nachschauen. Die Tipps eines Bestsellerautors können nicht die schlechtesten sein. 😉

Das Buch: Hendrik Busske arbeitet als Banker für WCM Trust und hält Seminare zum Thema Anlageberatung. Vor einem dieser Termine besucht Hendrik ein Antiquariat. Dort gerät ihm ein Buch in die Hände, das unter anderem eine Geschichte über Alchemie und den Stein der Weisen enthält.

Inspiriert von diesem Buch, schwafelt Hendrik beim gemeinsamen Abendessen mit den Seminarteilnehmern etwas von Alchemie. Überraschenderweise sind die Teilnehmer derartig begeistert, dass Hendrik eine Idee ins Auge fasst und später in die Tat umsetzt: Er macht sich mit eigenen Seminaren unter dem Motto „Alchemie des Reichtums“ selbständig und verdient damit selbst sehr viel Geld.

Und er beschäftigt sich auch weiter mit Alchemie und dem Stein der Weisen. Dadurch gerät er mit ganz besonderen Personenkreisen in Kontakt, so zum Beispiel mit einem Schlossbesitzer, der selbst Alchemist ist und zu Hendriks Förderer wird. Immer intensiver befasst sich Hendrik mit der Thematik, findet weitere Bücher, die die Geschichte des oben genannten Buches fortführen und Hinweise darauf geben, dass der Stein der Weisen tatsächlich existiert und weit mehr kann, als unedle Metalle in Gold zu verwandeln. „Er ist des Schlüssel zu einer anderen Daseinsform, einer Welt der Vollkommenheit, einer Ektase jeglicher Vorstellungskraft.“ (Klappentext)

Als durch archäologische Funde eine erste wirklich ernst zu nehmende Spur zum Stein der Weisen auftaucht, macht sich Hendrik auf die Suche danach. Aber er und sein Mentor sind nicht die Einzigen, die des Steins habhaft werden wollen.

Fazit: Wer mich näher kennt oder meinen Blog seit längerer Zeit aufmerksam verfolgt, der weiß vielleicht, dass ich die Bücher von Andreas Eschbach sehr gerne mag. Und das ist noch eine maßlose Untertreibung! Daher habe ich mir auch „Teufelsgold“ quasi reflexhaft gekauft, ohne mich auch nur im Ansatz damit zu beschäftigen, worum es dabei eigentlich geht. Erst als ich mir später zu Hause die Zeit nahm, mir den Klappentext genauer durchzulesen, kam mir spontan ein altes „Star Wars“-Zitat in den Kopf: „Ich habe da ein ganz mieses Gefühl!“

Warum? Nun, wenn ein Bestseller-Autor heutzutage ein Buch zum Thema „Stein der Weisen“ schreibt, dann ist das, meiner bescheidenen Meinung nach, ungefähr so, als würde ein bisher ernst zu nehmender Student der Geschichtswissenschaften sich ernsthaft mit dem Gedanken tragen, seine Magisterarbeit doch tatsächlich zum Thema „Der Schatz der Templer“ zu schreiben. In beiden Fällen sollte man eines tun: Man sollte ihm abraten!

Während das Thema „Der Schatz der Templer“ noch nie wirklich für eine brauchbare Magisterarbeit getaugt hat, so ist der „Stein der Weisen“ als Sujet in der Literatur, nach meinem subjektiven Empfinden, seit irgendwann in den 90ern arg ausgenudelt!

Schrieb ich „Magisterarbeit“? Ich meinte natürlich „Bachelor“ oder „Master“ oder wie dieser sinnlos angeglichene neumodische Kram diese innovativen Studiengänge mittlerweile heißen. Ich werde alt! Egal, zurück zum Thema.

Wenn man sich also dennoch dieses Themas annimmt, dann macht man es idealerweise auf eine Art, die sich irgendwie von Anderen abhebt. Und eben das gelingt Andreas Eschbach in diesem Fall nicht. Dabei klingt das jetzt, wie so häufig, negativer als es eigentlich gemeint ist, denn vieles richtig macht Herr Eschbach eben auch.

In der Rezension zu einem seiner anderen Bücher schrieb ich über Eschbachs Stil sinngemäß, dass ich diesbezüglich noch nie etwas zu meckern gehabt habe. Und das gilt im vorliegenden Fall auch. Mit seiner Art zu erzählen, hielt mich der Autor lange in der Geschichte, in der Hoffnung, da käme dann bald mal was. Bisweilen driftet „Teufelsgold“ sprachlich zwar an der einen oder anderen Stelle arg ins Umgangssprachliche ab, aber das sei verziehen. Schließlich ist „Teufelsgold“ ja keine Magisterarbeit, oder wie das heißt…

Auch im Bereich das Charaktere kann ich Herrn Eschbach wenig vorwerfen. Hendrik Busske macht im Laufe der Handlung eine Verwandlung kafkaesken Ausmaßes durch, die sehr anschaulich und nachvollziehbar beschrieben ist. Hinsichtlich der kafkaesken Verwandlung mag es Zufall sein, dass es auf Seite 389 heißt „Sein Mund fühlte sich staubig an. Seltsam. Ein Geschmack, als habe er versehentlich auf einen Käfer gebissen.“, es mag aber auch gewollt sein. Vielleicht interpretiere ich in diesem Satz auch einfach nur zuviel hinein. 😉

So weit, so gut also. Eigentlich! Denn, angelehnt an den schönen Satz: „Im Volksparkstadion ist die Stimmung super, aber dann spielt da der HSV !“, könnte ich in diesem Zusammenhang sagen: „“Teufelsgold“ könnte ein total tolles Buch sein, aber dann ist da diese Handlung!“ Denn die vermag mich ausnahmsweise mal so gar nicht zu begeistern.

Vielleicht bin ich ja aufgrund meines ganz miesen Gefühl etwas voreingenommen an die Lektüre herangegangen. Aber das wäre nicht das erste Mal, und oft konnten mich die Bücher dennoch überzeugen. „Teufelsgold“ kann das nicht. Es hat so seine Momente, ja. Es hat aber Handlungselemente, die in einer täglichen Seifenoper (ja, ich vermeide Anglizismen) besser aufgehoben wären, als in einem Eschbach-Roman. Und dann ist da dieses Ende, das… ich ja leider nicht genauer beschreiben kann, aber das, nun ja, also, ich möchte mal sagen, es bewegt sich irgendwo zwischen Kubrick und Pilcher. Was auch immer ihr mit dieser Information jetzt anfangt. 😉

Letztlich ist „Teufelsgold“ ein gut geschriebenes Buch mit einem überzeugenden Protagonisten, dessen Handlung jedoch den Anschein erweckt, als wäre sie eher für ein kürzeres Werk gedacht gewesen. Denn über 500 Seiten trägt sie einfach nicht.

Die Tatsache, dass der Roman auf ein Manuskript aus dem Jahr 1997 zurückgeht, gibt auch Anlass für Spekulationen. Möglicherweise hat sich die Entstehungsgeschichte von „Teufelsgold“ daher auch so abgespielt:

„Yo, Andreas, ich bin´s, Dein Agent! Du weißt schon, der Typ, den Du bezahlst, damit er Dich daran erinnert, dass Du mal wieder ein Buch schreiben musst! Nun, um es kurz zu machen: Du musst mal wieder ein Buch schreiben! Der Verlag gibt Dir drei Monate“

„Wie denn? Was denn? Schon? Ich dachte, nächstes Jahr!? Tja, ich habe gerade leider so gar keine Idee…“

„Hmmm, hast Du nicht noch irgendwas Altes, was Du bearbeiten kannst?“

„Nja, ich hab hier noch irgendwo ein Manuskript für eine Novelle aus dem Jahr 1997…“

„Prima, nimm das!“

Der langen Rede kurzer Sinn: Es tut wirklich, wirklich leid, Herr Eschbach, wirklich, aber diesmal bin ich doch enttäuscht! Trotzdem wird mich nichts davon abhalten, Ihr nächstes Buch wieder reflexartig zu kaufen, ohne mich groß darum zu kümmern, worum es eigentlich darin geht!“ 😉

Wertung:

Handlung: 6 von 10 Punkten

Stil: 8 von 10 Punkten

Charaktere: 7,5 von 10 Punkten

Spannung: 6 von 10 Punkten

Gesamtwertung: 6,875 von 10 Punkten

Demnächst in diesem Blog: „Der Angstmann“ von Frank Goldammer.

„Die Falle“ von Melanie Raabe – Atmosphärisch

Buch: „Die Falle“ (2016)

Autorin: Melanie Raabe

Verlag: btb

Ausgabe: Taschenbuch, 351 Seiten

Die Autorin: Melanie Raabe ist eine 1981 in Jena geborene Schriftstellerin. Sie wuchs in einer kleinen 400-Seelen-Gemeinde in Thüringen auf, verbrachte ihre Kindheit mit Büchern, Theater und Tanz, um schließlich in Bochum Medienwissenschaft und Literatur zu studieren.

Neben ihrer anschließenden Tätigkeit als Journalistin in Köln begann Raabe zu schreiben. Also, Bücher. So erschien 2015 ihr Debütroman „Die Falle“. Dieser Thriller wurde mittlerweile in Frankreich, Italien, die Niederlande, Spanien, Polen, Griechenland sowie letztlich auch nach Großbritannien und den USA verkauft. Auch eine Verfilmung ist bereits in Arbeit. Diesem überaus erfolgreichen Erstlingswerk hat die Autorin in diesem Jahr ihren zweiten Thriller „Die Wahrheit“ folgen lassen.

Darüber hinaus betreibt sie einen sehr lesenswerten Interview-Blog. Wer mehr über die junge Schriftstellerin wissen möchte, dem sei ein Besuch auf ihrer Website empfohlen.

Das Buch: Linda Conrads ist 38 Jahre alt und eine Bestsellerautorin. Sie gilt als öffentlichkeitsscheu und mehr, als dass sie ziemlich zurückgezogen lebt, ist über sie nicht bekannt.

Die ganze Wahrheit allerdings ist: Seit mittlerweile 11 Jahren hat Lisa Conrads ihr Haus nicht mehr verlassen! Sie lebt allein, nur ihr Hund Bukowski leistet ihr Gesellschaft. Besuch bekommt sie lediglich von ihrer Assistentin Charlotte und ihrem Verleger Norbert.

Die Ursache für all das liegt darin, dass vor über 11 Jahren Lindas Schwester Anna brutal ermordet wurde. Linda findet ihre Schwester tot auf – und muss auch dem Mörder, der gerade durch die Terassentür fliehen will, ins Auge blicken.

Die nachfolgenen polizeilichen Ermittlungen führen zu keinerlei Ergebnissen und verlaufen schließlich im Sande. Ebenso wenige Ergebnisse bringt die Therapie, der sich Linde im Zuge der Ereignisse unterzieht. Sie trennt sich von ihrem Verlobten, kapselt sich immer weiter von Familie und Freunden ab und bezieht schließlich ihr derzeitiges Domizil, dass sie nun seit Jahren nicht verlassen hat.

Eines Morgens traut Linda Conrads ihren Augen kaum: Sie verfolgt im Fernsehen das Programm eines Nachrichtensenders und erkennt dort im Reporter Victor Lenzen den Mörder ihrer Schwester! Was tun? Zu der Polizei hat sie seit damals kein Vertrauen mehr. Schließlich fällt ihr nur eine Lösung ein: Sie wird einen Roman schreiben. Einen Roman, in dem sie die Erlebnisse von damals detailliert schildern wird. So, dass der Täter begreifen muss, welche tatsächliche Geschichte sie da eigentlich erzählt. Und dann wird sie Victor Lenzen zu einem Interview einladen…

Fazit: Ich mag „Buch-im-Buch“-Geschichten sehr gerne! Was ich eigentlich nicht so mag, ist, wenn auf der Rückseite des Buches markige (Werbe-)Sprüche von Bestsellerautoren und Innen über das vorliegende Werk abgedruckt sind. Schließlich würde ich für eine entsprechende Summe auch behaupten, bei „Die Wanderhure“ handele es sich um ein grandioses Buch!

Moment…

Nein, neeein, doch nicht! 😉

Wie dem auch sei, ich ging dann doch in „Die Falle“ und muss zugeben, wenn der von mir sehr geschätzte Sebastian Fitzek auf der Rückseite des Buches behauptet: „Lesen Sie die ersten Sätze und sie sind gefangen – in einem atemberaubenden, absolut fesselnden Leseerlebnis.“, dann ist zwar ein bisschen dolle dick aufgetragen, aber es stimmt!

Melanie Raabe beschränkt sich in ihrem Thriller auf recht wenige Personen, das Hauptaugenmerk liegt auf der Konfrontation zwischen Linda Conrads und Victor Lenzen. Die Nebenfiguren sind in diesem Buch nicht viel mehr als eben genau das. Umso wichtiger sind in dieser Konstellation gute Hauptfiguren, und die hat die Autorin mit Conrads und Lenzen glücklicherweise. Der Journalist Lenzen erinnerte mich irgendwie immer an eine aalglatte Version von Michel Friedman. Ich habe keine Ahnung, worin genau diese Assoziation begründet liegt, aber irgendwie entwickelte sich das im Laufe der Lektüre so…

Und Linda Conrads wird mit ihrer Vorgeschichte, den daraus resultierenden Problemen und ihrer Gedankenwelt derart eindrücklich beschrieben, wie man es im Thriller-Genre wohl selten findet.

Das führt mich gleich zum nächsten Punkt, dem Stil in dem „Die Falle“ gehalten ist. Und auch da gilt: So gut findet man das im Thriller-Genre wohl selten! Der Autorin gelingt es, die teils chaotischen, teils paranoiden, teils ängstlichen Gedankengänge der Protagonistin stilistisch klug wiederzugeben. Wenn sich das Karussell der Gedanken in Lindas Kopf unaufhörlich dreht, ohne Chance angehalten zu werden, dann wird das schon mal mit mehreren gefühlt etwa 15-zeiligen Sätzen wiedergegeben. Thomas Mann hätte seine Freude gehabt. Und ich hatte die auch. Stilistisch wirklich gut!

Die Handlung kann auf diesem hohen Niveau tragischerweise nicht ganz mithalten. Das ist allerdings Leiden auf einem ziemlich hohen Niveau! Die Katz-und-Maus-Geschichte zwischen Autorin und Journalisten hat dennoch durchaus ihren Reiz, beinhaltet Wendungen – auch wenn ich diese nicht wirklich überraschend fand – und unterhält durchgehend, da verzeihe ich auch gerne eine oder zwei kleine Logikfragen, die ich mir während der Lektüre gestellt habe. Nichtsdestotrotz: Alles in allem eine klare Leseempfehlung!

Wertung:

Handlung: 8 von 10 Punkten

Stil: 10 von 10 Punkten

Charaktere: 9 von 10 Punkten

Spannung: 8 von 10 Punkten

Gesamtwertung: 8,75 von 10 Punkten

Demnächst in diesem Blog: „Teufelsgold“ von Andreas Eschbach.

„Frag die Toten“ von Linwood Barclay – Geht doch!

Buch: „Frag die Toten“ (2015)

Autor: Linwood Barclay

Verlag: Knaur

Ausgabe: Taschenbuch, 302 Seiten

Der Autor: Linwood Barclay ist ein kanadisch-US-amerikanischer Autor und Journalist. Sein Vater war Zeichner und Maler und entwarf Werbung für die Autoindustrie. In den 60ern erwarb die Familie ein Feriendorf für Wohnwagen. Mit 22 Jahren, Barclay war nach dem Tode des Vaters mittlerweile hauptverantwortlich für das Feriendorf, verließ er das selbe und begann ein Studium der Englischen Literatur.

Anschließend schlug er eine Laufbahn im Journalismus ein, die ihn bis zum „Toronto Star“ führte, wo er von 1981 bis 1993 in verschiedenen Redaktionsbereichen tätig war. Bis 2008 schrieb er berühmte Kolumnen für den „Star“, bevor er sich ganz seiner literarischen Karriere widmete.

Barclay machte sich vor allem als Autor von Psychothrillern einen Namen. Bereits mit seinem ersten Werk aus diesem Genre „Ohne ein Wort“ aus dem Jahr 2007 konnte er einen Bestseller verbuchen.

Barclay lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in der Nähe von Toronto.

Das Buch: Keisha verdient beruflich als Medium ihren Lebensunterhalt. Sie behauptet, Kontakt zu Verstorbenen aufnehmen zu können, und zieht den Angehörigen damit das Geld aus der Tasche. Auch bei Vermissten nimmt sie Kontakt zu deren Familien auf und behauptet, bei der Suche helfen zu können. Dass das alles nur großer Humbug ist: geschenkt. Immerhin verdient Keisha nicht schlecht damit. Und das muss sie auch, um sich, ihren Sohn Matthew sowie ihren nichtsnutzigen, schmarotzenden Freund Kirk durchzubringen.

Alles könnte also einigermaßen in Ordnung sein. Dann allerdings erfährt Keisha aus den Fernsehnachrichten von der vermissten Ellie Garfield und nimmt Kontakt zu deren Ehemann Wendell auf, um ihre Medium-Nummer durchzuziehen. Und von da an geht irgendwie alles schief.

Fazit: Ja, zugegeben, eigentlich hatte ich angekündigt, als nächstes das neue Buch von Sebstian Fitzek, „Das Paket“, zu rezensieren. Dieses Buch habe ich allerdings in meiner unendlichen Güte sowie in vollständiger Gedankenlosigkeit vor einigen Tagen verliehen. Und eine Rezension über ein Buch zu schreiben, in dessen Besitz man sich gerade nicht befindet, ist, gelinde gesagt, dann doch eher schwierig. 😉 Daher greife ich also nun zu Plan B und Linwood Barclays „Frag die Toten“.

Nachdem ich vor vielen Jahren das mir von einer ganz zauberhaften Person geschenkte Buch „Ohne eine Wort“ gelesen habe – und davon schwer begeistert war – habe ich mich vor einigen Monaten mit der Fortsetzung „Schweig für immer“ befasst und war schon deutlich weniger begeistert. In Erinnerung des guten alten Sprichworts „Aller guten Dinge sind drei“ griff ich trotzdem zu „Frag die Toten“.

Zu Beginn fiel mir wieder mal auf, dass in deutschen Verlagen offensichtlich immer noch kein Interesse daran besteht, den englischen Originaltitel eines Buches auf auch nur halbwegs sinnvolle Art und Weise ins Deutsche zu übersetzen. Im Original heißt dieses Buch nämlich „Never Saw it Coming“. Und daraus hat man dann „Frag die Toten“ gemacht. Na, da hat sich aber einer Mühe gegeben! Klingt auch griffiger, viel martialischer als im Original, oder!? Stellt sich mir die Frage, warum das so sein muss!? Hält man die deutsche Leserschaft für so simpel gestrickt, als dass man galubt, bei ihr kein Interesse an einem Thriller hervorrufen zu können, wenn der Titel nicht Wörter wie „Tod“ oder ähnliches beinhalten?

Exkurs: Ich habe mir gerade mal den Spaß erlaubt, „Thriller Bücher 2016“ zu googeln. Eine Auswahl der gefundenen Titel: „Und am Morgen waren sie tot“, Totenlied“, „Der Todesprophet“, „Das Gesetz des Sterbens“, „Todesmärchen“ usw. usf. Exkurs Ende

Aber über fragwürdige Übersetzungen habe ich mich schon so häufig aufgeregt, wie über Aufkleber auf den Büchern mit der Aufschrift „Vom Autor des Bestsellers…“, weil man der Leserschaft offensichtlich nicht zutraut, sich Namen von Schriftstellern zu merken, also lassen wir das und kommen wieder zum eigentlichen Buch, seinem Stil, den Charakteren und der Handlung.

Stilistisch wird Linwood Barclay nach wie vor niemanden überfordern. „Frag die Toten“ ist ein einfach zu lesender Thriller ohne irgendwelche besonderen sprachlichen Auffälligkeiten.

Hinsichtlich der Charaktere schafft es Barclay erfreulicherweise, mit einer überschaubaren Anzahl an handelnden Personen auszukommen. Und auch wenn ich mir bei der einen der anderen Person eine etwas detailliertere Schilderung des Hintergrundes gewünscht hätte, geht das im Großen und Ganzen schon in Ordnung. Als Positivbeispiel der Charaktere sei hier mal exemplarisch Keisha genannt, die mir ausnehmend gut gefällt. Auch wenn man als Leser weiß, dass das was sie tut eigentlich vollkommen falsch ist, bringt man ihr Sympathien entgegen, auch weil man weiß, wie sie zu der wurde, die sie ist und man ihr wünscht, aus den ungünstigen Lebensbedingungen herauszukommen, in denen sie sich befindet.

Die Handlung ist nicht sonderlich komplex und braucht einige Zeit, bis sie so richtig Fahrt aufnimmt. Dennoch bietet sie die eine oder andere Wendung und konnte mich durchgehend gut unterhalten. Zum Lesen von „Frag die Toten“ muss man allerdings eine wichtige, sehr, sehr wichtige Grundvorausetzung erfüllen: Man darf dabei unter keinen Umständen denken! Mir ist das ganz hervorragend gelungen. 😉

Letztlich ist „Frag die Toten“ ein kurzweiliges Lesevergnügen mit überschaubarem Umfang, dem man sich genau dann hingeben könnte, wenn man beschlossen hat, etwas zu lesen, das einen literarisch nicht überfordert.

Wertung:

Handlung: 8,5 von 10 Punkten

Stil: 8 von 10 Punkten

Charaktere: 7,5 von 10 Punkten

Spannung: 8 von 10 Punkten

Gesamtwertung: 8 von 10 Punkten

Demnächst in diesem Blog: „Die Falle“ von Melanie Raabe.