Freitagsfragen # 11

Hallo, liebe Leserinnen und Leser!

„Was sind ihre nächsten beruflichen Ziele?“

„Freitag!“

Diesen netten Gag las ich kürzlich bei Captain Books und verbreite ihn seither, wo es nur geht. Umso mehr, als das berufliche Ziel „Freitag“ in dieser Woche auch bei mir Priorität hatte. Bevor ich dieses Ziel weiter verwirkliche, geht es aber erst mal an die nächsten Freitagsfragen im Brüllmausblog. An dieser Stelle mal ein viel zu selten geäußerter Dank an die Fragenstellerin! Schreiten wir zur Tat, die heutigen Fragen lauten:

1.) Du wachst eines Morgens in Neapel auf. Was ist geschehen?

2.)Was hast Du von Deinen Eltern gelernt?

3.) Du hast ab nächstem Montag 2 Wochen frei. Was fängst Du mit dieser Freizeit an?

4.) Die Wahl der Qual: Eine Woche lang kalte Nase oder nasse Füße?

 

Antwort zu 1: Eine Überdosis Limoncello? Nein, daran kann es nicht liegen, so etwas trinke ich nicht. Tja, also, mir fallen dafür nur zwei mehr oder weniger plausible Szenarien ein.

Erstens: Mein Chef hat mir Geld geschenkt. Viel Geld! So viel Geld, dass es sogar mal für einen Urlaub außerhalb der deutschen Grenzen reicht. Daher habe ich mich damit auf den Weg in den europäischen Süden aufgemacht und in Neapel habe ich dann Zwischenstation gemacht, um mir das Castel Nuovo, das Archäologische Nationalmuseum und – natürlich – den Vesuv anzusehen.

ooooder, und das ist das weitaus wahrscheinlichere Szenario,

zweitens: Es handelt es sich um einen Racheakt der allseits beliebten amerikanischen Schriftstellerin Diana Gabaldon an meiner Person. Frau Gabaldon war es schließlich leid, dass ich mich bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit in eher despektierlicher Weise über ihr literarisches Schaffen äußere, daher hat sie mich statt ins Schottland des Jahres 1743 – schließlich besteht die Gefahr, dass es mir dort dann auch noch gefallen würde, es sind schließlich die britischen Inseln – ins Neapel des Jahres 2017 geschrieben. Und so werde ich also an einem handelsüblichen Montag in meiner Unterkunft in der Nähe des Museo di Capodimonte wach und wundere mich bei einem ersten Blick aus dem Fenster über die Leere in der Stadt. Auch bei einen kurzen Marsch durch die Straßen der Umgebung begegnet mir niemand. Erst als ich die ersten Ausläufer des pyroklastischen Sturms auf mich zukommen sehe, weiß ich, dass man die Stadt wohl aufgrund eines Ausbruchs des Vesuvs evakuiert hat. Nur mir hat wieder niemand Bescheid gesagt. Danke, Diana!

Antwort zu 2: Reizthema! Gut, ich könnte jetzt eine umfassende Eloge voller Pathos auf meine Eltern verfassen, die wäre aber nur zu etwa 50 % korrekt. Wäre ich in versöhnlicher Stimmung, was ich nicht bin – was, wie ich schätze, musikalisch induziert ist, da der Radiosender meines Vertrauens heute morgen „Last Resort“ von „Papa Roach“ spielte, eine Nummer, die mich neben alten „Linkin Park“- und „Nirvana“-Alben umgehend in schlechte Stimmung versetzen kann, was aber manchmal nötig ist – wäre ich also in solcher versöhnlichen Stimmung würde ich diese Eloge vielleicht sogar verfassen. So aber beschränke ich mich in der Frage, was ich von meinen Eltern gelernt habe auf das Nötigste indem ich sage:

Alles Wichtige im Leben habe ich von meiner Mutter gelernt, von meinem Vater weiß ich, wie man Verantwortung und anderen unangenehmen Dingen ausweicht. Nuff said!

Antwort zu 3: Zwei Wochen frei! Hach, was wäre das wieder mal schön! Ich würde in den ersten Tagen so zwei bis drei mir nahestehende ganz zauberhafte Personen besuchen, die es im Gegensatz zu mir vorgezogen haben, die heimische Pampa zu verlassen und die ich aus genau diesem Grund schon viel zu lange nicht mehr gesehen habe.

In den restlichen, sagen wir zehn, Tagen würde ich das machen, was ich eigentlich während meines Urlaubs Ende Juli, Anfang August vorhatte: Da ich in letzter Zeit das habe, was Hubertus Meyer-Burckhardt mal so schön als „fast schon erotisches Verhältnis zum Alleinsein“ bezeichnet hat – die o.g. Personen sind davon explizit ausgenommen – würde ich mein Handy im Garten vergraben, den Stecker des Routers ziehen, die Türklingel außer Funktion setzen und mich hinlegen. Viele Leute neigen ja dazu, im Urlaub Dinge zu erledigen, die vorher liegen geblieben sind. Ich ziehe es vor, selbst liegen zu bleiben! Und dann würde ich mich zehn Tage lang nur mit meinen Stapeln ungelesener Bücher befassen und meine Liegestatt nur für das Nötigste verlassen.

Aber, wie so häufig, würde das wahrscheinlich nicht funktionieren, auch in meinem erwähnten Urlaub scheiterte dieser Vorsatz am „Kannste mal, haste mal, machste mal…?“ meines Umfelds und meiner Inkompetenz hinsichtlich des Wortes „nein“.

Aber hey, man wird ja wohl noch träumen dürfen!

Antwort zu 4: Nun, ich fürchte, dass aus einer Woche nasse Füße ganz schnell eine Woche kalte Nase und Schlimmeres entstehen könnten. Das kann ja niemand wollen, also entscheide ich mich schweren Herzens für die kalte Nase. Da ich aus vergleichsweise viel Nase bestehe, ist das allerdings auch das kein Geschenk!

 

Nun denn, geneigte Leserschaft, damit lasse ich es auch schon bewenden. Ich wünsche allseits einen stressfreien Freitag und einen guten Start in ein hoffentlich schönes Wochenende!

Gehabt euch wohl!

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4 Kommentare zu „Freitagsfragen # 11

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