Buchdate #4: Zwischen Ratlosigkeit und Lektürevorschlägen

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Es ist mal wieder soweit: wortgeflumselkritzelkram und Zeilenende laden zum Buchdate #4. Thema dieser Ausgabe soll „moderne Klassiker“ sein. Warum auch immer!? Wäre ich egozentrischer, dann würde ich vermutlich die Behauptung aufstellen, dass sich die beiden Initiatoren das absichtlich ausgedacht haben, um mich zu ärgern. Glücklicherweise liegt mir jegliche Egozentrik fern… 😉 An dieser Stelle einen lieben Dank an die beiden Organisatoren!

Und Zeilenende organisiert das Ganze nicht nur mit, er ist diesmal auch dafür zuständig, mir Büchervorschläge zukommen zu lassen und hat das auch gleich getan. Wie der geneigte Leser in diesem Beitrag nachlesen kann, sind Zeilenendes Vorschläge:

Arthur Schnitzler – Spiel im Morgengrauen

Franz Kafka – Die Verwandlung

sowie

John Wyndham – Die Triffids

Nun, meine anfängliche mit einer Schockstarre einhergehende Totalverzweiflung hat sich mittlerweile immerhin gegeben und sich wenigstens zu einer umfassenden Ratlosigkeit gewandelt. Ich schätze, ich nehme mir noch so ein paar Tage Zeit, bis ich mich unter den genannten Kandidaten entscheide. 😉

Meine Wenigkeit hat diesmal die Ehre, seestern12 von seesternsbuecher drei Vorschläge zum Buchdate zu unterbreiten. Damit ich damit nicht völlig falsch liege, hat seestern12 folgende wichtige Informationen preisgegeben:

Meine letzten drei Bücher:
Jane Austens Geheimnis
Die weite Welt des Daniel Ascher
Widerfahrnis

Gut, von „Jane Austens Geheimnis“ habe ich sogar schon gehört. Gelesen habe ich es aber nicht. Aus Gründen. „Die weite Welt des Daniel Ascher“ ist mir dagegen gänzlich unbekannt. Bodo Kirchhoffs „Widerfahrnis“ ist mir auch nur wegen des Deutschen Buchpreises 2016 ein Begriff, gelesen habe ich es nicht. Kurz: Das Auswahlverfahren für meine Vorschläge wird nicht einfacher…

 

Lieblings-Genre:
Krimis (gerne Erstlingswerke aber nichts ala Rita Falk..)
Zeitgenössissches
Jugendfantasy

Ja, damit kann ich arbeiten. Bei Krimis bin ich auch oft zu Hause und „Zeitgenössisches“ ist ein weites Feld. Lediglich bei der Jugendfantasy bin ich nicht so bewandert. Fällt „Bartimäus“ oder „Eragon“ darunter? Ersteres habe ich wenigstens gelesen.

Meine drei Lieblingsautoren
Milan Kundera
Nicholas Barreau
M.C. Beaton

Hier sieht es wieder so ähnlich aus, wie bei den drei zuletzt gelesenen Büchern. Von Milan Kundera kenne ich leider nur „Das Fest der Bedeutungslosigkeit“. Ja, ich weiß, Asche auf mein Haupt, der Mann soll tolle Bücher geschrieben haben. Das zutiefst deprimierende „Das Fest der Bedeutungslosigkeit“ allerdings hat mich so dermaßen geärgert und heruntergezogen, dass ich dieses Buch bestenfalls als bedeutungslos bezeichnen möchte.

Dass ich Nicholas Barreau nicht kenne, erschließt sich sehr schnell. Bücher wie „Du findest mich am Ende der Welt“ sind gänzlich außerhalb meines literarischen Radars.

Für M. C. Beaton gilt das selbe.

Was ich nicht lesen will:
Horror und SciFi
Und nichts ala Game of Thrones.. (ich habe es versucht aber es nichts für mich)

DAS macht es jetzt wirklich nicht einfacher, denn ich hatte ein paar Bücher im Kopf, die durchaus infrage gekommen wären, aber…ich…was?…Tschuldigung, einen Moment, bitte –

Was ist denn, Mr. King? Oder darf ich Stephen sagen? Nicht? Gut, also  Mr. King! Was ist denn, ich schreibe gerade den Beitrag für das Buchdate?! Was? Nein, ich kann diesmal keines ihrer Bücher empfehlen! Warum nicht? Na, seestern12 mag keinen Horror! 

Ja, ich weiß, dass ich Ihnen in Aussicht gestellt hatte, eines Ihrer Bücher zu empfehlen, schließlich kann man Ihre Bücher durchaus als „moderne Klassiker“ bezeichnen. Ja, mir tut es ja auch leid, aber was soll ich denn Ihrer Meinung nach jetzt machen? 

Bitte? Ja, ich weiß, dass sie auch Bücher geschrieben haben, die nicht unbedingt ins Horrorgenre…Was? „Der dunkle Turm“? Mr. King, ich bitte Sie!

Nein, also, um es kurz zu machen, diesmal wird es nichts mit einem ihrer Bücher, Mr. King. Ich muss Sie jetzt auch bitten zu gehen. Und nehmen Sie George R. R. Martin mit! Wo? Na, der sitzt nebenan und unterhält sich mit der Dreiergruppe, die sich für Mary Shelley, Bram Stoker und Douglas Adams hält. Teilen Sie denen bitte auch mit, dass die für heute raus sind, danke!

Und noch etwas: Rufen Sie mich nicht an, ICH rufe SIE an!

Entschuldigung, ich wurde abgelenkt. Wo war ich? Ach ja, also, ich hatte so einige Bücher im Kopf, dadurch dass sowohl Horror als auch SciFi als auch „Game of Thrones“ wegfallen, sah ich mich genötigt, mir etwas ganz anderes einfallen zu lassen.

Ich würde gerne mal wieder einen Klassiker lesen, Berührungsängste habe ich keine.

Na, das ist doch mal gut! 😉

Gut, gehen wir also in medias res und kommen zu meinen Vorschlägen:

1. Schuld und Sühne – Fjodor Dostojewski

Es muss vor so drei oder vier Jahren gewesen sein, als ich so etwas wie eine „russische Phase“ in meinem Leseverhalten hatte. Dabei las ich, neben Puschkin, Solschenizyn und anderen Autoren eben auch Dostojewskis „Schuld und Sühne“. Die Erlebnisse des Jura-Studenten und Mörders Raskolnikow sind mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben. Und mit einigem Wohlwollen könnte man das Buch gerade noch ins Krimigenre einordnen.

2. Der Richter und sein Henker – Friedrich Dürrenmatt

Eines der wenigen Beispiele für positive Schullektüre. Der alternde und kranke Kriminalkommissar Bärlach will den Mord an seinem Mitarbeiter Schmied aufklären. Ins Visier der Ermittlungen gerät der Lobbyist Gastmann, der vor Jahrzehnten bereits mit Bärlach gewettet hat, er könne ein Verbrechen begehen, dass er, Bärlach, ihm nicht nachweisen könne. Ich entsinne mich noch, damals völlig perplex darüber gewesen zu sein, in der Schule ein Buch zu lesen, das mir doch tatsächlich gefiel!

3. Das Parfum – Patrick Süßkind

Jean-Baptiste Grenouille, ein Protagonistenname, so schön, wie das ganze Buch!  Der mit einem einzigartigen Geruchssinn ausgestattete Protagonist geht im Paris des 18. Jahrhunderts bei einem bekannten Parfumeur in die Lehre. Im Laufe der Jahre vervollkommnet er seine Kenntnisse, aber der Grat zwischen Genie und Wahnsinn ist schmal. Auch „Das Parfum“ kann man als Kriminalroman lesen, wenn man möchte, darüber hinaus fällt es mit seinem Erscheinungsjahr 1985 aus meiner Sicht noch unter „Zeitgenössisches“.

Nun denn, seestern12, wähle weise. Solltest Du aber zum Eindruck gelangen, dass alle drei Vorschläge großer Mist sein sollten, dann lass mich das kurz wissen. Ich bin mir sicher, ich hätte da auch noch einen Plan C in der Schublade! 🙂

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7 Kommentare zu „Buchdate #4: Zwischen Ratlosigkeit und Lektürevorschlägen

  1. Viel zu spät habe ich deinen Beitrag gesehen. Die Idee mit dem Telefonat fand ich sehr gelungen. Nun zu deinen Buchtipps: alle drei Bücher wollte ich schon immer mal lesen. Vielen Dank! Ich weiß auch schon, welches Buch ich lesen werde.u

    Gefällt 1 Person

    1. Zugegeben, ich hätte Dich auch etwas deutlicher darauf hinweisen können, dass ich Dir schon Vorschläge gemacht habe. 😉

      Ich bin übrigens zutiefst erleichtert, dass meine Tipps bei Dir auf Zustimmung stoßen, die Auswahl fiel mir nämlich gar nicht so einfach! 🙂

      Gefällt mir

  2. Viel zu spät habe ich deinen Beitrag gesehen. Die Idee mit dem Telefonat fand ich sehr gelungen. Nun zu deinen Buchtipps: alle drei Bücher wollte ich schon immer mal lesen. Vielen Dank! Ich weiß auch schon, welches Buch ich lesen werde.

    Gefällt 1 Person

  3. Wo wir bei schmutzigen Geheimnissen sind (das Telefonat war famos!) ich mag die Dürrenmatt-Krimis übrigens auch. Ich verdränge nur gern, dass er welche geschrieben hat. 😀

    Und wenn deine Grübelei dich nur wieder in Verzweiflung stürzt, denk daran – ich kann dir auch noch Anderes empfehlen. Ich habe da ein breites Repertoire. 😉

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    1. Famos? Danke! Ich gebe zu, ich fand die Idee auch gut! 😉

      Und vielen Dank für das Angebot, aber ich denke, ich komme schon damit zurecht. Sollte ich auch am Ende der Woche noch keinen Entschluss gefasst haben, sage ich nochmal Bescheid!

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