Freitagsfragen #28

Freitagsfragen_LogoHallo, liebe Leserinnen und Leser,

heute startet Ausgabe 28 der Freitagsfragen im Brüllmausblog. Diese werde ich heute mal – aus Gründen – in aller Kürze beantworten – so mir das denn gelingt. Auf vielfachen Wunsch einer einzelnen, ganz zauberhaften Person werde ich zukünftig dazu übergehen, die Antworten direkt unter die einzelnen Fragen zu schreiben. Irgendwie ergibt das auch mehr Sinn … Die heutigen Fragen und Antworten lauten:

1.) Astronauten dürfen nur einen Schuhkarton voll persönlicher Gegenstände mit ins All nehmen. Was befände sich in Deinem Schuhkarton?

Mein Karton enthielte eine Ausgabe von Norfolks „Lemprière´s Wörterbuch“ und eine von Tolstois „Krieg und Frieden“. An der Lektüre beider Bücher bin ich bislang grandios gescheitert, aber im All hätte ich bestimmt genug Zeit.

Darüber hinaus würde der Karton einige Fotos beinhalten.

Unverzichtbar wäre letztlich eine Jumbopackung Pantoprazol, denn ich kenne meinen Magen schon ziemlich lange und ein Ausflug ins All – so mit Schwerelosigkeit und so – den würde er mir sehr, sehr übel nehmen.

2.) Wie wäre ein Mensch, der das Gegenteil von Dir ist?

Er wäre ein kerniger, gut organisierter, unfassbar gutaussehender Typ, der in jeder Hinsicht in tadelloser Verfassung ist, dem jeden einzelnen Tag die Sonne aus dem Hintern scheint, der nichts auf die lange Bank schiebt und jede interessante Idee sofort voller Elan in die Tat umsetzt und der kein Problem damit hat, „Nein!“ zu sagen. Darüber hinaus wäre er auch noch reich und wahrscheinlich berühmt.

Allerdings wäre er auch ein gänzlich empathiefreier Arsch, der sich einen Dreck um seine Mitmenschen kümmert!

3.) Tust Du am liebsten Dinge, die Du gut kannst oder etwas, bei dem Du lernen kannst?

Ich beschränke mich meistens auf Dinge, von denen ich auch etwas verstehe. Wenn man gerne Dinge tut, bei denen man etwas lernen kann, steht man doch unweigerlich irgendwann vor der Frage: Wo ziehe ich die Grenze? Man könnte sich schließlich nach dem Erlernen des Golfspiels noch mit Astrophysik, Blätterteigherstellung oder Ornithologie befassen. Sicherlich alles ganz spannend, aber so kann man am Ende vieles ein bisschen, aber nichts richtig.

4.) Die Wahl der Qual: Lieber für eine Woche in einen Raum gesperrt werden, der permanent dunkel oder permanent grell beleuchtet ist?

Die Frage erinnert mich an den Film „Lock Up“. Die Älteren werden sich erinnern. Na ja, oder auch nicht …

Ich bin sicher, dass beide Szenarien das absolute Ende meiner geistigen Gesundheit wären, aber wenn ich wählen müsste, würde ich den dunklen Raum wählen. Dort kann vielleicht wenigstens zwischendurch ein bisschen schlafen.

 

Das war es für heute, ich wünsche euch allseits einen schönen restlichen Freitag und einen guten Start in ein hoffentlich schönes Wochenende.

Gehabt euch wohl!

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Manchmal …

ja, manchmal, liebe Leserinnen und Leser

muss man mal Beiträge schreiben, die mit dem eigentlichen Blog-Thema nichts zu tun haben. Und manchmal, ja manchmal, muss man Beiträge schreiben, die mit Musik zu tun haben.

Ich habe es verkraftet, als David Bowie, Prince, Chester Bennington oder Leonard Cohen starben. Aber, dass Dolores O´Riordan mit gerade mal 46 Jahren das Zeitliche segnet, das hat mich dann doch gerade ein bisschen umgehauen!

Ich könnte jetzt noch seitenweise auf sie und ihre Musik eingehen, beschränke ich aber auf:

„Bei diesem Regen“ von Annemarie Schwarzenbach – Post-it-Mangel

Buch: „Bei diesem Regen“

Autorin: Annemarie Schwarzenbach

Verlag: Lenos

Ausgabe: Taschenbuch, 240 Seiten

Die Autorin: Nein, ein einfaches Leben hatte Annemarie Schwarzenbach wahrlich nicht. Zwar wurde sie 1908 als Tochter einer der reichsten Schweizer Industriellenfamilien geboren und promovierte bereits im Alter von 23 Jahren mit einer Arbeit zur „Geschichte des Oberengadins im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit“. Materielle Schwierigkeiten musste sie – was, zugegeben, eine Mutmaßung meinerseits ist – wohl nie erleiden. In anderer Hinsicht erlitt sie allerdings umso mehr.

Mit ihrer antifaschistischen Einstellung geriet sie in Konflikt mit ihrer Familie, umgab sie sich doch mit jüdischen und politischen Emigranten.

1931 verbrachte sie einige Zeit in Berlin und geriet dort in den Dunstkreis der Geschwister Klaus und Erika Mann. Eben diese Erika Mann war auch die große Liebe ihres Lebens, wiewohl diese nie wirklich erwidert wurde. Daher heiratete sie 1935 den – ebenfalls homosexuellen – französischen Diplomaten Claude-Achille Clarac. Es nimmt nicht wunder, dass diese Ehe eher unglücklich verlief.

In die Zeit der ersten Bekanntschaft mit den Manns fielen auch ihre ersten Erfahrungen mit Morphium. Bereits 1939 hielt sie sich daher zwecks Entzugs in mehreren Kliniken auf, kam jedoch nie wirklich wieder davon los. Später reiste sie in die USA und musste sich auch dort wegen ihrer schweren Morphiumsucht, Depressionen und Suizidversuchen behandeln lassen.

Am 7. September 1942 stürzte Schwarzenbach mit dem Fahrrad und zog sich dabei schwere Kopfverletzungen zu. Aufgrund von Fehldiagnosen und dementsprechend unsachgemäßer Behandlung starb sie neun Wochen später, am 15. November 1942, in völliger geistiger Umnachtung.

Ich habe mich ungewöhnlich detailliert mit Schwarzenbachs Lebenslauf auseinandergesetzt und könnte noch das eine oder andere Detail erwähnen, aber dann laufe ich Gefahr, mich hoffnunglos zu verrennen. 🙂

Das Buch: Schwarzenbach hatte ein offenbar recht unstetes Wesen, war wohl die redensartliche Kerze, die an beiden Enden brannte, und sagte von sich: „Ich bin nicht genügsam, will jeden Tag das Einzige und Letzte.“ Daher hatte die junge Frau eine hohe Affinität zu Reisen. So reiste sie in den Jahren 1934/35 merhfach nach Vorderasien und nahm an Ausgrabungen in Syrien und Persien teil. „Bei diesem Regen“ ist eine Sammlung der dabei entstandenen Erzählungen.

Fazit: Eingangs möchte ich erwähnen, dass ich hoffe, mit meiner Besprechung dem vorliegenden Text auch nur im Ansatz gerecht zu werden. Denn die geneigte Leserschaft weiß es womöglich: Erzählungen – vielleicht sogar noch solche mit sogenanntem „literarischen Anspruch“ – lese ich recht selten. Mein eigentlicher Hang zur „Trivialliteratur“ – welch fürcherliches Wort –  schließt solche Bücher zwar nicht aus, aber ich lese sie eben selten, trotzdem meistens gerne. Aber getreu Henry Fords „Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern.“ unternehme ich dennoch den Versuch einer Rezension oder dem, was ich dafür halte. 😉

Annemarie Schwarzbach ging mit ihrer Homosexualität – ungewöhnlich für die Zeit der Entstehung der Erzählungen – in ihren Texten ausgesprochen offen um. So erfährt der Leser gleich in der ersten „Das gelobte Land“ – und dafür muss man nicht mal zwischen den Zeilen lesen -, dass sie sich zu Frauen hingezogen fühlte.

Darüber hinaus ist das vorherrschende Thema in „Bei diesem Regen“ meines Erachtens das Thema „Flucht“.

Seien es der Vater mit seiner Tochter, die in der eben erwähnten ersten Erzählung nach Palästina fliehen, mit dem Ziel seiner Tochter zu ersparen, „was die Nazis ihrem Vater getan hatten“ (S. 8).

Sei es der ungarische jüdische Junge, der aus seinen schweren Verhältnissen aus- und nach Palästina aufbrechen will, aufgrund von Visa-Unstimmigkeiten aber zurück in seine Heimat geschickt wird. Über ihn sagt ein Beamter: „Die (die Iraker, Anm. d. A.) sind ebenso froh wie wir und die Türken, wenn sie das Gesindel nach Persien weitergeben können.“ (S. 26)

Und in solchen Momenten ist „Bei diesem Regen“ topaktuell. Auch heute scheint man ja in großen Teilen von Europa froh zu sein, wenn man das „Gesindel“ in Italien, Griechenland oder der Türkei parken kann. Aber hey, zumindest können sich ja bald, wenn alles klappt, tausend Menschen pro Monat über ihren Familiennachzug freuen. „Herzlichen Glückwunsch, sie haben das Los mit der 66 gezogen, was heißt, dass Sie zu den glücklichen tausend Menschen gehören, die in fünfeinhalb Jahren ihre Angehörigen in die Arme schließen können.“ Irgendwann wird man die 12 Jahre „GroKo“ als die Periode des „Grokoko“ in den Geschichtsbüchern finden. *Sarkasmus aus*

Sei es das italiensche Ehepaar, das von Europa gelangweilt war und dem Duce entfloh und das über einen Aufenthalt in Deutschland sagt: „(…) und mit den Nazis war es gar nicht so schlimm. Wenn man nicht wollte, brauchte man sie gar nicht zu bemerken.“ (S. 34)

Und auch da wieder: Wie heute, oder!? Man braucht sie gar nicht zu bemerken, diese Höckes und von Storchs. Es sei denn, dass sie mal wieder „von der Maus abgerutscht“ sind oder ein „Mitarbeiter“ Unsinn getwittert hat…

Diesen Höckes und von Storchs würde der im Buch erwähnte Algerier mit Unverständnis gegenüberstehen, von dem gesagt wird: „Er wusste nicht, was Patriotismus war, und er konnte nicht verstehen, dass Liebe, die Liebe zum eigenen Land, als Hochmut auftreten sollte.“ (S. 48)

Auch bei weiteren Themen legt Schwarzenbach den Finger in die Wunde. Bei den Rechten von Arbeitern, zu deren Lasten es geht, wenn Firmen sich bei Kostenvoranschlägen unterbieten müssen. Oder wenn aus finanziellen Gründen Sicherheitsstandards gelockert werden. (Ja, Donald, ich sehe Dich und Deine Ölförderungspläne an!)

Letztlich kritisiert die Autorin vieles, was es auch zu kritisieren gilt. Dass eine Besserung eintritt, glaubte sie wohl ebenso wenig wie ihr Gesprächspartner, der auf Seite 88 von Europas „Glauben, dass Besitz, Klassenvorrechte und Erziehungsprivilegien ewig und unveränderlich seien.“ spricht.

Ja, man merkt schon anhand dieser Myriaden Textbeispiele, dass „Bei diesem Regen“ bei mir auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Darüber hinaus schreibt die Autorin noch in einem wirklich schönen Stil, den ich gar nicht genauer beschreiben kann, der aber auf den selben Boden fiel.

Interessant zu beobachten war, wie die Verwendung der alten Rechtschreibung doch anfangs den Lesefluss stören kann. Ich bin kein Verfechter einer reformierten Reform einer Rechtschreibreform – so weigere ich mich beispielsweise beharrlich „selbstständig“ zu schreiben -, dennoch erforderte das einige Seiten des Eingewöhnens.

Umso schöner finde ich allerdings, dass man den Text noch nicht political correctenessisiert hat. So würde man wahrscheinlich heute umgehend die im Buch auftauchenden Worte „Taubstumme“, „Krüppel“ oder „Neger“ entfernen. Nicht, dass ich diese Worte bräuchte, aber um einen Text in einen historischen Kontext einzufügen, könnte es hilfreich sein, wenn man ihn einfach mal so lässt, wie er ist. Wäre ich polemisch, würde ich fragen, ob man die – von mir nie gelesene – im Jahr 2016 neu erschienene  Auflage von „Mein Kampf“ auch sprachlich …-na, lassen wir das.

Ach verdammt, wahrscheinlich habe ich mit dem letzten Absatz darauf hingearbeitet, dass sich irgendwelche Sprachwächter mit Annemarie Schwarzbach beschäftigen. Das habe ich nicht gewollt …

Kurz und abschließend gesagt: Lesen, wirklich ganz unbedingt lesen!

Wertung:

Da ich diese Erzählungen nicht in „Charaktere“, „Spannung“ oder Ähnliches unterteilen kann, bleibt es bei ganz schnöden:

9,5 von 10 Punkten

Demnächst in diesem Blog: „Agathas Alibi“, was eigentlich schon vor „Bei diesem Regen“ geplant war, aber Frau Schwarzenbach hat Agatha ganz plötzlich links überholt.

 

Freitagsfragen # 27

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Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

auch heute geht es in schöner Gewohnheit mit den Freitagsfragen im Brüllmausblog weiter. Die heutigen Fragen lauten:

1.) Worüber hast Du Dich vor Kurzem sehr geärgert? Wünschst Du Dir, anders reagiert zu haben?

2.) Was möchtest Du in diesem Jahr von Deiner Wunschliste abhaken?

3.) Was isst Du für gewöhnlich zum Frühstück?

4.) Die Wahl der Qual: Anstatt zu lachen nur noch gähnen können oder beim Anblick von Bargeld in Panik geraten?

 

Antwort zu 1.)

Ich bitte den Teil der Leserschaft, der regelmäßig bei mir liest um Entschuldigung, denn dieser Teil hat das folgende schon ein-, zweimal gelesen, aber dennoch:

Zuletzt so richtig in Rage gebracht hat mich die Rechnung einer Werkstatt über eine Starthilfe und einen Batteriewechsel. Ich kam nicht umhin, mich zu erkundigen, was diese exorbitant teure Wunderbatterie denn nun könne. Die Zeit anzeigen? Die Karre mit zusätzlichen 20 PS antreiben? Wenn man diese Preise hochrechnet, dann würde man dort für einen Getriebewechsel oder einen Austauschmotor wahrscheinlich eine Niere von mir verlangen. Dass ich diese an deren Stelle dann nicht nehmen würde, ist eine andere Sache.

Aber ja, ich wünsche mir, ich hätte anders reagiert. Ich neige dazu, nach außen hin ruhig und freundlich zu bleiben, obwohl ich mich innerlich schwarz ärgere. Dass das fürs Herz-Kreislauf-System nicht gesund sein kann, ist nochmal eine andere Sache.

Und obwohl ich für meine Verhältnisse schon extrem ungehalten war, hätte ich am liebsten mal so richtig die Welle gemacht! Die affektierte Bürotussi in den Hals zu beißen, wäre erst mal ein guter Anfang gewesen. Den am Rande der Wahrnehmungsfähigkeit dahinschlurfenden Senior-Chef – der, ich weise nochmals darauf hin, in der Situation übrigens der Einzige war, der laut wurde – verbal in seine Schranken zu weisen, wäre eine gute Fortsetzung gewesen. Dann noch den Mechatroniker-Dödel, der mir vorab ganz andere Preise nannte, dahin treten wo die Sonne nie scheint, und schön wäre ich viel entspannter wieder weg gefahren.

Aber irgendwie ist es ja immer so, dass man hinterher denkt: „Hätte ich mal…“

 

Antwort zu 2.)

Im Grunde habe ich weder eine Wunsch- noch eine sonstige Liste, die es abzuhaken gilt.

Gut, ich habe einen Stapel ungelesener Bücher, der sich wie durch Zauberhand oder Zellteilung zu vergrößern scheint, ohne, dass ich etwas dazu beitrage. Es wäre schon sehr wünschenswert, den in 2018 zu verkleinern. (Was angesichts spannender Neuerscheinungen in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten ein schwieriges Unterfangen wird.)

Die digitale Version meines „SuB“ befindet sich in Form eines „pile of shame“ auf meinem Rechner. Und auch diesen zu verkleinern, wäre wünschenswert. Ich gebe mein Bestes!

Hach ja, „first world problems“!

Abgesehen davon bin ich aber wunschlos. Nicht wunschlos glücklich, nur wunschlos.

 

Antwort zu 3.)

Kaffee!

Das darüber hinaus einzeln auszuführen, würde zu weit führen. Daher beschränke ich mich auf die Erwähnung dessen, was ich nicht zum Frühstück esse. So bin ich beispielsweise kein Fan von Roggenbrot. Auch jegliches Vollkorn-Gedöns meide ich so gut wie möglich. Joghurt, Quark, Frischkäse und ähnliche Dinge, die Millionen von Menschen weiterhin beharrlich und fälschlicherweise als „Lebensmittel“ bezeichnen, vermeide ich ebenfalls vollumfänglich. *brrrrr*

Da könnte der Verdacht entstehen, dass all das, was Ernährungswissenschaftler als „gesund“ ansehen, einen schweren Stand bei mir hat. Aber die erzählen sowieso alle zehn Jahre etwas anderes. Wenn ich noch etwas warte, wird sich herausstellen, dass meine Ernährungsweise das absolute Nonplusultra darstellt, jawohl!

 

Antwort zu 4.)

Da entscheide ich mich voller Überzeugung für eine handfeste Chrematophobie, für die Angst vor Geld. Ich zahle einfach nur noch mit Karte, fertig! Früher oder später  wird das Bargeld eh abgeschafft, dann hat sich das Problem erledigt.

 

Abschließend wünsche ich allseits noch einen schönen Freitag und einen guten Start in ein hoffentlich schönes Wochenende! Die Bundesliga-Rückrunde geht los! Yay! 🙂

Gehabt euch wohl

 

„Das Wörterbuch des Viktor Vau“ – Zufallsfund

Buch: „Das Wörterbuch des Viktor Vau“

Autor: Gerd Ruebenstrunk

Verlag: Piper

Ausgabe: Taschenbuch, 414 Seiten

Der Autor: Mit 20 Jahren machte Gerd Rübenstrunk sein Abitur in Hildesheim und studierte Englisch und Germanistik an der TU Hannover. Danach ging er an die Pädagogische Hochschule Bielefeld und studierte Deutsch, Geschichte und Wirtschaftslehre auf Lehramt.
Von 1976 bis 1980 studierte er außerdem Psychologie an der Universität Bielefeld. Das Studium schloss er 1998 ab. Seine Diplomarbeit über die Computersimulation psychologischer Emotionstheorien wird heute an Hochschulen als Einführungstext in das Thema verwendet.
Heute lebt Gerd Ruebenstrunk mit seiner Familie in Duisburg.
Von 1984 bis 1995 arbeitete Ruebenstrunk für verschiedene Werbeagenturen. Danach war er für die Konzeption der wöchentlichen Computer- und Internetshow CLICK! auf VOX zuständig.
Von 1998 bis 2000 war Ruebenstrunk Chefautor für die Sendungen „Wie bitte?!“ (Ausgestrahlt von RTL) und „Versteckte Kamera“ (Ausgestrahlt vom ZDF). 2001 schrieb er, gemeinsam mit Alexander Rettig, eine Folge für die Comedy-Serie Alles Atze. (Quelle: Piper)

Das Buch: Seit Jahrzehnten arbeitet Viktor Vau an seinem Wörterbuch – einer einzigartigen Sammlung von Begriffen, die die Welt so exakt beschreiben wie nie zuvor. Doch Viktor Vau ahnt nicht, dass sein Werk auch ein furchterregendes Geheimnis birgt. Als im Meer eine Raumkapsel unbekannter Herkunft entdeckt wird, stößt man darin auf eine Botschaft, die nur Viktor Vau entschlüsseln kann. Die Nachricht erschüttert die Welt – und ausgerechnet Viktor Vau steht im Mittelpunkt einer drohenden Katastrophe … (Quelle: Piper)

Fazit: Wenn die Exemplare der preisreduzierten Mängelexemplare auf dem „Grabbeltisch“ einen repräsentativen Querschnitt durch den Büchermarkt darstellten, dann gäbe es eine gewisse statistische Wahrscheinlichkeit, dort auch einmal etwas Brauchbares zu finden. Aber sind wir doch mal ehrlich: 99 % von dem, was man dort vorfindet, ist Mist! Dennoch schaue ich so zwei-, dreimal im Jahr auf diesem Grabbeltisch nach, denn manchmal, ganz manchmal, hat man sogar Glück, so wie ich in diesem Fall mit „Das Wörterbuch des Viktor Vau“.

Dabei muss ich sagen, dass der Autor mit dem einprägsamen Namen mir vorher nicht bekannt war, wohingegen Menschen, die eine höhere Affinität zu Jugendbüchern haben als ich, ihn vielleicht als Autor des Dreiteilers rund um „Arthur und die vergessenen Bücher“ kennen. Da auch der Klappentext auf der Rückseite – der nicht dem oben eingefügten entspricht – irgendwo zwischen nichtssagend und schon fast peinlich lag, musste ich mich auf meine Intuition verlassen und habe das Buch in erster Linie wegen seiner schönen Gestaltung gekauft. Auch damit kann man manchmal, ganz manchmal, Glück haben.

Da ich nicht genau wusste, worauf ich mich einlasse, bereitete ich mich im besten Falle auf ein Buch wie Merciers „Perlmanns Schweigen“ und im schlechtesten Fall auf eines wie Norfolks „Lemprière´s Wörterbuch“ vor. Mit beiden Titeln hat „Das Wörterbuch des Viktor Vau“ jedoch nicht das Geringste zu tun. Nein, Ruebenstrunk erzählt eine viel leichter verdauliche, gefälligere und dennoch spannende Geschichte.

Eine Geschichte allerdings, über deren Inhalt man im Vorfeld eigentlich gar nicht so viel schreiben kann, ohne möglicherweise viel zu viel zu verraten. Ruebenstrunk lässt seinen Roman in der Zukunft spielen, auf der Weltkarte hat sich, verglichen mit heute, einiges getan. Aus den spärlichen Informationen zu seinem dennoch spannenden Handlungsrahmen kann man beispielsweise entnehmen, dass die europäischen Staaten zu der sogenannten „Union“ zusammengefasst wurden, die von der „Dynastie“ regiert wird. Deren Mitglieder rekrutieren sich aus einem Kreis von etwa einem bis zwei Prozent der Gesellschaft und sind beispielsweise Wirtschafts- und Bankenführer. Eine dieser beiden Zunkunftsvisionen Ruebenstrunks halte ich nach heutigem Stand für eher unwahrscheinlich, die andere für sehr wahrscheinlich…

In dieser Situation möchte der auf Neurolinguistik spezialisierte Professor Viktor Vau eine Plansprache einwickeln. Anders als andere Plansprachen soll sie sich dadurch auszeichnen, vollkommen exakt zu sein. Jede Aussage soll für alle Menschen, die dieser Plansprache mächtig sind, die selbe Bedeutung haben.

Noch ehe er seine Forschungen auf diesem Gebiet zu Ende bringen kann, stürzt die Raumkapsel vom Himmel und die Dinge nehmen ihren Lauf.

Die Ereignisse in „Das Wörterbuch des Viktor Vau“ schildert der Autor in stilistischer Hinsicht auf sehr gefällige Weise. Auch wenn man als Leser manchmal das Gefühl hat, von einem Thema zum anderen zu springen – dazu gleich mehr -, behält man immer den roten Faden der Geschichte im Blick.

Auch die Charaktere sind gut getroffen, allen voran natürlich der titelgebende Viktor Vau.

Dennoch liegen die Stärken des Buches meiner Meinung nach weder in seinem Stil noch in seinen Figuren, weswegen ich mich diesbezüglich arg kurz fasse, sondern eindeutig in der Geschichte selbst. Der Autor reißt eine Fülle von Themen an: Plansprachen, das Zusammenspiel der linken und der rechten Gehirnhälfte, Diskussionen über die Aufgaben eines Staates, die politische Entwicklung in der Welt in der Zukunft, Fragen über Ethik und Moral und so weiter. Dabei werden – beispielsweise hinsichtlich der Plansprachen – nebenbei Namen wie Leibniz oder Wilkins genannt, die dazu führten, dass ich im Anschluss an die Lektüre des Buches noch eine ganze Weile in der Gegend herumgoogelte, um mich mit weiteren Informationen zu den genannten Herren und den entsprechenden Themen zu befassen. Ich mag sowas ja! Da kann man nebenbei auch noch etwas lernen.

Erstaunlich passend webt Ruebenstrunk dazu noch den Handlungsstrang über einen Serienmörder in die Handlung ein. Und einen weiteren über … – nein, das kann ich wirklich nicht verraten. 😉

Wer einen Hang zur Science-Fiction hat und darüber hinaus vielseitig interessiert ist, der wird mit „Das Wörterbuch des Viktor Vau“ nicht viel falsch machen können.

Wertung:

Handlung: 9,5 von 10 Punkten

Charaktere: 8 von 10 Punkten

Stil: 8,5 von 10 Punkten

Atmosphäre: 9 von 10 Punkten

Gesamtwertung: 8,75 von 10 Punkten

Demnächst in diesem Blog: „Agathas Alibi“ von Andrew Wilson.

Freitagsfragen #26

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

auch im neuen Jahr 2018 gilt es, in schöner Regelmäßigkeit die Freitagsfragen aus dem Brüllmausblog zu beantworten. Los gehts mit der ersten Ausgabe des Jahres, die Fragen lauten:

1.) Wie war’s?

2.) Wie wird’s?

3.) Wie geht’s?

4.) Die Wahl der Qual: Ein Jahr in Armut oder ein Jahr einsam leben?

 

Antwort zu 1.)

Ach, ich habe jetzt so oft über das vergangene Jahr geschimpft, einmal mehr passt dann auch noch: Beschissen war´s, danke der Nachfrage!

Gut, objektiv betrachtet hatte ich schon deutlich schlimmere Jahre und im Grunde genommen weiß ich das auch. Subjektiv gesehen allerdings konnte ich mit dem vergangenen Jahr nicht wirklich etwas anfangen. Vor allem in finanzieller Hinsicht war es schwierig. Und das wiederum liegt darin begründet, dass sich das Jahr 2017 immer neue Streiche überlegt hat, wie es mich um mein Geld bringen könnte. Gerade wenn ich dachte, dass ich in einem Monat mal besser über die Runden kommen würde, zack, schon ging irgendwas Wichtiges kaputt.

Sicherlich ist das noch Leiden auf relativ hohem Niveau, schließlich konnte ich mir zwischendurch immer wieder beispielsweise den Luxus eines Bücherkaufs gönnen, und dennoch: Es nervte!

Im Laufe der Zeit entwickelte sich das intensive Bedürfnis, dass einfach mal über einen Zeitraum von, sagen wir, meinetwegen nur sechs Wochen alles problemlos funktionieren würde.

Und auch für den einen oder anderen Menschen in meinem persönlichen Umfeld hätte ich mir gewünscht, dass das Leben zur Abwechslung mal widrigskeitsfrei verläuft. 2017 hatte diesbezüglich aber einfach kein Einsehen.

2017, setzen, sechs!

Antwort zu 2.)

Es wird großartig. Davon bin ich fest überzeugt. Gut, in den ersten fünf Tagen macht das neue Jahr den Eindruck, als sei es bei dem alten in die Lehre gegangen:

Dass ich kürzlich für den Batterieaustausch in einer Vertragswerkstatt ungefähr so viel bezahlt habe wie für einen halben Zahnriemenaustausch in einer Nicht-Vertragswerkstatt, ärgert mich immer noch, auch wenn es objektiv betrachtet größeres Unbill geben kann. Zumal ich das großen Teilen mir, meiner eigenen Naivität und Ungeduld zuzuschreiben habe. Dennoch ärgert es mich.

Dass es kurz nach Beginn des neuen Jahres in der Familie eines Kumpels einen Trauerfall gab, betrifft mich auch nicht unmittelbar. Solche Nachrichten sind allerdings hervorragend dafür geeignet, ein veritables, einzigartiges – und vor allem vollkommen sinnloses – Kopfkino bei mir auszulösen, dass sich durchaus noch ein wenig auf mein Wohlbefinden auswirkt.

Dennoch: 2018 wird großartig! Sicherlich nicht immer und an jedem Tag, aber insgesamt wird es sicher super!

(Auch wenn mich ein wenig die Befürchtung beschleicht, mir in einem Jahr nochmal diese Zeilen durchzulesen und grantig „Armer Irrer“ zu murmeln…)

Antwort zu 3.)

Es könnte besser sein. Sicher, es könnte auch viel schlechter sein. Dennoch: Es könnte besser sein. Normalerweise weiß ich auch immer in etwa, was ich aktiv dazu beitragen kann, dass es besser wird. Im Moment weiß ich das leider nicht, was mich latent beunruhigt. 😉 Aber ich bin frohen Mutes, dass es zeitnah besser geht. Spätestens wenn die…, die Dings…, dieses, na, verrückt, ich komme nicht drauf. Na, dieses große, runde gelbe Dingens da…, man sieht es manchmal am Himmel…, na, spätestens, wenn das wieder mal durchkommt, ergibt sich der Rest von allein. Mist, wie heißt das Ding noch, ich habs schon so lange nicht mehr gesehen… 😉

Antwort zu 4.)

Ich ziehe definitiv ein Jahr in Armut vor! Ich habe im Lauf der Zeit schon das eine oder andere Jahr ALG II bezogen, was alles andere als witzig ist, mir aber gezeigt hat, dass ich auch weitgehend ohne Geld leben könnte. Ohne meine liebgewonnen Mitmenschen könnte ich nicht leben, da bliebe kurz- bis mittelfristig meine geistige Gesundheit auf der Strecke.

 

Das war es auch schon wieder. Ich wünsche allseits einen schönen Restfreitag.

Gehabt euch wohl!

Die „Sparschwein-Challenge 2017“ – Das Ergebnis

sparschwein

 

Schönen guten Abend, liebe Leserinnen und Leser,

mit dem Jahr 2017 geht auch meine Teilnahme an der „Sparschwein-Challenge“ des vergangenen Jahres zu Ende.

Für alle, die noch nicht wissen, worum es dabei geht, zitiere ich mich einfach mal selbst:

„Das in seiner Komplexität überschaubare Regularium der „Challenge“ ist schnell erläutert: Für jedes gelesene Buch wandert ein Geldbetrag in ein Sparschwein, die Höhe des Betrages hängt von der Verweildauer des Buches auf dem Stapel ungelesener Bücher ab. Bei bis zu zwei Monaten Verweildauer wandert ein Euro in das Sparschwein. Bücher, die schon länger als zwei Monate ungelesen herumlagen, schlagen mit zwei Euro zu Buche und Bücher, die bereits seit zwei Jahren darauf warten, gelesen zu werden, bringen drei Euro. Zum Ende des Jahres wird dann Kassensturz gemacht und mit dem erlesenen Betrag kann dann verfahren werden, wie es beliebt.“

So weit, so gut!

Hier folgt nun das Gesamtergebnis des Jahres 2017:

Januar 2017

„Gefrorener Schrei“ – Tana French –  1 Euro

„Finderlohn“ – Stephen King –  1 Euro

„Die Blausteinkriege I“ – T. S. Orgel – 1 Euro

Februar 2017:

„Die Suche“ – Nick Louth – 2 Euro

„Tiefe Narbe“ – Arno Strobel – 1 Euro

„Wohin der Wind uns weht“ – Joao Ricardo Pedro – 1 Euro

März 2017:

„Der Finne“ – Taavi Soininvaara – 1 Euro

„Butcher´s Crossing“ – John Williams – 2 Euro

„Good as Gone“ – Amy Gentry – 1 Euro

„Die Glücklichen“ – Kritine Bilkau – 1 Euro

„Das Buch der Spiegel“ – E. O. Chirovici – 1 Euro

„Untreue“ – Paulo Coelho – 2 Euro

April 2017:

„Des Teufels Gebetbuch“ – Markus Heitz – 1 Euro

„Die Grausamen“ – John Katzenbach – 1 Euro

„Auerhaus“ – Bov Bjerg – 1 Euro

„Spiel im Morgengrauen“ – Arthur Schnitzler – 1 Euro

„Die Triffids“ – John Wyndham – 1 Euro

„Die Verwandlung“ – Franz Kafka – 1 Euro

Mai 2017:

„Nullnummer“ – Umberto Eco – 1 Euro

„Die letzten Tage der Nacht“ – Graham Moore – 1 Euro

„Ostfriesen-Killer“ von Klaus-Peter Wolf – 1 Euro

„Under Ground“ – S. L. Grey – 2 Euro

Juni 2017:

„Natchez Burning“ – Greg Iles – 2 Euro (abgebrochen; zählt trotzdem!)

„Into the Water“ – Paula Hawkins – 1 Euro

„Die Krone der Sterne“ – Kai Meyer – 2 Euro

„Der Schneegänger“ -Elisabeth Herrmann – 1 Euro

„Das Geheimnis des Poeten“ – Guido Dieckmann – 2 Euro

„Passagier 23“ – Sebastian Fitzek – 1 Euro

„Die Gestirne“ – Eleanor Catton – 2 Euro

„Die Anatomie des Teufels“ – Jordi Llobregat – 1 Euro

Juli 2017:

„Das Walmesser“ – C.R. Neilson – 1 Euro

August 2017:

„Der Sündenfall von Wilmslow“ – David Lagercrantz – 1 Euro

„Das böse Buch“ – Kai Erik – 1 Euro

„Ulldart – Die komplette Saga I“ – 2 Euro

„Niemandsland“  – Philip Dröge – 1 Euro

„Das Genie“ – Klaus Cäsar Zehrer – 1 Euro

September 2017:

„Spectrum“ – Ethan Cross – 1 Euro

„Die Spur der Bücher“ – Kai Meyer – 1 Euro

„Der letzte Verrat“ – Nicola Moriarty – 1 Euro

„Der Präsident“ – Sam Bourne – 1 Euro

„Alles so hell da vorn – Monika Geier – 2 Euro

Oktober 2017:

„Origin“ – Dan Brown – 1 Euro

„Der Küstenfluch“ -Hendrik Berg – 1 Euro

„Im finsteren Eis“ – Bracken MacLeod – 2 Euro

„Die Petrusmünze“ – Daniel Holbe – 1 Euro

November 2017:

„Erlöse mich“ – Michael Robotham – 1 Euro

„Wenn ich Dich hole“ – Anja Goerz – 2 Euro

„Die Kinder“ – Wulf Dorn – 1 Euro

„Der Fall Kallmann“ – Hakan Nesser – 1 Euro

Dezember 2017

„Konklave“ -Robert Harris – 1 Euro

„Die siebte Leiche“ – Vlastmilil Vondruska – 1 Euro

„Die Königschroniken – Ein Reif von Eisen“ – Stephan M. Rother – 1 Euro

„Die Mädchen von der Englandfähre“ – Lone Theils – 1 Euro

 

Falls ich mich nicht verzählt habe, – wer die Muße hat, es zu tun, möge nachrechnen und mich ggf. korrigieren – komme ich damit auf eine Gesamtsumme von 65 Euro. Das klingt doch mal gut! Ich stocke spontan auf 70 Euro auf!

Da stellt sich dann spontan die Frage: Was tue ich damit?

Und genau damit fangen die Probleme an:

Erstens habe ich nie wirklich in Betracht gezogen, das Geld für mich selbst auszugeben. Daraus resultierte logischerweise zweitens der Gedanke, den Erlös einem „guten Zweck“ zukommen zu lassen. Daran schloss sich wiederum die Frage an, ob ich denn überhaupt darüber rede resp. schreibe, setze ich mich dadurch doch dem Vorwurf aus, nach dem Motto „Tue Gutes und rede darüber!“ zu verfahren. Was mir eigentlich relativ fern liegt – einfach, weil ich nie Gutes tue! 🙂

Aber vielleicht kann ich ja die Eine oder den Anderen auf diese Art und Weise davon überzeugen, Ähnliches zu tun, deshalb tue ich es kund.

Kurz gesagt: Die oben erwähnten 70 Euro werde ich jeweils zur Hälfte

LeseLust Leipzig e.V.

und

German Doctors e. V.

zukommen lassen.

Auf „LeseLust Leipzig“ kam ich durch den von mir sehr geschätzten Blog „Lesen in Leipzig“ und einen Bericht, nachdem die Lesekompetenz der hiesigen Schülerschaft immer weiter abnimmt.

Auf „German Doctors e. V.“ kam ich zugegebenermaßen durch einen kürzlich gesehenen Bericht im digitalen Programm des Ersten, formerly known as ARD. Wenn deutsche Ärzte und Innen unentgeltlich in Indien, Bangladesch, Kenia, Sierra Leone oder den Philippinen tätig werden, wo man so etwas wie das deutsche Gesundheitssystem – so beschissen es auch sein möge – nicht hat, oder nicht mal kennt, dann hat das durchaus Unterstützung verdient, sei sie auch noch so klein.

Gut, all das klingt nicht nach den oben erwähnten Problemen. Das eigentliche Problem liegt eher darin, dass ich vorhin Opfer modernen Raubrittertums geworden bin, und das auch noch selbst verschuldet. Ich erwähnte kürzlich, dass mein Auto – aufgrund einer dahinsiechenden Batterie – den Geist aufgegeben hat. In der irrigen Annahme, bei der Vertragswerkstatt – wo ich mein schönes Auto auch kurz nach dem Kartoffelkrieg 1778 gekauft habe, und die auch die einzige vor dem Feiertagswochenende erreichbare war – könnte ein Batteriewechsel nicht soooo teuer sein, wurde ich dort vorstellig.

Nun, ich will es mal so sagen: Von dem, was man dort verlangte – obwohl der Scherge mit dem Starter-Gerät völlig andere Summen in den Raum warf -, hätte ich mir drei No-Name-Batterien kaufen können!

Deswegen: Fahrt nicht zu Vertragswerkstätten, nicht mal wegen Kleinigkeiten! Tut es nicht, Vertragswerkstätten sind die „Erste Ordnung“ des Kfz-Geschäfts! Möge die Macht mit euch sein!

Daraus resultiert jedenfalls, – auch weil ich nie die Disziplin hatte, den entsprechenden Betrag auch wirklich in meine Spar-Eule zu werfen – dass ich die beiden oben erwähnten Spenden erst im Februar tätigen kann, so leid es mir tut. Mit 30 Stunden in der Woche bin ich nicht gerade Krösus. 😉

Ich werde euch jedenfalls diesbezüglich auf dem Laufenden halten und – falls gewünscht – entsprechende Nachweise liefern.

Aber sei es, wie es sei, die „Sparschwein-Challenge“ geht trotzdem schon mal in ihre nächste Runde, denn auch 2018 werde ich mal schauen, was sich alles so erlesen lässt. 🙂

Gehabt euch wohl!

 

 

Liebster Award

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Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

zuerst einmal wünsche ich euch allen ein gesundes und glückliches neues Jahr 2018!

Die geschätzte Bloggerkollegin Tally hat mich kurz vor Ablauf des alten Jahres – das hoffentlich bald zu recht im Orkus des Vergessens landen wird – freundlicherweise für den „Liebster Award“ nominiert. Vielen, lieben Dank! Nun gebe ich zu, dass meine Begeisterung angesichts solcher Nominierungen in der jüngeren Vergangenheit deutlich abgenommen hat. Und eigentlich wollte ich von der Teilnahme an solchen Aktionen für die nähere Zukunft absehen. Wegen der eingangs erwähnten geschätzten Bloggerkollegin mache ich aber diesmal noch eine Ausnahme!

Allerdings nehme ich mir, wie eigentlich immer, die eine oder andere Regeländerung heraus, was im Einzelnen bedeutet, dass ich

a) keine anderen Blogger und Innen nominieren werde, woraus sich ergibt, dass ich

b) mir keine neue Fragen ausdenke

Die mir von Tally gestellten Fragen lauten:

1. Was erwartet dich im Januar 2018, welche Termine stehen an oder welche Unternehmungen sind geplant?

Nun, ab morgen muss ich erst mal wieder arbeiten gehen. *D´oh!* Das erfüllt mich nicht wirklich mit überschäumender Freude. Aber da Urlaub um Weihnachten herum eigentlich generell recht wenig mit Urlaub zu tun hat – so drei bis fünf Tage sind davon ausgenommen – kann ich genau so gut wieder meiner Erwerbstätigkeit nachgehen.

Ansonsten liegt im Januar eher wenig bis nichts an. Spontan fällt mir nur ein Geburtstag am nächsten Wochenende ein, für den ich meine Teilnahme zugesagt habe, sonst bis jetzt nichts. Und das ist auch gut so!

2. Gehörst du zu den Leuten, die sich jetzt schon (wieder) Gedanken darum machen, wie das nächste Weihnachten aussehen bzw. gefeiert werden soll?  Und gehen dir die Fragen um Weihnachten und Silvester herum, die sich exakt darum drehen, auch irgendwann auf die Nerven?

Nein, jetzt mache ich mir darüber noch keine Gedanken. Hinsichtlich Weihnachten gerate ich erst Anfang Dezember 2018 wieder in einen mentalen Ausnahmezustand. Und auch das ist gut so!

Was Fragen zu Weihnachten und Silvester angeht, nerven mich diese eigentlich weniger  als die Festivitäten selbst.

3. Magst du lieber gekaufte oder selbstgemachte Geschenke? Vielleicht sogar beides?

So lange sich die schenkende Person wenigstens so drei, vier Sekunden Gedanken bezüglich des Geschenks gemacht hat, ist mir eigentlich egal, ob es gekauft oder selbstgemacht ist.

4. Bleiben wir bei Geschenken: Wirst du gern überrascht oder weißt du lieber im Vorraus was man dir schenken wird?

Das kommt ganz eindeutig darauf an, wer mir etwas schenkt. Innerfamiliär bekam ich schon öfter Geschenke der Marke „Ich habe gedacht, Du könntest es gebrauchen!“. Meistens konnte ich damit aber dann doch eher nichts anfangen. Und bevor einerseits der Schenkende beleidigt ist und ich andererseits Dinge, die ich nicht brauche, bei mir herumliegen habe, ist es vielleicht ratsam, etwas abzusprechen. Allerdings insistiere ich innerfamiliär ohnehin darauf, sich nichts mehr zu schenken. Vielleicht kann ich mich in diesem Jahr mit diesem Begehr durchsetzen.

5. Was hat für dich einen höheren Stellenwert: Geburtstag oder irgendein anderes Fest aka Weihnachten, Ostern, Namenstag etc? Oder ist dir sowieso alles wurscht?

Ich feiere unheimlich gern den Geburtstag anderer Leute, verabscheue es aber zutiefst, den eigenen zu feiern! Glücklicherweise verlief der in den letzten Jahren ohnehin in recht überschaubaren Umfang, aber wenn es nach mir ginge, würde ich mich kurz vor meinem Geburtstag absetzen und erst Tage später wiederkommen.

Was die anderen Feste angeht, so sind mir diese eigentlich nur deshalb wichtig, weil ich dann frei habe. 😉

6. Um meine Haß-Frage weiter zu geben: „Wie geht es dir?“ Und ich will die ehrliche Variante hören 😉

Die ehrliche Variante? Es geht so. Das abgelaufene Jahr beschloss zweieinhalb Tage vor seinem Ende, mir nochmal mit Anlauf ins Gemächt zu treten, indem mein Auto mir den Dienst versagte. Lustiger Einfall, 2017, Respekt! Nun, der Schaden soll morgen behoben werden und wird wohl hoffentlich auch nicht so teuer, insofern gibt es Schlimmeres.

Abgesehen davon bin ich erst mal erleichtert, dass 2017 – der Donald Trump unter den Jahren – jetzt Geschichte ist. Woher ich die unerschütterliche Überzeugung nehme, dass jetzt alles besser wird, nur weil wir statt einer 7 eine 8 im Datum schreiben, weiß ich nicht. Aber es wird jetzt alles besser! Ganz bestimmt!

7. Gute Fee-Zeit: Einen Wunsch hast du frei, der sich im Jahr 2018 erfüllen wird. Welcher Wunsch wäre es, der sich erfüllen soll?

Einen einzigen? Hat man da nicht eigentlich immer drei? Was´n das für ´ne Fee? Teilzeitkraft? Na gut, dann eben einen…

Mir würde es schon reichen, wenn es mir und den mir nahestehenden Menschen im Jahr 2018 gesundheitlich gut gehen würde. Alles andere findet sich!

8. Undank ist ja bekanntlich der Weltenlohn. Du beschenkst jemanden, der dir am Herzen liegt mit einem Herzensgeschenk und die Person reagiert absolut nicht so, wie du es erwartet hast („Naja … kann man ja noch Umtauschen. Du hast ja hoffentlich noch den Kassenbon?“ oder „Oh … toll …selbstgemacht …würg“) Was machst du?

Ich überdenke mein Verhältnis zu dieser Person! 😉 Nein! Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass mir das egal wäre, aber ich könnte damit umgehen. In der Vergangenheit habe ich z.B. auch schon Bücher geschenkt, die mir am Herzen liegen, und die ich für großartig halte, von denen ich aber sicher bin, dass sie nie gelesen wurden. Es gibt Schlimmeres!

Allerdings bin ich ein neugieriger Mensch und würde wahrscheinlich wissen wollen, warum mein Geschenk nicht auf Gegenliebe stößt, allein schon, um so etwas beim nächsten Mal zu vermeiden.

9. Da steht ein Einhorn vor deiner Tür! ERNSTHAFT! Ein Einhorn! Wie reagierst du?

Ich verschenke es! Ich kenne eine ganz zauberhafte Person, die sich riesig über ein Einhorn freuen würde. Würde man fragen wieso, würde besagte Person so etwas sagen wie: „Na, es ist ein Einhorn!“

10. Nachdem du ein riesiges Tamtam um das besagte Einhorn gemacht hast, stellt sich heraus, dass du Silvester einfach nur zu viel gefeiert hast … statt einem Einhorn handelte es sich nur um einen normalen Ackergaul. Und jetzt?

Ich würde mich erkundigen, ob auch für den Ackergaul Verwendung besteht. Falls nicht, würde ich um die Erlaubnis ersuchen, den Ackergaul weiterzuverschenken. Eine andere ganz zauberhafte Person würde sich sicherlich über so einen freuen.

 

So, das war es dann auch schon wieder.

Gehabt euch wohl!

Freitagsfragen #25

Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, ihr habt alle die Weihnachtsfeiertage gut überstanden. Zu meiner großen Überraschung verliefen meine Feiertage erstaunlich ruhig und ereignislos, alle Familienmitglieder haben die Festivitäten ohne größere Folgeschäden jeglicher Art überstanden und reich beschenkt wurde ich darüber hinaus auch noch. Diesbezüglich seien besonders die von mir als eine Art vorweihnachtliches Geschenk verstandene, sehr freundliche E-Mail eines bekannten deutschen Autoren genannt, der sich freundlich für meine wohlwollende Besprechung bedankte sowie die ingesamt 18 (!) Bücher aus dem „Drachenlanze“-Zyklus, welche mir von einer ganz zauberhaften Person geschenkt wurden, der ich an dieser Stelle nochmal meinen Dank ausspreche.

Nun, eigentlich sollte mein Blog für das restliche Jahr 2017 ja eigentlich den Betrieb einstellen, aber hey, einerseits dauert das Jahr ja eh nur noch zweieinhalb Tage und andererseits ist heute Freitag. Das wiederum bedeutet natürlich eine neue Runde Freitagsfragen im Brüllmausblog. Klar, die könnte ich auch ausnahmsweise ignorieren. Ich könnte sie auch einfach am nächsten Freitag beantworten. Ich könnte aber das Geschwafel einstellen und zu den heutigen Fragen kommen, die da lauten:

1.) Wie läutest Du 2018 ein?
2.) Nimmst Du Dir zum Jahreswechsel etwas vor?
3.) Wie war Dein Jahr 2017?
4.) Die Qual der Wahl: Lieber die guten Momente des Jahres vergessen oder die schlechten noch einmal durchleben?

Antwort zu 1.)

Nun, eigentlich war an Silvester – wann hat sich eigentlich die Schreibung mit y eingeschlichen? „Sylvester“ – übrigens abgeleitet vom lateinischen silva für „Wald“, nur, damit ihr hier auch was mitnehmt – ist entweder ein Zeichentrick-Kater – die Älteren werden sich erinnern – ein deutscher Film aus den 20ern – die noch Älteren werden sich erinnern – ein nach dem im 19. Jahrhundert wirkenden britischen Mathematiker J.J. Sylvester benannter Mondkrater – die noch viel Älteren werden sich erinnern – oder aber ein Prager Bischof aus dem 12. Jahrhundert – die ganz Alten werden… nein – von mir aus kann mit „Sylvester“ auch eine von insgesamt sechs Städten in verschiedensten Bundesstaaten der USA gemeint sein oder allgemein einfach nur ein männlicher Vorname, aber mit dem Jahreswechsel hat „Sylvester“… ach, niemand mag Klugscheißer, lassen wir das also –  an Silvester also war eigentlich nichts geplant. Dann wurde spontan aber doch etwas geplant, nämlich mit Teilen der Familie abends essen zu gehen. Jetzt allerdings ist aber auch diese Planung wieder in der Schwebe, was in mir die Befürchtung aufkeimen lässt, übermorgen zu Hause zu sitzen und zum sich zum dreihundertachtundzwanzigsten Mal die verf*%&#§ „Chartshow“ anzusehen.

Es gäbe durchaus Alternativen, gegen diese spricht aber die Tatsache, dass ich mich in der Gegenwart größerer alkoholisierter Menschenmengen, die laienhaft bis übermütig mit Feuerwerkskörpern hantieren, nur so semi-wohl fühle. Sollte sich also der Plan hinsichtlich der Essens zerschlagen, läuft alles auf Olli Geissen und eine gewisse Menge Alkohol hinaus, um mit dem Konsum von Letzterem den Konsum von Ersterem erträglich zu gestalten.

Antwort zu 2.)

Nein. Veränderungen sind böse! 😉 Aber mal ehrlich, wenn ich irgendwelche Vorsätze hätte, mir irgendetwas einfallen würde, was ich im neuen Jahr wirklich anders machen möchte, dann hätte es eigentlich keinen plausiblen Grund gegeben, diesen Vorsatz, diese Änderung bis zum Ablauf des Jahres hinauszuzögern. An Silvester verfasste Vorsätze haben ohnehin die Eigenart, dass deren Umsetzung keine besonders lange Halbwertzeit hat.

Wobei, je länger ich darüber nachdenke: Vielleicht sollte ich mir für das neue Jahr einfach mal ganz bescheiden vornehmen, die Weltherrschaft an mich zu reißen! Was hätte das nicht alles für Vorteile:

Die Herren Seehofer, Scheuer, Söder, Herrmann und Co.  könnten sich entspannt zurücklehnen. Sie bräuchten sich nicht mehr damit beschäftigen, angesichts eines möglichen Familiennachzugs von 200.000 Menschen – aus denen die CSU mal eben 750.000 gemacht hat, was allerdings auch schon ein Fortschritt ist, schließlich schwafelte Frau Aigner vor geraumer Zeit auch schon mal etwas von mehr als 7 Millionen – Weltuntergangsszenarien herbeizureden, die die „Integrationsfähigkeit Deutschlands überfordern“ würden. Die Frage, inwieweit ausgesetzter Familiennachzug die Integrationsfähigkeit von Menschen überfordert, lasse ich jetzt mal dahingestellt… Auch über die von der CSU mittlerweile favorisierte Härtefallregelung – welche natürlich immer im Einzelfall überprüft werden müsste; man frage mal Verwaltungsrichter, was sie von diesem CSU-Vorschlag halten; ich bin sicher, deren Begeisterung hält sich in Grenzen – bräuchten sich die Herrschaften keinerlei Gedanken mehr machen.

Auch für Andrea „Bundesteilhabegesetz“ Nahles hätte meine Weltherrschaft einige Vorteile. Ich würde ihr nämlich untersagen, weiterhin etwas von „Politik für „Leistungsträger““ zu schwafeln. Ihr als SPDlerin würde es gut zu Gesicht stehen, wenn sie mit „Leistungsträger“ Krankenschwestern, Altenpfleger und ähnliche Leute meinte, allein, ich fürchte, gerade die sind nicht gemeint. Um also Schaden von Frau Nahles abzuwenden und zu verhindern, dass sie sich weiterhin lächerlich macht, würde ich ihr einfach mal Redeverbot erteilen.

Auch Trump, Putin, Erdogan, Assad und Kim Jong Un könnten harmonisch miteinander Silvester feiern und Doppelkopf spielen, anstatt sich gegenseitig zu betwittern oder anderweitig zu befeinden. Der putzige, kleine Nordkoreaner teilt bei der Silvesterfeier dann die Karten aus und bringt das Tischfeuerwerk mit…

Tja, ich glaube wirklich, vieles wäre besser, wenn ich die Werltherrschaft innehätte!

Antwort zu 3.)

Beschissen, danke der Nachfrage. Nein, wirklich, es gab schon bessere Jahre. Ich hatte zwar keine existenzielle Krise und den Leuten in meinem Umfeld geht es – wenigstens den Umständen entsprechend – gut. Und dennoch hörte 2017 nicht auf, mir immer wieder kleine Stöckchen zwischen die Beine zu werfen. 2017 war so etwas wie die Chinesische Wasserfolter unter den Jahren: Man hält es anfangs für albern, man hält es anschließend eine Weile aus, aber irgendwann bimmelt man durch! 😉

Allerdings wiederhole ich seit Jahren mantraartig zum Jahreswechsel, dass das neue Jahr bestimmt besser werden würde, als das alte. 2014 hat das dann sogar mal erstmalig gestimmt. Auch 2015 war besser als sein Vorgänger, trotz „Episode VII“. 2016 war zumindest mal nicht schlechter. 2017 jedoch werde ich, wenn überhaupt, nicht in guter Erinnerung behalten. 2018 allerdings, da bin ich mir sicher, wird der Knaller. Und zwar unabhängig davon, ob ich die Weltherrschaft erreiche, oder nicht.

Antwort zu 4.)

Wie gemein! Ich denke, ich würde die schlechten einfach noch einmal durchleben. Ich habe ja alles in diesem Jahr überstanden, also überstehe ich das auch doppelt.

 

Nun denn, geneigte Leserschaft, das war es aber nur wirklich für dieses Jahr. Mir bleibt nichts, außer euch erneut einen guten Rutsch in ein hoffentlich tolles Jahr 2018 zu wünschen. Feiert schön, aber nicht zu heftig. Kauft euch nur zertifizierte Böller. Ach, kauft am besten gar keine. 😉 Take care!

Hier gehts im neuen Jahr mit der Übersicht der „Sparschwein-Challenge 2017“ und der Frage, was ich mit dem „erlesenen“ Geld mache, weiter.

Gehabt euch wohl!

Freitagsfragen #24

Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

es es wieder Freitag und es ist wieder Zeit für die Freitagsfragen im Brüllmausblog. Ich halte mich gar nicht lange mit Vorreden auf und komme gleich zum Punkt. Die heutigen Fragen lauten:

1.) Wie schmückst Du Deinen Weihnachtsbaum?
2.) Was magst Du am Winter besonders?
3.) Wann beginnt für Dich Weihnachten und wann endet es?
4.) Die Wahl der Qual: Am Tag nach Weihnachten bricht jemand bei Dir ein: Sollte er lieber ein Geschenk oder alle leckeren Essensreste stehlen?

 

Antwort zu 1.)

Traditionell und auf die gleiche Weise, wie schon seit gefühlten 600 Jahren. Rot ist die vorherrschende Farbe, ein bisschen Gold ist auch mit dabei. Allerdings gilt: Früher war mehr Lametta. Darauf wird mittlerweile beim Schmücken ebenso verzichtet, wie auf diesen gruseligen Kunstschnee aus der Sprühflasche, den es sehr zu meinem Erstaunen immer noch gibt, und der doch eigentlich gar nichts anderes sein kann als fürchtlich ungesund.

Antwort zu 2.)

Ich verstehe die Frage nicht! Was sollte ich am Winter mögen? Und dann noch besonders? Das würde ja bedeuten, dass ich mindestens zwei Dinge am Winter mögen würde, eine Sache davon eben besonders. Dabei fällt mir nicht mal eine Sache ein, die ich am Winter mögen könnte! Der Winter besteht aus Kälte, Schnee, widrigen Straßenverhältnissen und Spielpausen in den Sportarten Fußball und Baseball zugunsten von ungefähr vier Milliarden Biathlon-Rennen und ist daher völlig verzichtbar!

Gut, aber wenn ich mich schon für etwas entscheinden muss, was ich am Winter besonders mag, dann ist es wohl der 20. bzw. 21 März, dann endet der Winter nämlich in kalendarischer Hinsicht!

Antwort zu 3.)

Da ich mich nicht besonders für Süßkram begeistern kann, fällt mir im Allgemeinen nicht auf, wann man im Geschäft die ersten Dominosteine und Schokoweihnachtsmänner kaufen kann. Dass die Weihnachtszeit begonnen hat, merke ich meistens mit dem ersten Hören von „Last Christmas“ und den damit einsetzenden Gewaltfantasien. 😉

Für mich endet Weihnachten eigentlich schon mit Ablauf des ersten Weihnachtstages, denn dann sind alle gesellschaftlichen Verpflichtungen weitgehend erfülllt und es folgt nur noch der zweite Weihnachtstag, der im Allgemeinen aus purem Rumgammeln, Reste essen und der verzweifelten Suche nach etwas, dass man sich anstelle der  sechstausendsten Ausstrahlung diverser Weihnachtsklassiker und Myriaden von Kinderfilmen wirklich ansehen kann, besteht.

Antwort zu 4.)

Das kommt darauf an. Hat mir jemand Socken, eine Helene-Fischer-CD oder eine Dauerkarte für den FC Bayern München geschenkt? Dann immer herein mit dem freundlichen Einbrecher. Voller Glücksseligkeit würde ich ihm diesen nutzlosen Tand in die Hand drücken, er bekäme sogar noch einen Glühwein.

Sollte ich allerdings nur etwas bekommen haben, mit dem ich etwas anzufangen weiß, dann wäre mir der Diebstahl des Essens wesentlich lieber. Denn sind wir mal ehrlich: An Weihnachten wird sowieso viel zu viel gegessen, da kommt es auf einen Tag mehr oder weniger auch nicht mehr an, oder!?

 

Das war es dann auch schon wieder!

Und mit der heutigen Beantwortung der Freitagsfragen schließt der reisswolfblog seine Pforten und stellt den Betrieb ein!

 

 

 

 

 

 

Allerdings nur für dieses Jahr! 😉

Der alljährliche Weihnachtswahnsinn gestattet es mir einfach nicht, mich auch noch ausreichend um meinen Blog zu kümmern, daher bleibt es hier aller Voraussicht nach bis ins neue Jahr still. Zum Lesen komme ich in dem ganzen Trubel ohnehin nicht…

Daher wünsche ich euch allen an dieser Stelle schon mal gesegnete, ruhige und friedliche Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Gehabt euch wohl!