„Über Menschen“ von Juli Zeh

Buch: „Über Menschen“

Autorin: Juli Zeh

Verlag: Luchterhand

Ausgabe: Hardcover, 416 Seiten

Die Autorin: Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman „Adler und Engel“ (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman „Unterleuten“ (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) und dem Bruno-Kreisky-Preis (2017) sowie dem Bundesverdienstkreuz (2018). 2018 wurde sie zur ehrenamtlichen Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt. (Quelle: Random House)

Das Buch: Dora ist mit ihrer kleinen Hündin aufs Land gezogen. Sie brauchte dringend einen Tapetenwechsel, mehr Freiheit, Raum zum Atmen. Aber ganz so idyllisch wie gedacht ist Bracken, das kleine Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, nicht. In Doras Haus gibt es noch keine Möbel, der Garten gleicht einer Wildnis, und die Busverbindung in die Kreisstadt ist ein Witz. Vor allem aber verbirgt sich hinter der hohen Gartenmauer ein Nachbar, der mit kahlrasiertem Kopf und rechten Sprüchen sämtlichen Vorurteilen zu entsprechen scheint. Geflohen vor dem Lockdown in der Großstadt muss Dora sich fragen, was sie in dieser anarchischen Leere sucht: Abstand von Robert, ihrem Freund, der ihr in seinem verbissenen Klimaaktivismus immer fremder wird? Zuflucht wegen der inneren Unruhe, die sie nachts nicht mehr schlafen lässt? Antwort auf die Frage, wann die Welt eigentlich so durcheinandergeraten ist? Während Dora noch versucht, die eigenen Gedanken und Dämonen in Schach zu halten, geschehen in ihrer unmittelbaren Nähe Dinge, mit denen sie nicht rechnen konnte. Ihr zeigen sich Menschen, die in kein Raster passen, ihre Vorstellungen und ihr bisheriges Leben aufs Massivste herausfordern und sie etwas erfahren lassen, von dem sie niemals gedacht hätte, dass sie es sucht. (Quelle: Random House)

Fazit: Braucht es zur erfolgreichsten Neuerscheinung des Jahres 2021 wirklich eine weitere Rezension? Habe ich den unzähligen Stimmen, die sich zu Juli Zehs „Über Menschen“ äußerten, wirklich noch neue, relevante Gedankengänge hinzuzufügen? Beide Fragen müssen ehrlicherweise wohl mit „Nein!“ beantwortet werden. Da hierzu also wohl alles gesagt ist, nur noch nicht von jedem, muss ich meinen Eindruck zu Juli Zehs Roman dennoch loswerden. Gesprächsstoff liefert dieser nämlich allemal. Deswegen ist nachfolgender Text auch nichts für die „tl;dr“-Generation. Ich sag´s nur vorher …

Dora, die Protagonistin des Romans, lebt zusammen mit ihrem Freund Robert, tätig für eine Online-Zeitung, in Berlin. Dann bricht die Pandemie über das Land herein. War Robert vorher schon mit einem umfassenden ökologischen Bewusstsein und einer großen Begeisterung für die Fridays-for-Future-Bewegung ausgestattet, was in der Beziehung mit Dora bereits zu Konflikten geführt hat – und sei es nur über die Mülltrennung -, so ändert sich seine Persönlichkeit während der Pandemie noch zusätzlich. Er beginnt, neurotische Züge auszubilden und die Pandemie sowie die beiden unterschiedlichen Sichtweisen darauf bildet praktisch das einzige Gesprächsthema zwischen den beiden Mittdreißigern.

Konsequenz für Dora: Sie muss da ganz dringend raus! Wie gut, dass sie sich in weiser Voraussicht ein kleines Häuschen in einem Örtchen namens Bracken – phonetisch reine Poesie -, irgendwo im Brandenburgischen, gekauft hat. Mit Sack und Pack und ihrer Hündin namens „Jochen-derr-Rochen“ – was entweder den Versuch, die Genderthematik ins ländliche Brandenburg zu tragen, einen sehr individuellen Humor oder schlicht Blödsinn darstellt – siedelt Dora nach Bracken über.

Im Folgenden schildert Juli Zeh den Versuch ihrer Protagonistin, sich im ländlichen Brandenburg einzuleben, sich mit Gegebenheiten wie einem praktisch nicht existenten ÖPNV zu arrangieren und die Bewohner des Dörfchens kennenzulernen.

Diese Bewohner, Dora inbegriffen, wirken ausnahmslos ziemlich klischeebeladen. Offensichtlich gibts auf dem brandenburgischen Land nur Nazis. Heini, der Nachbar von Gegenüber, hilft Dora zwar immer mit massivem Werkzeug bei Arbeiten am bzw. ums Haus, sondert dabei aber regelmäßig rassistische Witze ab. Auch das schwule Pärchen ein paar Häuser weiter scheint recht AfD-affin zu sein. Frau Weidel ist also nicht allein. Und dann wäre da ja noch Gote, der direkte Nachbar, der sich Dora am Gartenzaun mit dem Hinweis vorstellt, er sei hier so was wie der „Dorfnazi“. Spätestens nachdem er dieser Selbsteinschätzung Taten folgen lässt, indem er mit Kumpels Bier trinkend im Garten sitzt und gemeinschaftlich das Horst-Wessel-Lied grölt, lässt sich von Leserseite besagter Selbsteinschätzung wenig Widerspruch entgegenbringen.

Dora lernt Gote aber auch von einer anderen Seite kennen. So hilft er der jungen Frau tatkräftig, sich im Ort zurecht zufinden, stellt zwischendurch aber auch mal die Antwort auf eine Frage dar, die nie gestellt wurde. Beispielsweise, wenn Dora nach Hause kommt und feststellt, dass Gote ihr in ihrer Abwesenheit ein Bett gezimmert und ins Haus gebracht hat. Ich finds gruselig-übergriffig, Dora findet es toll, irgendwie rührend. Deswegen beschreitet Juli Zeh diesen Weg auch weiter. DIe Bindung zwischen den beiden Hauptfiguren wird enger, immer wieder schildert die Autorin der Leserschaft, die natürlich immer im Hinterkopf hat, dass es sich hier um den „Dorfnazi“ handelt, die andere Seite von Gote. Die freundliche. Die nachbarschaftliche. Die fürsorgliche. Auch Dora selbst ist bewusst, dass Gotes Weltanschauung im Grunde verabscheuungswürdig ist. Aber er ist doch so nett. Da wundert es auch nicht, dass Dora dann auch an Gotes Seite bleibt, als es für ihn mal nicht so rund läuft.

Irgendwann war dann der Punkt erreicht, an dem ich Fragen hatte. Der Punkt, an dem ich mich beispielsweise fragte, was, um alles in der Welt, mir Juli Zeh mit ihrem Roman sagen möchte. Stellt „Über Menschen“ nichts anderes dar, als die Aufforderung, mit Nazis zu reden? Die Menschen dahinter und ihre Beweggründe zu erkennen? Weil sie vielleicht Gründe haben, so geworden zu sein, wie sie nunmal sind? Schlägt sie hierbei in dieselbe Kerbe wie ein ehemaliger Bundespräsident, der vor einigen Jahren eine „erweiterte Toleranz in Richtung rechts“ forderte? Hat sich Juli Zeh hier irgendwie vertellkampt?

Falls dem so ist, hat sich die Autorin verhementen, dreifachen Widerspruch verdient.

Zum einen wäre ihre Darstellung der Hauptfigur dann eben nicht so wirklich stringent. Denn es darf schon fragend eingeworfen werden, warum sich Dora so sehr bemüht, den Menschen hinter der eigentlich verabscheuungswürdigen Figur Gote zu erkennen, sie sich aber bei ihrem eigenen Freund Robert – mit dem sie immerhin einige Jahre zusammen verbracht hat, und der wenigstens kein gewaltbereiter Nazi ist, sondern allenfalls etwas anstrengend – offensichtlich außerstande sieht, zu hinterfragen, warum er so ist, wie er ist. Vielleicht hat Robert Gründe dafür, nicht so ganz stressresistent, resilient und krisenfest zu sein. Das aber interessiert Dora nicht. Allerdings hat Robert ihr auch kein Bett gezimmert …

Zum zweiten reden wir hier bezüglich der Figur des „Dorfnazis“ Gote eben nicht nur von einem, der nur mal am Stammtisch blubbert, dass die Ausländer an allem schuld sind und sowieso schon viel zu viele davon hier – und ein Bier später dann in individuellem Verständnis von logischer Konsequenz den Fachkräftemangel anprangert, gegen den ja niemand was tut. Nein, wir reden hier von jemandem, der wegen versuchten Totschlags im Knast gesessen hat. Wir reden hier von jemandem, der über die Geschehnisse von Rostock-Lichtenhagen sagt: „“Abends Pyro, Bier und geile Stimmung. War ein Volksfest.“

Kurzer Exkurs, da es Leserinnen und Leser unter 30 gibt: In Rostock-Lichtenhagen fanden 1992 die schwersten rassistischen Angriffe auf Menschen seit Ende des Zweiten Weltkriegs statt. Schon im Jahr davor hatte die Anzahl fremdenfeindlicher Angriffe massiv zugenommen – ähnlich wie ab 2015, weil die Menschen offensichtlich nicht dazu lernen oder nur nachsehen wollten, ob sie Pogrome noch beherrschen. Über einen Zeitraum von 4 (!), in Worten: vier, Tagen waren zunächst die „Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber“ Ziel von Attacken mit Molotow-Cocktails und Betonplatten durch die Verdummten und Vermummten. Dieses wurde später evakuiert, ein angrenzendes Asylbewerberheim, in dem sich noch 115 Vietnamesen und ein Team des ZDF aufhielten, jedoch nicht. In der Folge richteten die Randalierer, die teilweise in die Trikots gewandet herumliefen, in denen zwei Jahre zuvor Andy Brehme und Rudi Völler den WM-Titel holten, ihren Frust auf dieses Gebäude und dessen Bewohner. Am dritten Tag der Randale konnten die Bekloppten und Bescheuerten – um mal Dietmar Wischmeyer zu zitieren – dann das Gebäude stürmen, auch weil die Polizei wegen Fehlern auf der Leitungsebene immer mal wieder mit Abwesenheit oder Inaktivität glänzte. Dass es letztlich keine Todesfälle gab, dürfte reine Glückssache und der Tatsache geschuldet sein, dass die Bewohner des Gebäudes sich selbständig aufs Dach retten konnten.

Mein 15 Jahre altes Ich, geschichtsunterrichtlich entsprechend vorgebildet und daher mit einer unerschütterlichen und nach wie vor vorhandenen „Nie wieder“-Überzeugung ausgestattet, von der ich annahm, jeder normal denkende Mensch müsste sie teilen, saß damals fassungslos vor dem Fernseher. In den Flammen des Sonnenblumenhauses verbrannte mein Idealismus.

Exkurs Ende.

Wir reden also von einem Typen, der die genannten Ereignisse als „Volksfest“ einstuft, der dessen „geile Stimmung“ lobt. Ganz ehrlich: Mit so einem Menschen, für den Gewalt nicht die letzte Zuflucht des Unfähigen darstellt, um es mal mit Asimov zu sagen, sondern für den sie adäquates Mittel zum Zweck ist, mit so einem Menschen möchte ich gar nicht reden! Und es interessiert mich dann auch nicht im Geringsten, warum Gote so tickt, wie er tickt. Es ist mir völlig egal, ob er eine schwere Kindheit hatte – auch weil aus dem Kind irgendwann ein erwachsener Mann wird, der Dinge hinterfragen sollte -, es ist mir egal, ob er sich in irgendeiner Art und Weise abgehängt sieht, und reflexhaft andere dafür verantwortlich machen muss. Nein, ich möchte nicht den Menschen hinter dem Dorfnazi kennenlernen, nicht die möglicherweise gepeinigte Seele eines Menschen, der ein ach so hartes Leben gehabt haben mag. Stattdessen ist mir Gote angesichts seiner Vorgeschichte, aus der er nicht dazulernt, sondern ableitet, dass das alles schon irgendwie so seine Richtigkeit hatte und irgendwie „geil“ war, vor allem eines: Vollkommen egal!

Und der dritte Einwand, der gegen Juli Zehs Auforderung zum Dialog spricht: Sollte man der Aufforderung, mit Nazis zu reden, nachkommen, würde man ihre Weltsicht von einer verabscheuungswürdigen, buchstäblich indiskutablen Ideologie zu einer ernstzunehmenden Gesprächsgrundlage befördern. Und spätestens da steige ich aus. Hass ist keine Meinung!

Hat sich Juli Zeh denn nun, wie oben bereits gefragt, vertellkampt oder vergauckt?

Ich denke nicht. Ich denke, „Über Menschen“ ist nichts weiter als das Abbild einer nach meinem Dafürhalten leicht naiven Weltsicht, in der sich doch bitte alle lieb haben sollen, um mich in meiner Komfortzone nicht über Gebühr zu stören. Eine Weltsicht, die sich unlängst auch dadurch ausdrückte, dass die Autorin sich bezüglich des Ukraine-Kriegs dafür aussprach, dass beide Seiten eine Verhandlungslösung finden müssten und dabei ausblendete, dass der Aggressor dieses Konflikts dabei an so ziemlich allem interessiert sein dürfte, insbesondere am gesamten ukrainischen Staatsgebiet, aber sicherlich nicht an Verhandlungen.

Als solches kann ich Juli Zehs Appell durchaus respektieren, teile ihn aber in keiner Weise.

Trotz der umfassenden vorangegangenen Kritik muss ich allerdings zugeben, dass ich „Über Menschen“ ausgesprochen gerne gelesen habe. Juli Zeh verfügt über einen gewissen Sprachwitz, die Dialoge sind zuweilen absolut auf den Punkt und die Charaktere mögen klischeebeladen sein, andererseits werden diese Klischees im Roman nicht selten auch ausgehebelt. Dass ich einen Roman gerne gelesen habe, der bei mir während der Lektüre solche Widerstände hervorruft, wundert mich selbst am meisten. Und wenn ein Buch so etwas schafft, dann ist es wohl ein gutes.

Demnächst in diesem Blog: „Als Einstein und Gödel spazieren gingen“ von Jim Holt.

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36 Kommentare zu „„Über Menschen“ von Juli Zeh

    1. Ich denke auch, dass die Lektüre ihrer Bücher eher etwas für Fächer wie Sozialkunde, oder wie immer man das in anderen Bundesländern heißt, ist und der Deutsch-LK da anderen Autorinnen und Autoren vorbehalten bleiben sollte.

      Ich verstehe sogar recht gut. wenn man mit ihr oder ihren Büchern nichts anfangen kann. Ausgehend von lediglich zwei Büchern, die ich bisher von ihr gelesen habe, muss ich daber zugeben, dass ich ihre Schreibe in beiden recht passend und ansprechend fand.

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    1. Ganz herzlichen Dank! Zu „Unterleuten“ kann ich nichts sagen, weil das aufgrund seines exorbitanten Umfangs an mir vorbei ging. ;-) Nun hab ich nicht per se etwas gegen dicke Bücher, aber mysteriöserweise sind es immer genau die, die auf den Stapeln un- oder allenfalls angelesener Bücher liegen bleiben. :-) „Über Menschen“ unterscheidet sich davon wohl durch seine mehr oder weniger auf eine feste Protagonistin ausgelegte Erzählstruktur. Aber ansonsten, falls du mir „Unterleuten“ deinen Spaß hattest, würde mir jetzt kein Gegenargument einfallen, einen Versuch mit „Über Menschen“ zu unternehmen.

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  1. Ich habe es nicht gelesen und ich werde es wohl auch nicht lesen. Aber mir gefällt, wie du darüber schreibst, und es bestärkt mich in der Ansicht, dass ich bei Juli Zeh möglicherweise doch was verpasse.
    Nein, nicht zu lang. Und danke für den Exkurs zum Thema Rostock, ich war ähnlich fassungslos.
    Mittagskaffeegrüße irgendwie 🌞🌳☕🍪🌼👍

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    1. Vielen Dank für die Blumen. :-) In aller Bescheidenheit muss ich anmerken, diesmal selbst recht zufrieden mit dem entstandenen Text zu sein. ;-)

      Und was das „verpassen“ angeht: Es erscheinen jährlich so viele Bücher, da muss man zwangsläufig welche verpassen. Und Juli Zeh hat jetzt von Haus aus keine kleine Leserschaft, die wird es verschmerzen. Es erscheint mir da sinnvoller, wenn man nicht vollends von der Idee überzeugt ist, sich doch lieber anderen Literaturschaffenden zuzuwenden.

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  2. Lieber Fraggle, danke für deine Gedanken zu dem Buch, die ich gerade ehrlicherweise mit Absicht kurz überflogen habe. Überflogen deswegen, weil vor ein paar Tagen das TB herausgekommen ist und ich nun auch zugeschlagen habe.
    Bisher hatte ich mich darauf verlassen, dass dieses Buch ein Selbstläufer ist, das mache ich manchmal bei Bestsellern, aber jetzt überwiegt die Neugierde.
    Wenn ich es gelesen habe, werde ich mich auch noch ganz genau mit deinem Post befassen un d meine Einschätzung ebenfalls teilen. Versprochen.
    Liebe Grüße
    Anja

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    1. Überflogen? Frechheit! ;-)

      Nein, ohne Kappes, ich wünsche dir viel Vergnügen bei der Lektüre und anschließendes, abermaliges Erscheinen, nebst Austausch der Eindrücke wird immer gerne gesehen. Zumal ich nur wenige Dinge lieber mache, als mich über Bücher auszutauschen.

      Lieben Dank fürs Überfliegen. ;-)

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  3. Ich danke auch, und zwar für die Bestätigung aller Punkte, die dafür sorgten, dass ich dieses Buch trotz mehrerer Empfehlungen nicht lesen wollte. Obwohl es durch die letzten Zeilen doch sowas wie eine irgendwie widersprüchliche Anziehung bekommen hat.

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    1. „Widersprüchliche Anziehung“ – verdammt, warum ist mir das nicht eingefallen, drückt es doch exakt das aus, was die Lektüre in mir verursacht hat!? :-)

      Ich kann verstehen, wenn einen die Prämisse des Buches von der Lektüre abhält. Aber im Grunde genommen ist eine der befriedigendsten Wirkungen, die Literatur haben kann, auch mal Widerstand zu erzeugen, finde ich. Und das tut Juli Zeh in jedem Fall. Wie viel Widerstand und welchen schwindelerregenden Anstieg des eigenen Blutdrucks man dann aushält, muss man selbst am besten wissen. ;-)

      Aber wie gesagt: Grundsätzlich verstehe ich Vorbehalte. Solche habe ich beispielsweise gegenüber Juli Zehs „Leere Herzen“, weil ich weiß, dass es sich um ein Buch handelt, das ich aus bestimmten, der Handlung zugrunde liegenden Aspekten reflexartig verreißen würde. ;-)

      Lieben Dank fürs Lesen!

      Gefällt 1 Person

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