Prangenten e. V. prangert an: Spar(kassen)maßnahmen und Barrierefreiheit

 

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

der geschätzte Bloggerkollege René und ich bilden seit mittlerweile geraumer Zeit den non-profit-Haufen „Prangenten e.V.“ (weitere Mitstreiter sind übrigens nach wie vor absolut willkommen), mit dem Ziel, Dinge, die Unbill bereiten, standesgemäß anzuprangern, oftmals geschieht das mit einem gewissen Augenzwinkern, manchmal, so wie heute, handelt es sich um Dinge, die aber wirklich, wirklich ätzend sind. Auf gehts!

 

Sparkasse, oh, Sparkasse!

Ich hab Dich einst geliebt, Sparkasse! Bereits als Kind wartete ich ungeduldig auf so weltumspannende Ereignisse wie den Weltspartag, an dem ich freudestrahlend meine übers Jahr angesammelten Ersparnisse – so ich denn welche hatte – in Deine Obhut verbrachte, auf dass sie von Dir in Kapitalanlagen investiert würden, die heutzutage Christian Lindner schamhaft erröten und Friedrich Merz in mitleidig-sarkastisch-hysterisches Übersprungskichern ausbrechen ließen, und um dort in Deinen Heiligen Hallen dämliche Comics abzugreifen, in denen Menschen mit den seltsamen Namen Backbert und Steuerbert herumliefen, und ich wundere mich, dass es alles das noch gibt, den Weltspartag, die mittlerweile obsoleten Kapitalanlagen und „Knax“.

Ja, liebe Sparkasse, Dich und mich verbindet eine schon recht lange Geschichte, eine, die – man kann es kaum anders sagen – von gegenseitigem Geben und Nehmen geprägt ist. Gut, einmal wurde diese Beziehung nachhaltig belastet, als ich irgendeinen Riester-Mist, von dem ich mittlerweile weiß, dass ich damit vermutlich im Alter, so ich es erreiche, so gar nichts anfangen kann, unterschrieb, und das nur, weil mich eine Deiner Mitarbeiterinnen, Sparkasse, bei jedem meiner Besuche so penetrant mit der Frage nervte, ob ich nicht irgendeinen Riester-Mist unterschreiben wolle und die Möglichkeit der Unterschrift mir sinnvoller erschien, als die Mitarbeiterin mitten in eurer kameraüberwachten Hauptstelle in ihre verdammte Halsschlagader zu beißen, wiewohl mir danach eher der Sinn gestanden hätte.

Nun, wie auch immer, diese unsere danach wieder weitgehend harmonische Beziehung wurde dadurch geprägt, dass es Dich, Sparkasse, damals™ auch im ländlichen Raum noch gab. In meinem kleinen, beschaulichen etwa 900 Seelen umfassenden Dorf gab es in den 80ern nicht nur eine Deiner Filialen, Sparkasse, nein, es gab auch einen Bäcker, eine Post, zwei Kneipen, einen „co op“-Markt und einen täglichen Kuh-Abtrieb von den Weiden in die Ställe. Mittlerweile gibt es davon nichts mehr. Im erwähnten Markt residiert heute ein Atiquitätengeschäft und in Deinen ehemals Heiligen Hallen, Sparkasse, hat sich ein Elektriker-Fritze häuslich eingerichtet und der Verkehr auf den Straßen, auf denen einst Kühe marschierten, hat dich gefühlt vervierfacht.

Inwieweit all dies – vom Kuh-Abtrieb mal abgesehen – einen Fortschritt darstellt, lasse ich dahingestellt. Und Du, Sparkasse, kannst ja auch gar nichts dafür! Du kannst nur etwas für Deine kleinen Filialen, also lass uns an dieser Stelle mal über Deine kleinen Filialen reden.

Ja, ich weiß, Sparkasse, Dir wäre es auch lieber, wir würden über die neue Tesla-Fabrik in Deutschland reden oder darüber, dass gestern der Tag des schlechten Wortspiels war und ich könnte Dich damit erfreuen, dass ich frage, warum man statt Flugangst nicht „Airfurcht“ sagt, oder fragen, was braun ist und nicht schwimmt, worauf die Antwort „ein U-Brot“ lauten würden, aber, Sparkasse, das sind alles andere Geschichten, die an einem anderen Tag erzählt werden sollen.

Also kommen wir wieder zu den Filialen. Natürlich ist mir klar, dass diese irgendwie rentabel sein müssen und da ich keine Einblicke in Deine Finanzen habe – Du in meine aber schon, worüber wir eigentlich auch mal diskutieren müssten  -, muss ich Dir glauben, dass es wirtschaftlich notwendig war, im Laufe der Zeit so ziemlich alle ländlichen Zweigstellen zu schließen, und die dort arbeitenden Menschen zu großen Teilen in den Trubel des Arbeitsmarktes zu entlassen.

Und in denen, die es noch gibt, arbeiten mittlerweile auch keine Menschen mehr, sondern dort steht in den meisten Fällen lediglich ein Geldautomat sowie ein Kontoauszugsdrucker und manchmal ein Überweisungsautomat. So auch in dieser kleinen sympathischen Zweigstelle unweit meines Arbeitsplatzes, über die ich mit Dir, werte Sparkasse, gerne reden würde.

Diese hat, im Gegensatz zu den meisten anderen Zweigstellen, einen elementaren Vorteil: Man kann dort sitzen! Sitzen! Das Liegen des kleinen Mannes! Wie komfortabel. Und für mich, der ich, wie Du, liebe Sparkasse weißt, nicht so gut zu Fuß bin, von elementarer Wichtigkeit, denn wenn ich stehend Überweisungen am dafür vorgesehenen Automaten vornehmen möchte, bekomme ich sehr schnell, spätestens bei der zweiten Überweisung, das, was im Biathlon-Sport „Nähmaschine“ genannt wird.

Aber glücklicherweise brauchte ich mir darüber ja nie Gedanken machen, denn es gab sie ja, diese kleine Zweigstelle, in der man sitzen konnte. Und so ging es sicherlich nicht nur mir, denn auch viele ältere Menschen, die zumeist ähnlich schlecht zu Fuß waren wie ich, haben diese Zweigstelle aus den gleichen Gründen gerne frequentiert und auch Rollstuhlfahrer hatten, je nach Einzelfall, die Möglichkeit, den Automaten noch gut zu bedienen. (Angesichts des in der Zweigstelle installierten Türöffner-Knopfes für Rollstuhlfahrer, damit diese gut rauskommen, frage ich mich gerade, ob ich einen entsprechenden Knopf auch draußen schon mal gesehen habe, damit selbige gut reinkommen und ich bin mir gerade nicht sicher – das wird noch zu klären sein, Sparkasse!)

Diese paradiesischen Zustände der im Sitzen zu erledigenden Bankgeschäfte hielten lange an – bis gestern! Warum, liebe Sparkasse, hast Du das Sitzmöbel entfernt? Warum, liebe Sparkasse, hast Du den Kontoauszugsdrucker entfernt? Warum hast Du den Überweisungsautomaten entfernt und selbigen durch ein neueres, offensichtlich viel besseres Modell, denn es kann jetzt auch Kontoauszüge drucken, was die Abwesenheit des ehemaligen Kontoauszugsdruckers schlüssig erklärt, ersetzt, das aber, verdammte Axt, gefühlt doppelt so hoch ist, wie der Vorgänger, was nicht nur bedeutet, dass man eben dort nicht mehr sitzen kann, sondern dass es eben auch für die gerade erwähnten Rollstuhlfahrer jetzt vollkommen unmöglich ist, das Ding zu bedienen!? Erklär mir das, liebe Sparkasse, wenn nötig, erkläre es mir, als wäre ich sechs Jahre alt, denn ich verstehe so etwas nicht!

Weißt Du, Sparkasse, nicht mal mehr in Deiner Hauptstelle in der kleinen Stadt, zu der das oben erwähnte Dorf gehört, gibt es einen Überweisungsautomaten, an dem man sitzen kann, gab es so was auch nie! Offiziell übrigens aus Platzgründen, das hast Du, liebe Sparkasse, bzw. Deine für Dich tätigen Schergen mir selbst so gesagt. Natürlich, wenn man die beiden Dinger in Wandnischen einbaut, die erfordern, dass man sie seitwärts betritt, weil man sich drinnen nicht mehr umdrehen kann, dann, ja, dann verstehe ich Dich, Sparkasse, dann hat man natürlich dafür keinen Platz.

„Ach, werter Kunde, stört Dich das denn wirklich so enorm?“, wirst Du vielleicht fragen!? Nun, dann lass Dir gesagt sein, dass ich Deine Zweigstellen selten, wie gestern geschehen, mit einem laut ausgerufenen „Are you fuckin´ serious?“ betrete, was einerseits beweist, dass ich mich zum Zwecke des Fluchens gerne der englischen Sprache bediene und dass, ja, es mich wirklich so enorm stört.

„Dann mach doch Homebanking!“ wirst Du vielleicht sagen, Sparkasse!? Ja, das wäre eine Möglichkeit, aber ernsthaft, wäre das Deine Lösung, Sparkasse? Menschen dazu zu bringen, noch weniger das Haus zu verlassen, als sie es ohnehin schon tun? Menschen, die, wie in meinem Fall oder in dem der erwähnten älteren Semester, einen ohnehin schon beschränkten Bewegungsradius haben? Nein, Sparkasse, das kann nicht die Lösung sein!

„Na, dann fülle doch zu Hause Überweisungsträger aus und gib diese am Schalter der Hauptstelle ab!“, wirst Du vielleicht sagen, Sparkasse!? Ja, das könnte ich tun, dabei verkennst Du aber den Umstand, dass auf diese Idee auch andere Menschen kommen, und man deshalb in der Bank sehr gerne mal in der Schlange steht – damit hätte ich nichts gewonnen und könnte auch weiterhin den seines Sitzmöbels verlustig gegangenen Überweisungsautomaten nutzen.

Ja, ich weiß alle Deine Lösungsansätze durchaus zu schätzen, Sparkasse, nur sind diese alle vor allem eines: Sie sind mir scheißegal!

Wenn Dein Umgang mit alten und/oder behinderten Menschen so aussieht, dass Du sie systematisch der Möglichkeiten beraubst, ihre Bankgeschäfte selbst und selbständig auszuführen, dann ist es nicht an diesen Menschen, sich mit Deinen Alternativen zu arrangieren, sondern es ist an Dir, diese Möglichkeiten wieder zu schaffen.

Also, liebe Sparkasse, sei so lieb: Stell wieder Sitzmöbel an Deine Überweisungsautomaten!

Hochachtungsvoll,

ein Kunde

26 Kommentare zu „Prangenten e. V. prangert an: Spar(kassen)maßnahmen und Barrierefreiheit

  1. Auch nur ein Weg, den Mangel zu umgehen: die Sparkasse, vielleicht auch die Filiale, die ihre Kunden nicht mehr sitzen läßt, sollte irgendwo einen Briefkasten haben, in den man die Überweisungsträger einwerfen kann. Spart zumindest die Wartezeit am Schalter. Aber aufgepaßt: Womöglich verlangen die für handgeschriebene Überweisungsträger auch mehr Geld als für solche, die vom Kunden am SB-Terminal eingetippt werden, weil sie ja jemanden bezahlen müssen, der das entziffert und eintippt, damit der Rechner es verarbeiten kann. Ein Grund mehr, den Protest aufrecht zu erhalten.

    Als wir in unser neues Bürogebäude zogen, fiel mir auch als erstes die fehlende Barrierefreiheit auf. Zur Eingangstür führen Stufen. Gleich hinter der Tür: Stufen. Nach dem Weg durch’s Foyer: Stufen. Immerhin, da gibt es einen Treppenlift, für den es aber einen Schlüssel braucht. Selbst wenn man die Stufen durch Umwege vermeiden kann, ist Hilfe erforderlich – die Türen zu den Bürotrakten sind so schwer, daß ich mir nicht vorstellen kann, daß man die aus sitzender Position (und dabei rückwärts über Teppichboden fahrend, um der Tür aus dem Weg zu kommen) öffnen kann.

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    1. Zugegeben, die Briefkasten-Alternative fiel mir nicht ein, was meinem aufgeregten Zustand zugeschrieben werden kann … – aber das ändert ja auch am Hauptproblem nichts …

      Ja, genau solche Dinge meine ich: Da wird ein neues Bürogebäude gebaut, modernisiert oder whatever, und dann macht man sich um solche elementaren Dinge keine Gedanken, das kann doch nicht sein!?

      Das mit dem Treppenlift kenne ich in ähnlicher Form noch aus der Schule. Ja, da gab es einen Fahrstuhl. Nur auch für den brauchte man einen Schlüssel. Den wiederum hatte der Hausmeister, den man immer dann, wenn man den Fahrstuhl theoretisch hätte nutzen wollen, suchen müsste. Und sofort nach der Nutzung des Fahrstuhls musste der Schlüssel zum Hausmeister zurück, auch wenn man den Fahrstuhl beispielsweise in 15 Minuten nochmal in anderer Richtung nutzen wollte …

      … ich bin dann lieber gelaufen.

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  2. Schon das Verschwinden von Filialen im ländlichen Raum gibt ja genug für einen Aufreger her, das mit den Automaten schlägt aber wirklich dem Fass den Boden aus.

    Was sagt denn, wer auch immer zuständig ist, zu dem ganzen? Wird da nochmal nachgebessert?
    Würde, falls noch nicht geschehen, denen zumindest einen Link hierzu zuschicken!

    Ansonsten ist es mit den Banken leider immer so eine Sache. Online ist ja angeblich immer bequemer, da verstecken sich dann aber die lustigsten Kosten irgendwo. Erinnert ein bisschen an Online-Buchung von Events und dann zahlst du eine Druck-Gebühr, obwohl du dir das Ticket daheim selbst ausdruckst…

    Zum Anstehen in der Hauptfiliale vielleicht noch der kurze Tipp, dass diese Filialen oft irgendwo nen Briefkasten haben, wo man die Überweisungen einfach reinwerfen kann.

    So, ich beruhige mich jetzt erstmal wieder, mein Puls ist schon ganz oben…
    Gute Nacht aus Leipzig
    Jennifer

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    1. Ja, auch das Verschwinden der Filialen gäbe genug Grund zum Aufregen, hält allerdings schon lange genug an, sodass ich mich wohl daran gewöhnt habe …

      Was die Zuständigen dazu sagen, weiß ich nicht, denn ich habe noch nicht gefragt. Wenn ich nicht so viele andere, wichtige, persönliche Dinge derzeit um die Ohren hätte, hätte ich das schon getan, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. :-)

      Zugegeben, das mit dem Briefkasten ist eine Alternative, die mir in meiner Rage nicht wirklich eingefallen ist. Auch wenn sich dadurch nichts am Ursprungsproblem ändert.

      Ich hoffe, der Puls hat sich wieder beruhigt und ich wünsche einen guten Start in den Freitag!

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  3. Solche neu geschaffenen Barrieren sind unser täglich Brot in der AG SelbstAktiv, der Arbeitsgemeinschaft der Behinderten in und außerhalb der SPD. Ich kann nur empfehlen, mit anderen, möglichst auch Rolli-Fahrern, zur Filiale zu gehen, Ortszeitungen einladen, Fotos zu machen und Zeitungsbericht und eigene Fotos an die Verwaltungsräte der Sparkasse zu schicken. Und am besten eine örtliche AG SelbstAktiv gründen.

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    1. Ja, wenn man ein bisschen aufmerksam durch die Gegend geht, dann fallen einem mehrere derartige Dinge auf. Schade, dass man in unseren mordernen Zeiten noch auf so etwas aufmerksam machen muss …

      Wenn ich etwas persönlich gerade etwas weniger um die Ohren hätte, mit dem ich mich befassen müsste, würde ich auch ähnlich vorgehen, zumindest also die Presse und die Sparkasse anschreiben.

      Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben – dass die Sparkasse die Zweigstelle wieder in den voherigen Stand zurückversetzt dürfte ja nun leider ein frommer Wunsch sein.

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  4. Hat dies auf Ein Blog von einem Freund. Von Humor. Und Spass. Aus Berlin. Im Ernst! rebloggt und kommentierte:
    Kasse, oh Kasse. Wie hast du wieder gespart, am Ende, am falschen.
    Eine Prangenten-Gedenkschrift at its very best für vergehende Kassen.
    Prädikat: Unbedingt lesenswert. Und wer einen Beschwerdebrief an die Kasse schreiben will, der solle mit Kritik nicht sparen. Herr fraggle berät hier sicher gerne :-)

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      1. Kann sein. Oder du solltest dich mal endlich bei jemandem bewerben für den du humoreske Texte als Autor verfassen kannst… denn so ernst das Thema auch in Teilen sein möge. Ich musste beim Lesen teilweise echt so herzhaft lachen, so dass die Leute in der Bahn schon dachten mit mir ist das nicht in Ordnung :-)

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  5. Ich habe diese Automaten ehrlich gesagt noch nie benutzt, aber ich werde mal drauf achten wie es bei unserer Außenstelle aussieht.
    Das dollste was unsere Hauptfiliale mal geschafft hat, war die Seitentüren mit Aschenbechern zuzustellen, damit die Leute nur noch die Drehtüren benutzen. Der Rollstuhlfahrer vor der Tür war begeistert. Ich glaube nach 30min haben sie das Problem gelöst…..
    Grüße, Katharina

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  6. Über diese Problematik habe ich ehrlich gesagt noch nie nachgedacht und das ärgert mich ein wenig, halte ich mich doch für aufmerksam. Nach diesem Hinweis werde ich genauer hinschauen. Bei unserer Filiale ist zwar der Geldautomat per Stuhl zu bedienen, jedoch ist beim Auszugdrucker und Überweisungsautomat die Bedienfläche höher als meine Küchenarbeitsplatte. Ich werde das mal ansprechen oder besser anschreiben.
    Den Weltspartag gibt es meines Wissens nur in D und A, was mich belustigt. Unsere kleine Welt halt.
    Und zum Riester-Vertrag u. ä.: Mein jüngster Sohn hatte während der Lehre einen abgeschlossen. Die ersten Beiträge gingen laut Abrechnung für die Provision drauf, was ich bei einer staatlich geförderten und gewollten Maßnahme eh schon empörend finde. Nach der Lehre hätten es 4% vom Lohn sein müssen, damit es steuerlich absetzbar ist. Für einen Jungkoch, der im Speckgürtel von Frankfurt eine kleine Wohnung braucht, zu viel. Außerdem wird sie bei Auszahlung versteuert. Er hat dann den Minimalbetrag weiterbezahlt und nach einer Mitteilung über seine garantierte Rente gekündigt.
    Was das U-Boot betrifft, so sehe ich es stetig weiter auftauchen.

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    1. Man denkt über vieles nicht nach, was andere Menschen betrifft bzw. für andere Menschen wichtig sein kann, und das finde ich auch gar nicht schlimm.

      Sobald ich aber ein Geschäft betreibe, sollte ich schon darüber nachdenken, inwiefern ich die Zugang zu den entsprechenden Räumlichkeiten bzw. Gerätschaften möglichst jedem ermögliche. Sonst muss man eben damit leben, dass es Menschen gibt, die sich, so wie ich, echauffieren. ;-)

      Von Riester kann man halten, was man will, aber wie für jede private Altervorsorge gilt auch hier: Wer sie wirklich nötig hätte, kann sie sich während seines Erwerbslebens nicht leisten.

      Gefällt 3 Personen

    1. Nun, wenn man die Verantwortlichen darauf anspricht, werden sie sicher sagen, dass es Gedankenlosigkeit war, die Alternative wäre ja Vorsatz, und dann gäbe es mächtig Ärger. ;-)

      In meiner kleinen Märchenwelt voller Feen, Elfen und Eskimos darf es eine derartige Form der Gedankenlosigkeit im 21. Jahrhundert aber nicht mehr geben!

      In ganz kleinem Maße erinnert mich das an irgendwelche überkandidelten Neubauten großer Unternehmen, die füüürchterlich stylish sind, weil die zuständigen Architekten ihre architektonischen, feuchten Träume umgesetzt haben, „funtion follows form“ gedacht haben, was zur Folge hat, dass diese Dinger dann kein Stück barrierefrei sind …

      Gefällt 3 Personen

      1. Auch bei einer Sparkasse gesehen: eine neu erbaute Rollstuhlfahrerrampe, die natürlich auch von vielen, denen die Treppe zu steil war, genutzt wurde. Leider war die mit Platten ausgelegt. Eine echte Freude im Winter für alle, die Eisflächen mochten …
        Ja, man hat sich gekümmert, Salz gestreut, Splitt geworfen, Matten ausgelegt, aber es war lange Zeit immer nur Stückwerk.
        *seufz*
        Form follows function, das kann doch nicht so schwer sein?

        Gefällt 3 Personen

        1. Ja, so etwas meine ich. Oder, wie eine ganz zauberhafte Person mal sinngemäß gesagt hat: „Da wurde im hiesigen Gymnasium ein ganzer Gebäudetrakt angebaut. Zur Eröffnung kam die Presse, die Schulvertreter waren da, die Größen der örtlichen Politik natürlich auch. Und in der Zeitung konnte man dann lesen, wie schön es ist, dass das Gymnasium jetzt einen neuen Gebäudetrakt hat. Niemandem scheint allerdings aufgefallen zu sein, dass es im gesamten neuen Gebäudetrakt keinen Fahrstuhl gibt …“

          Und das sind alles Dinge, die nicht vorkommen müssten, wenn man mal Menschen fragen würde, die sich mit so was auskennen …

          Gefällt 2 Personen

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