Freitagsfragen #87

Freitagsfragen Frühling

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

die siebenundachtzigste Runde der Freitagsfragen im Brüllmausblog steht ins Haus. Fangen wir also gleich damit an. Die Fragen und Antworten lauten:

1.) Würde Dein Leben verfilmt werden, mit welchem Ereignis begänne der Film?

Wir fangen natürlich mit der Szene an, in der ich in meiner Cessna 172 P auf dem Roten Platz in Moskau lande, und … oh, nein, warte – das war ich ja nicht. Außerdem war ich da erst neun …

Nun, man könnte der Einfachheit halber mit meiner Geburt anfangen. Auch das würde genug Stoff für eine dramatische Einstiegsszene liefern: Krankenwagen, Martinshorn, Blinklichter im Dunkeln – nein, warte, es war früher Nachmittag, und es war Sommer, argh, Pether Maffay, Konzentration, also: Blinklichter im Hellen, ratlose bis panische Ärzte, Hubschrauber, Tom Cruise – hey, wenn, dann richtig!

Aber das wäre mir einerseits zu viel Michael-Bay-Stil, andererseits würde ich den Film ohnehin nicht chronologisch aufziehen. Ein bisschen zerebrale Eigenleistung des Kinopublikums beim sinnvollen Zusammenfügen der einzelnen Szenen muss nun auch irgendwie sein.

Ich würde den Film also damit beginnen, wie ich im Kindergarten die Leber wieder erbreche – nein, nicht meine – die man mich eben gerade genötigt hat, zu mir zu nehmen,weil man in den 80ern noch ohne zu Murren gegessen hat, was auf den Tisch kommt, fertig! Das habe ich einerseits nicht ganz eingesehen, andererseits habe ich Leber schon immer verabscheut – und tue es noch – und zum dritten taugt Erbrechen als Einstiegsszene wunderbar als Statement für das gesamte Machwerk.

2.) Fallen Dir Entschuldigungen leicht?

Wenn ich so intensiv über diese Frage nachdenke, komme ich zu dem Schluss, dass ich tatsächlich relativ selten in die Situation komme, mich entschuldigen zu wollen oder zu müssen. Allenfalls stelle ich im Nachhinein Dinge klar, entschuldigen muss ich mich aber selten. Was mich jetzt auch nicht wirklich wundert.

Aber wenn das der Fall ist, dann ja, dann fällt mir das recht leicht. Zumindest dann, wenn ich weiß, dass ich im Unrecht war oder mich unangemessen verhalten habe. Wer von mir ungerechtfertigte Entschuldigungen erwartet, nur um seine persönliche Eitelkeit zu befriedigen, wartet allerdings vergleichsweise lange …

3.) Welchen Film oder welche Serie hast Du zuletzt gesehen?

Ich habe schon Ewigkeiten keinen Film mehr gesehen. Ich glaube, zuletzt war das mal ein „Tatort“ – und auch der ist schon wieder Wochen her.

Was Serien angeht, so lautet die Antwort, neben diverser Folgen von nachmittäglichen Comedysereien – nun, um Grunde nur von einer -, die man schon tausendfach gesehen hat, sich aber dennoch immer wieder ansieht, was ein Phänomen darstellt, mit dem man sich mal auf wissenschaftlicher Basis befassen sollte, neben diesen Folgen also, lautet die Antwort darauf „Stranger Things“, Staffel 2, Folgen 3 und 4. Die nächsten Folgen stehen, wie immer, am nächsten Montag und im Kreise zauberhaftester Menschen auf dem Programm. Ein Hoch auf den nächsten Montag! Yay!

Oh, und: Wer der Meinung ist, mir irgendetwas Inhaltliches über o.g. Serie erzählen zu müssen, was über Staffel 2, Folgen 3 und 4 hinausgeht, ohne dazu aufgefordert zu sein (was ohnehin nicht passieren wird), zieht sich meinen zeitlich unbegrenzten Unmut zu. Und „Unmut“ ist ein Euphemismus gigantischen Ausmaßes. Ich wollte es nur gesagt haben ….

4.) Die Wahl der Qual: Würdest Du lieber keine kalten oder keine heißen Getränke mehr trinken?

Keine heißen Getränke würde auch bedeuten: keinen Kaffee mehr, oder!? Ist das nicht nach UN-Menschenrechtscharta verboten? Doch, ich bin mir sicher, das steht irgendwo direkt nach „Folter“! Nicht? Dann sollte es da stehen!

Ein Leben ohne Kaffee ist möglich aber sinnlos, und nein, die Möglichkeit Kaffee auch kalt zu konsumieren und damit der Grundproblematik der Frage auszuhebeln, ist keine ernsthafte Alternative.

Daher entscheide ich mich guten Gewissens dafür, nie wieder kalte Getränke zu trinken.

 

Das war es auch schon wieder, getreue Leserschaft!

Ich wünsche allseits einen schönen Restfreitag und anschließend ein schönes, sonniges, entspanntes Wochenende.

Gehabt euch wohl.

11 Kommentare zu „Freitagsfragen #87

  1. Ich fürchte, ich mache mich unbeliebt, wenn ich zugebe, dass ich Leber mag und sogar als Kind mochte (und SPINAT!), aber daran kann ich jetzt auch nichts (mehr) ändern. ;-)
    Eigentlich wollte ich aber mal zart darauf hinweisen, dass ich dir eine Mail an deine Kommentarmailadresse geschrieben habe und um Beachtung/Antwort bitten möchte.
    Liebe Grüße zum Abend
    Christiane

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    1. Nein, Du machst Dich nicht unbeliebt, soll doch jeder essen was er oder sie möchte. Selbst wenn es so etwas Barabrisches wie Leber ist … ;-)

      Und was die Mail angeht: Das weiß ich, mein Hase, und wenn ich nicht so fürchterlich viel um die Ihren hätte, hätte ich sogar daran gedacht, Dir zu antworten. ;-) Ich kümmere mich morgen irgendwann im Laufe des Tages darum, ja!?

      Liebe Grüße zurück

      Gefällt 1 Person

  2. Ich mag keine Leber (esse allgemein aber wenig, das mit Fleisch zu tun hat), kann mich aber erinnern, dass ich die mit ordentlich Stampfkartoffeln und Zwiebel auf der Gabel – also alles drei zusammen – zumindest runterbekommen habe, könnte ich eventuell sogar heute noch (aber bitte nicht in einer der Phasen, wo ich nur püriert essen kann). Wobei ich allerdings schon beim ersten Sehen und Riechen kotzen musste und das nach wie vor muss ist Leberwurst.

    Gefällt 2 Personen

    1. Ja, exakt diese Kombination ist mir auch vertraut. Und, nun ja, runterbekommen habe ich sie auch immer – nur halt nicht jedes mal bei mir behalten. ;-)

      Angesichts des überrschenden geringen Leberanteils in Leberwurst, komme ich mit dieser wiederum ziemlich gut klar.

      Gefällt 1 Person

    1. Gut zu wissen, dass ich mit meinem Schicksal nicht allein war. ;-) Ja, das gab es danach noch. Aus eigener Erfahrung bis in die 80er. Danach ist man dann pädagogisch etwas kuscheliger geworden. Manchmal zu kuschelig, denke ich … :-)

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  3. Leber war mir auch verhasst, aber in den 70ern galt bei der Oma meines Freundes der Grundsatz: Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt *urgs*. Und süßsaure Nierchen erst, da hat mir schon der Geruch gereicht…
    Ich würde auch meinen Morgenkaffee nicht missen wollen!

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    1. Ja, ich hatte gerade eben erst ein nettes Gespräch über die Pädagogik der früheren Jahrzehnte, mehr die 80er als die 70er, die waren weitgehend vor meiner Zeit. ;-) Und vieles davon kann berechtigerweise so heute nicht mehr machen, eben auch den „Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt“-Ansatz. Manchmal sind Veränderungen eben doch gut. ;-)

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    1. Ich glaube ja nicht, dass irgendwann jemand in der Annahme, dass die Welt darauf gewartet hat, mein Leben verfilmt, aber sollte es so sein, sage ich Bescheid.

      Und: Iiiiiiiiiiiiiiiihhhhhh! Leber – allgemein Innereien – zu essen, ist ein Akt reiner Barbarei! :-) Aber hey, wer´s mag …

      Gefällt 1 Person

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