Freitagsfragen #81

Freitagsfragen Frühling

Guten Morgen, liebe Leserschaft,

nach einer kurzen Urlaubswoche, die sich in erster Linie dadurch auszeichnete, dass ich mir – wie das ja häufig so ist – eine leichte Erkältung zugezogen habe – und ja, ich erwarte Bedauern, sonst würde ich das an dieser Stelle gar nicht erwähnen – starte ich nun gleich wieder in den Ernst des Lebens. Angesichts der bevorstehenden Temperaturen wäre es vor dem Hintergrund der Tatsache, dass der Teil des Urlaubs, den ich nicht mit der Erkältung verbrachte – erwähnte ich die eigentlich schon? – damit vertändelt wurde, wichtige Dinge zu erledigen, die nunmehr erledigt sind, was bedeutet, dass ich mich jetzt eigentlich wirklich dem süßen Nichtstun ergeben könnte, klüger gewesen, mir in dieser Woche auch Urlaub zu nehmen, aber hey …

Bevor ich mich allerdings nun wieder ins Tagwerk stürze, widme ich mich der aktuellen Ausgabe der Freitagsfragen im Brüllmausblog, die sich kürzlich, von mir weitgehend unbemerkt, in die Blogosphäre geschlichen haben.

Die Fragen und Antworten lauten:

1.) Welches Tier oder welche Pflanze sollte Deiner Meinung nach umbenannt werden? Welchen Namen würdest Du geben?

Öfter werden neuentdeckte Tierarten ja nach Personen benannt. Und so verwundert es nicht, dass es drei Käferarten gibt, die die Namen „Agathidium bushi“, „Agathidium cheneyi“ und „Agathidium rumsfeldi“ tragen. Benannt wurden diese possierlichen Tierchen, man ahnt es, nach dem ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush, dessen Vizepräsidenten Dick Cheney und dem damaligen Verteidigungsminister Rumsfeld, der, das sei an dieser Stelle gerne nochmal gesagt, den meiner Meinung nach treffendsten Nachnamen hat, den man als amerikanischer Verteidigungsminister haben kann – aber lassen wir das.

Nun verhält es sich so, dass diese drei Tierchen innerhalb der Gattung „Agathidium“ zu der Unterart der „Schwammkäfer“ zählen und im Englischen auch als „Slime mold beetles“ – zu deutsch: „Schleimpilzkäfer“ – bezeichnet werden.

Wie kann man nun derart respektlos sein, drei Käfer, die sich von Schleimpilzen ernähren, nach diesen drei integren Personen zu benennen? Personen, die uns den Irakkrieg, den Afghanistankrieg, den „Patriot Act“ oder „Guantanamo“ geschenkt haben … – hm, nee, wobei: Passt schon!

Ich würde mich wahrscheinlich dafür entscheiden, das Schnabeltier umzubenennen. Schon Terry Pratchett schrieb darüber:

“ Vielleicht finden wir auch heraus, warum das Schnabeltier.*“

Um diesem Satz die Fußnote folgen zu lassen:

„* Nicht etwa, warum es etwas ist. Einfach nur, warum es existiert.“

Meiner Meinung nach entstand das Schnabeltier am sechsten Tag der Schöpfung kurz nach 18 Uhr und Gottes drittem Feierabendbierchen. Der lacht sicherlich jetzt noch. Und andere Tiere lachen sicherlich auch. Über das Schnabeltier. Und das kann man doch so nicht stehenlassen.

Kurz: Erster Umbenennungskandidat wäre das Schnabeltier. Wie es zukünftig heißen könnte, darüber denke ich noch nach …

 

2.) Was hat Dir an Museen immer gut gefallen, was hat Dich angesprochen?

Ich bin ja  – ich erwähnte das schon mal anlässlich anderer Freitagsfragen – kein eifriger Museumsgänger. Und wenn, dann würde ich in erster Linie nur solche Museen besuchen, in denen es Exponate zu bestaunen gibt, die schon einige Jahre auf dem Buckel haben, weil es unter anderem das ist, was mich daran fasziniert. Die Geschichte hinter den ausgestellten Dingen und die Vorstellung, dass diese Dinge schon seit teils langer Zeit kultureller Bestandteil der Menschheit sind.

 

3.) Wie lernst Du am besten neue Dinge? Bist Du eher visuell, haptisch, akustisch veranlagt oder hast ganz andere Lernmethoden?

Ich verschriftliche gerne Dinge. Wen wundert´s!? Ich kann mir aber tatsächlich Dinge am besten merken, wenn ich sie mir aufgeschrieben und dann eingeprägt habe.

 

4.) Die Wahl der „Qual“: Wenige gute Freunde aber alle wohnen weit weg, oder viele lose Bekanntschaften in Deiner näheren Umgebung?

Lose Bekanntschaften sind die Graupensuppe oder der Steckrübeneintopf unter den sozialen Beziehungen. Man nimmt sie eben hin, wenn es nichts anderes gibt. Für mich ist das aber eher nichts, daher würde ich mich für wenige gute Freunde in weiterer Entfernung entscheiden. Da sich ein nicht unwichtiger Bestandteil meines Freundeskreises ohnehin bereits in weiter Ferne befindet („Shaaaame! Shaaaame! Shaaaame!“ *dingdong*), müsste ich mich nicht mal umgewöhnen.

 

Das war es auch schon wieder. Ich wünsche allseits einen guten Wochenstart, einen funktionierenden Ventilator, ausreichende Getränkevorräte und einen stabilen Kreislauf.

Gehabt euch wohl!

15 Kommentare zu „Freitagsfragen #81

  1. Nachdem gefühlt alles schon gesagt wurde, möchte ich dir versichern, dass ich dich bedaure und deiner Erkältung ein baldiges Verglühen in irgendeiner Mittags- oder Abendhitze wünsche – für irgendwas muss man die Temperaturen doch gebrauchen können, außer für das Freibad!
    Es möge dir also bald wieder zu deiner Zufriedenheit gehen!
    Entspannte Abendgrüße
    Christiane 😁🌞🌼

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  2. Ach du armes Fragglechen – krank im Urlaub – wie doof ist das denn…. Mein tiefstes Bedauern an dieser Stelle (reicht jetzt, oder?)
    Ansonsten bin ich restlos begeistert von den Käfern. Habe aber nicht verstanden, was du gegen das Schnabeltier oder den Namen als solches hast? Ich mag Schnabeltiere – sie sehen einfach nett aus ;-)
    In diesem Sinne – die allerbesten Grüße

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    1. Ich hätte Dir Deine ehrlich empfundene Anteilnahme fast geglaubt … ;-)

      Ich mag Schnabeltiere auch, aber irgendwie sehen sie schon aus, als wäre da ein unheiliges Experiment auf die schlimmstmögliche Art schief gegangen. ;-)

      Die allerbesten Wünsche zurück, verbunden mit der Hoffnung, dass es Dir heute gut geht.

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      1. Meine Anteilnahme war durchaus ehrlich gemeint ….. :-)

        Es geht mir – jetzt – gut :-) auch, wenn ich das Gefühl habe, als hätte ich gerade sehr heiß geduscht ….. Ich hatte ein wundervolles Wochenende (trotz einem Jahr mehr auf meinem Rücken – flöt ….)
        :-)

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        1. Oh, meine herzallerliebste Lieblingsbloggerin hatte – von mir vollständig unbemerkt – Geburtstag!? Dann auf diesem Wege meinen ganz herzlichen Glückwunsch nachträglich!

          Liken

  3. Bedauern für deine Erkältung is‘ hier nich‘, aber ich biete dir einen Tausch an: Ich nehme deine Erkältung für den Rest des Sommers und du nimmst dafür meine extreme Sonnenempfindlichkeit der Haut. Zehn Minuten Balkon auskehren und du hast das Gefühl dir platzt die gecremte Haut ab. Und nein, ich möchte kein Bedauern. Oder doch, dafür, dass meine Sonnencreme heute in keiner Apotheke vorrätig war und ich von dem Drogeriezeug Juckreiz bekomme. Das Kind bedankt sich, dass es zum Hausaufgaben kontrollieren lassen jedes Mal vom Balkon reinkommen muss.

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    1. Es geht doch nichts über Anteilnahme unter Bloggern … ;-)

      Aber mal im Ernst: Gerade bei der vorherrschenden Wetterlage ist ein Mangel an der passenden Sonnencreme natürlich eher suboptimal. Andererseits: Draußen ist es sowieso zu heiß! ;-)

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    1. Herzlichen Dank!

      Und danke auch für den Tipp. Das klingt zwar nach einem Buch der Kategorie „eher kompliziert“, aber in letzter Zeit zieht es mich sowieso verstärkt dahin. Ich sehe es mir mal an.

      Liebe Grüße zurück

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