abc.Etüden KW 21/22 III

 

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

ich mag ja eigentlich keine Songtexte bzw. Liedzitate in im weitesten Sinne literarischen Texten jedweder Art. Irgendwie wirkt das auf mich immer deplatziert. „Deplatziert“ mit „tz“ – ich verfluche Dich, Rechtschreibreform, Du bildungspolitischer Präventivschlag der 90er.

Wie auch immer. Umso mehr mag es erstaunen, dass vorhin in mir die Frage heranreifte, ob ich wohl in der Lage sein möge, einen Text zu verfassen, der zur Hälfte – und Hälfte möchte ich in diesem Zusammenhang nicht als mathematisch exakten Begriff verstanden wissen – nur aus Songtextschnipseln der Songs besteht, die heute morgen in den beiden Radiosendern meines Vertrauens gespielt wurden.

Man möge den folgenden Text einfach irgendwo zwischen Spielerei und Fingerübung ohne tieferen Sinn einordnen.

Die Etüden werden von Christiane geleitet, die Wortspende kommt vom Team dergl.

 

„Hey! Na, wie sieht es aus?“

„Can you take me higher? To the place where blind men see!“

„Es geht gleitend in Wahnsinn?“

„Dirty Livin …“

„Was ´n los?

„Things were never easy for me, peace of mind was hard to find.“

„Interpretiere ich das dahingehend richtig, dass es Dir nicht so richtig dolle gut geht`?“

„And I needed a place where I could hide, somewhere I could call mine.“

„Da weiß ich aber etwas Besseres, als sich hier zu vergraben: Wir könnten uns im Pub breitmachen. Pun intended.“

„Tonight we drink to youth?“

„Genau so sieht es aus, Alter!“

„Mental wounds still screaming …“

„Ja, ich weiß, Keule. Aber das gibt sich – vertrau mir! Also: Auf geht´s!“

 

*mehrere Stunden sowie dunkle irische Biere später*

 

„Sieh mal da, am Nebentisch – ich glaube, die, die wie direkt ausm Malkasten wirkt, hat ein Auge auf Dich geworfen.“

„Hello! Is it me you´re looking for?“

„Ich fass es nicht, das funktioniert! Sie kommt rüber.“

„Hey, na!? Wie heißt Du? Darf ich Dich aufn Bier einladen?“

„Keep your drink, just give me the Money, It’s just you and your hand tonight!“

„Alter, WAS!? Spinnst Du? So kann man eine Anmache auch torpedieren. Mit Dir ist wirklich nichts anzufangen heute. Vielleicht sollten wir nach Hause gehen, wir können sowieso nicht ewig bleiben.“

„There´s no surprise I won´t be here tomorrow!“

„Natürlich nicht, der Laden macht ja auch irgendwann dicht. Ach, was soll´s eine Runde geht noch. Warte hier!“

*weitere Stunden und Biere später, diesmal in der Gosse vor der Kneipe*

„I just died in your arms tonight!“

„Quatsch, ich war Dir beim Reihern behilflich. Und hör endlich auf damit!“

„Okay! Was jetzt?“

„So if by the time the bar closes, and you feel like fallin´ down, I´ll carry you home tonight.“

 

 

300 Worte

Im Übrigen dürfte damit erwiesen sein, dass man in jeder Lebenslage nicht um die passenden Worte verlegen sein muss, so lange man ein ausreichend großes Textrepertoire der heutigen Populärmusik besitzt. :-)

In den Text geschafft haben es – in der Reihenfolge ihres Auftritts:

Creed – Higher
KISS – Dirty Livin´
Phil Collins – No son of mine
Incubus – Love hurts
Ozzy Osbourne – Crazy Train
Lionel Richie – Hello
P!nk – U and ur hand
Daughtry – No surprise
Cutting Crew – I jusr died in your arms tonight
Fun – Tonight

Der Fairness halber muss gesagt werden, dass nur sieben der genannten zehn Songs im Radio kamen, der Rest (Incubus, Richie und Fun) musste aus dramaturgischen Gründen rein bzw. weil der Text so schön passte. ;-)

Bands, die es nicht in den Text geschafft haben: Danko Jones, Manfred Manns Earthband, Scorpions und – natürlich – Rammstein. :-)

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18 Kommentare zu „abc.Etüden KW 21/22 III

    1. Vielen Dank! Bei einigen ist es auch schwierig, wenn man entweder den Song gar nicht kennt, oder aber der Textschnipsel mitten aus irgendeiner Strophe kommt. :-) Insgesamt ergäben die dazugehörigen Stücke übrigens eine ziemlich Playlist finde ich – wenn man sich Lionel Richie wegdenkt. :-)

      Gefällt 1 Person

  1. Das haben wir früher, so Übergang Abi woanders hin, mit Depeche Mode gespielt – nur, dass du eben nicht anders als in Zitaten antworten durftest. Mit einer Freundin habe ich ich das auch mal mit Joy Division-Zeilen gemacht.

    Ich muss zwar gestehen, dass ich bis auf den Pink-Song keinen zuordnen kann, aber das dunkle irische Bier möchte ich auch.

    Gefällt 1 Person

    1. Ich würde es tatsächlich lieber „plaz“ schreiben, abgeleitet vom französischen „placer“. Bei vielen aus dem französischen abgeleiteten Wörtern hat man die vermeintliche Vereinfachung wieder abgeschafft, hier nicht. Außerdem war ich es so gewöhnt. ;-)

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  2. Ähemmm. Danke für die (sehr notwendige) Songliste am Ende, aber der Sinn von den Etüden war, dass da Wörter eingebaut werden sollten. Machst du dir Sorgen, dass ich nicht mehr mitlese? ;-)
    (Ich trage deinen Kummer um das tz übrigens mit.)
    Liebe Grüße
    Christiane

    Gefällt 1 Person

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