Freitagsfragen # 77

Freitagsfragen Frühling.jpg

Yaaaaay!

Ähm, ich meinte: Hallo, liebe Leserinnen und Leser!

Wobei, nein, eigentlich meinte ich tatsächlich: Yaaaaay!

Die Freitagsfragen im Brüllmausblog drehen nach einer kurzen diesbezüglichen Durststrecke eine neue Runde. An dieser Stelle ein Hoch auf und einen herzlichen Dank an die eifrige Freitagsfragenspenderin. „Freitagsfragenspenderin“ gibt übrigens bei „Scrabble“ 34 Punkte, was gemessen an der Wortlänge etwas wenig erscheint. Fragt nicht. Lassen wir das.

Die heutigen Fragen und Antworten lauten:

1.) Gehst Du gerne in Museen?

Darauf kann ich nur wieder mit dem typischen „Das kommt darauf an“ antworten.

Es gibt Museen, die würde ich gerne besuchen. Nur leider gibt es dir hier in meiner heimischen Pampa nicht.

Das einzige Museum meiner kleinen Heimatstadt ist ein „Museum für Bergbau- und Stadtgeschichte“, weil man hier, man glaubt es kaum, in der Zeit zwischen etwa 1386 und 1960 (nur um meiner Eigenschaft als verhinderter Historiker mal wieder nachzugehen und damit ihr hier auch endlich mal was lernt) Bergbau, sprich Kohleförderung, betrieben hat.

Angesichts des fast schon erotischen Verhältnisses, das unser Verkehrsminister Scheuer zu den fossilen Brennstoffen und – vor allem – zu ihren Erzeugerfirmen hat, erwarte ich auch quasi stündlich, dass man die Förderung hier wieder aufnimmt. Spätestens jedenfalls dann, wenn man so etwas wie ein Fracking-Verfahren für Kohle entwickelt hat. Und das kann nicht mehr lange dauern.

Schließlich wird ja, wann immer man auf Themen wie Klimawandel und erneuerbare Energien kommt, darauf hingewiesen, dass man doch auch bitte an die Arbeitsplatzsicherheit der in der Braunkohleförderung Beschäftigten denken müsse, meistens mit der Dramatik einer Helen Lovejoy aus dem „Simpsons“, die da sagte: „Kann denn nicht ein einziges Mal jemand an die Kinder denken?

Tja, nur ist es mittlerweile ja glücklicherweise so, dass diese Kinder selbständig denken und deshalb auf die Straße gehen. Auch weil sie wissen, dass die Zahl der in der Braunkohleförderung und -veredelung Beschäftigen von etwa 13.700 im Jahr 2010 auf etwa 12.900 im Jahr 2016 gefallen ist (Angaben von „Spiegel Online„), während die Anzahl der im Bereich Photovoltaik Beschäftigten im selben Zeitraum von etwa 133.000 auf etwa 32.000 zurückgegangen ist (Angaben von „statista„)

Aber hey, man muss halt Prioritäten setzen …

Hach, von Museen zur Klimapolitik, das muss man mir erst mal nachmachen. Zurück zu den Museen:

Dann gibt es da noch Museen, die einfach außerhalb meines Interessengebietes liegen. So habe ich beispielsweise mal im Hamburger „Museum für Kunst und Gewerbe“ einen Einkaufswagen gesehen, den man aufgeschnitten und auf eine Spanplatte genagelt hatte. Das war dann Kunst … Und so etwas erschließt sich mir halt einfach nicht, dafür reicht mein intellektueller Horizont nicht aus.

Ohnehin habe ich keinen großen Bezug zur bildenden Kunst. Ich kann anerkennen, dass diese eine sehr viel unmittelbarere Reaktion beim Betrachter hervorruft als es beispielsweise die Literatur könnte, weil der Aspekt des Lesens und Verstehens wegfällt, es kommt nur leider vor, dass manche Kunstwerke so gar keine Reaktion bei mir hervorrufen. Oder bestenfalls befremdliche Irritation. Wobei eine ganz, ganz zauberhafte Person mal sinngemäß gesagt hat, dass das auch wieder eine Form von Reaktion sei, das entsprechende Kunstwerk somit seine Aufgabe erfüllt habe.

Bleiben letztlich die Museen mit Inhalten, die mich interessieren würden. Jedenfalls theoretisch. Malerei zu Beispiel. Da kehren wir aber wieder zum Ausgangspunkt zurück. So etwas gibt’s hier nicht.

2.) Sofern Du bei guter Gesundheit bist, wie möchtest Du im Rentenalter leben?

In Hugh Hefners „Playboy Mansion“! :-) Ach, WIE lautete die Frage, nicht WO …

Aufgrund meiner eigenen Erfahrung der jüngeren bis mittleren Vergangenheit habe ich die revolutionäre Erkenntnis gewonnen, dass Gesundheit als solche ein fragiles Gut ist, das es zu bewahren gilt und für das man dankbar sein sollte, so lange man es hat, denn ohne entsprechende Gesundheit ist alles Mist. Insofern denke ich gar nicht so weit.

Mir würde es reichen, wenn es im Rentenalter noch gedruckte Bücher gäbe, damit man mich nicht auf meine alten Tage noch zu einem dieser Reader zwingt. Das wäre fatal!

3.) Welche „kleinen Dinge“, Gefälligkeiten, Aufmerksamkeiten sind Dir in einer Partnerschaft wichtig und welche gibst Du?

All die Dinge, die ich in jedem zwischenmenschlichen Verhältnis außerhalb von Partnerschaften auch als wichtig erachten würde. Eines dieser Dinge steckt schon in der Ausgangsfrage: Aufmerksamkeit!

Das mag banal klingen, aber ich finde es wichtig, beispielsweise in Gesprächen, dem, was mein Gegenüber sagt, eine gewisse Aufmerksamkeit entgegenzubringen, ohne mir während der Hälfte des Gesagten bereits Gedanken darüber zu machen, was ich denn nun gleich sagen könnte. Und ich kenne durchaus Menschen, denen ich ansehe, dass ich Aufmerksamkeit gerade schwindet, eben weil sie sich bereits mit ihrem nächsten Gesprächsbeitrag beschäftigen.

4.) Die Wahl der Qual: Ins schwarze Loch fallen oder von der Erdkante rutschen?

Erdkante? Wo soll die sein, kurz hinter Olpe im Sauerland? :-)

Nun, da ich davon ausgehe, dass mit dem schwarzen Loch das astronomische gemeint ist und nicht das emotionale, in das man ja durchaus auch mal gelegentlich fallen kann, würde ich das schwarze Loch wählen, weil durchaus mal spannend wäre, zu erfahren, was sich hinter dem Ereignishorizont befindet. Okay, das würde ich nicht mal ansatzweise überleben, aber hey: Take it for the Team!

Auch wenn das emotionale schwarze Loch gemeint ist, würde ich dieses der Erdkante übrigens vorziehen.

Echt mal: Erdkante!

:-)

 

Damit wünsche ich allseits einen schönen Restfreitag.

Gehabt euch wohl.

19 Kommentare zu „Freitagsfragen # 77

  1. Stimme dir absolut zu, dass Aufmerksamkeit im gegenseitigen Umgang ungeheuer wichtig und ein Zeichen von Respekt ist. Und das Gegenüber könnte etwas Interessantes zu sagen haben… Als Hörbehinderte höre ich immer sehr genau hin, um möglichst viel zu erfassen, und mehr als einmal war ich angenehm überrascht :-)

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  2. Ist die Erdkante nicht kurz hinter dem Ar*** der Welt? Und ist selbiger nicht irgendwo in Sachsen? Ich meine mich zu erinnern? Auch wenn ich mir das im westlichen Zentral-Westfalen auch vorstellen kann…das führt aber vllt zu weit. Was bei deinem Radius ja wohl auch wieder nicht geht ;-)

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    1. Ich mache dauernd Olpe-Witze! ;-)

      Wo in Westfalen die Erdkante nun genau ist, weiß ich auch nicht. Nur Ostwestfalen kann es nicht sein, da bin ich gelegentlich: Da ist gar nichts! ;-)

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  3. HURRA! Die Freitagsfragen sind wieder da…!

    Übrigens: Ich hege den Verdacht, dass im Hamburger „Museum für Kunst und Gewerbe“ die Spanplatte die Kunst war und nicht der Einkaufswagen. Nur ein Missverständnis und darum hat es sich Dir auch nicht erschlossen…!

    …Dir ebenfalls einen schönen Restfreitag und ein ebensolches Wochenende!

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    1. Die Erdkante muss in Westfalen sein! ;-)

      Und doch, sicherlich gibt es diese Museen in Niedersachsen. Wenn ich von meiner heimischen Pampa spreche, meine ich hier aber maximal meinen Landkreis, da ich aus mannigfaltigen Gründen nur selten einen größeren Dunstkreis-Reise-Bewegungs-Radius-Dingens habe. Und innerhalb dieses begrenzten Gebietes gilt: Da jibbet dat nich!

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      1. Komischerweise ist mir deine Antwort nicht angezeigt – Zufall, dass ich noch mal auf deinen Beitrag gegangen bin und es gesehen habe. WP mal wieder :-(
        Mit der Erdkante – ich bin mir da manchmal nicht so sicher. Richtung Süddeutschland gibt es evtl auch eine ….

        Ich müsste mir das mit den Museen mal genauer bei dir anschauen – hab allerdings gerade deinen Radius nicht so auf dem Schirm – macht nix ;-) Ich glaub dir mal ….. :-)

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        1. WP-Fehlfunktionen würden einen separaten Beitrag rechtfertigen …

          Meinetwegen könnte man die Erdkante gerne auch weiter im Süden verorten, mitten durch die bayerische Staatskanzlei. ;-)

          Innerhalb meines Radius kannst Du mir das glauben. Da gibt’s entweder nix, oder ich war schon da. Dafür gibt es aber unweit ein Zollstockmuseum. Nur … na ja … :-)

          Gefällt 2 Personen

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