Freitagsfragen #69

Freitagsfragen

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

na, das war doch mal eine Woche, die wie im Fluge verging, oder!? Gut, ich weiß, dass es ganz zauberhafte Personen in meiner Leserschaft gibt, denen das nicht so ging, aber für mich persönlich ging die Woche doch recht schnell vorbei. Kaum war Montag, der Wecker klingelte und man schwor, dem Nächstbesten, der eine dumme Frage stellt – und früher oder später tut das immer jemand – mächtig eine zu paddeln, schon ist Freitag, der Wecker klingelt und man schwört, dem Nächstbesten, der usw.  …

Grund für dieses individuelle Zeitempfinden war sicherlich unter anderem auch meine Freizeitgestaltung. So durfte ich dem HSV dabei zusehen, wie er zu blöd zum Gewinnen war, hatte kurz darauf das zweifelhafte Vergnügen mir – wenigstens in netter Gesellschaft – „Phantastische Tierwesen etc. Teil 1“ ansehen zu „dürfen“ und konnte mich bei der dafür verantwortlichen Person mangels Anwesenheit selbiger nicht mal angemessen „bedanken“ und war gestern bei so einer Art „Abend der offenen Tür“ in der Buchhandlung meines Vertrauens, wo ich die letzten, noch in meinem Portemonnaie befindlichen Kröten in „Ready Player One“, die Bestellung des ersten Teils von Bernhard Hennens “ Die Phileasson Saga“ (Aventurien ftw!) sowie ein Geschenk, dessen Titel ich natürlich nicht verraten darf, weil es sonst witzlos wäre, investiert habe. Sollte mich also jetzt jemand fragen: „Haste ma´n Euro?“, wäre ich einerseits irritiert, könnte aber andererseits voller Überzeugung sagen: „Nö!“

Das dazu, starten wir nun, beschwingt durch Musik des Radiosenders meines Vertrauen (hat mal jemand versucht, zu „Mr. Brightside“ von „The Killers“ oder „Move“ von den „H-Blockx“ (gibt’s die eigentlich noch?) 50 zu fahren? Zu Ersterem ist das schwierig, zu Letzterem praktisch unmöglich!), in den Freitag. Und dazu gehört natürlich auch die Beantwortung der Freitagsfragen aus dem Brüllmausblog. Und ihr müsst jetzt ganz stark sein, denn das hier werden die letzten Freitagsfragen sein!

 

 

Also, die letzten in diesem Jahr. ;-)

Deshalb fällt die Anzahl der Fragen in dieser Ausgabe auch vergleichsweise umfangreich aus. Die Fragen und Antworten lauten:

1| Fandest Du Deinen Urlaub in diesem Jahr ausreichend? Wie hast Du ihn verbracht?

Ist Urlaub jemals ausreichend? Aber im Vergleich zu den Vorjahren ging es schon. Sowohl letztes als auch vorletztes Jahr  habe ich meine zwei Wochen Sommerurlaub damit versaut, meinem Chef vorher zu sagen, er könne mich wegen betrieblicher Dinge, die aus seiner Sicht eigentlich noch unbedingt hätten erledigt sein sollen, gerne anrufen. Somit verging die jeweils erste Woche damit, darauf zu warten, dass das Telefon klingelt und die zweite damit, mich darüber zu ärgern, dass das Telefon nicht geklingelt hat. In diesem Sommer habe ich bei Urlaubsantritt sinngemäß gesagt: „Wer mich anruft, ist selbst schuld!“ und fuhr damit viel besser.

Verbracht habe ich, insbesondere den Sommerurlaub, so, wie ich das am liebsten mache, nämlich lesend. Gut, notfalls hätte ich die Bücher auch gegen Sandstrand, Hängematte, Caipirinha und Schauspielerinnen aus der Bacardi-Werbung eingetauscht, aber das ergab sich irgendwie nicht …

2| Was war in diesem Jahr das größte Ereignis und wie hat es Dich bereichert/ beeinflusst?

Kein Kommentar! Hach, das wollte ich immer schon mal schreiben … ;-)

Aber ernsthaft, über das ohne Zweifel und mit gigantischem Abstand für mich größte Ereignis des Jahres und wie es mich bereichert und beeinflusst hat, könnte ich jetzt Romane schreiben, werde das aber nicht tun, weil ich dann nicht nur über mich, sondern auch über ganz zauberhafte Personen meines Umfelds schreiben müsste.  Und das werde ich ganz sicher nicht tun!

Nehmen wir also das zweitgrößte Ereignis des Jahres: Ich bin seit etwa drei Wochen stolzer Besitzer – und mittlerweile auch Eigentümer – eines neuen Autos. Ich hätte zwar im Grunde nichts gegen einen Dodge Charger, nebst dem zugehörigen Tankwagen, gehabt, letztlich ist es dann aber eine Nummer kleiner geworden. Oder wie ich kürzlich sagte: „Man sieht sich zuerst die Autos an, die man gerne hätte. Dann die, von denen man glaubt, dass man sie sich leisten kann. Und schließlich landet man dann bei denen, die man sich tatsächlich leisten kann …“ :-)

Nun muss noch ein Name für das gute Stück gefunden werden, mir will aber noch nichts Kreatives einfallen …

3| Was lief in diesem Jahr nicht wie geplant und wie kann es im nächsten Jahr besser werden?

Zum Einen lief gesundheitlich in diesem Jahr so ziemlich nichts, wie geplant. Inwieweit man das auch immer planen kann … Ich bin aber guten Mutes, da im Wortsinne auf dem Weg der Besserung zu sein.

Zum Anderen kann ich auch da mein Auto anführen. Zwischen den ersten Anzeichen einer ernsten Erkrankung meines alten Autos und dem Erwerb des neuen lagen ganze zehn Monate! Zehn Monate, in denen ich teilweise meine alte Karre noch im vollen Bewusstsein der Tatsache, dass sie auf jedem Meter jederzeit den Geist aufgeben kann, gefahren habe. Bis sie dann irgendwann wirklich gänzlich den Geist aufgab. Diese zehn Monate waren, auf gut deutsch gesagt, eine Scheißzeit, die sicherlich auf oben erwähnte Gesundheit keinen so wahnsinnig guten Einfluss hatte. Aber hey, das hat sich ja nun erledigt.

4| Was war in diesem Jahr neu? Was hast Du gelernt oder ausprobiert?

Ich habe es geschafft, deutlich entspannter zu leben als noch vor einem Jahr. Ich hielt schon 2017 für den Antichristen unter den Jahren, 2018 war dagegen aber so etwas wie sein Mentor. Wäre ich mit der selben Einstellung wie letztes Jahr durch das jetzige gegangen, wäre ich entweder irgendwann tot umgefallen oder wäre plündernd und brandschatzend durch deutsche Behörden gezogen oder hätte den Penner, dem ich vor Monaten mit meinem alten Auto am Kreisel fast reingefahren wäre, aus dem Auto gezogen, um ihn noch an Ort und Stelle den Göttern des Jähzorns zu opfern.

Und das kann ja niemand wollen – der Kreisel-Penner am allerwenigsten.

5| Was war die beste Nachricht?

Bezüglich dieser Frage verweise ich auf die erste Hälfte der Antwort auf Frage 2.

6| Hast Du bereits Pläne für 2019?

Nö! „Leben ist, was uns zustößt, während wir uns etwas ganz anderes vorgenommen haben.“ soll schon Henry Miller gesagt haben. Insofern würde ich mich schon freuen, wenn 2019 ein Jahr wird, in dem einfach einmal, nur einmal, alles so bleibt, wie es ist.

7| Worauf freust Du Dich im neuen Jahr?

Auf die Meisterschaft des SV Werder Bremen! :-) Ja, gut, das wird wohl nichts. Nicht mal im Tischtennis dürfte das umsetzbar sein. Und das war jetzt nicht abwertend gemeint, liebe Tischtennis-Gemeinde.

Ach, ich habe nichts Spezielles, worauf ich mich im nächsten Jahr freue. Das vorerst Beste am Jahr 2019 dürfte die Tatsache sein, dass 2018 dann vorbei ist.

 

So weit, so gut, das soll es dann auch schon wieder gewesen sein. Ich habe noch produktive Dinge zu erledigen.

Vor dem Hintergrund der letzten Freitagsfragen des Jahres, habe ich übrigens kurz darüber nachgedacht, ebenfalls eine Dezemberpause einzulegen. Man wird sehen. Sollte mein Level auf der nach oben offenen Glöckchengebimmel-Skala in absehbarer Zeit sprunghaft nach oben steigen und eine Pause wünschenswert bis notwendig machen, lasse ich es euch wissen.

Gehabt euch wohl!

27 Kommentare zu „Freitagsfragen #69

  1. Was, dieses Jahr ist so gut wie Rum? Das geht nicht. Ich habe doch noch so viel zu tun!

    Nur für den Fall, dass du dich in eine Pause verkrümelst, du Schuft, wünsch ich dir ein gutes Jahresende. Genieß den Glühwein, in diesem Jahr ist er besonders Kopfweh fördernd (für dich getestet 😁)

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    1. Tja, so schnell kann es gehen. ;-)

      Ich weiß noch nicht, ob und wann es eine Pause gibt, zumal ich ein, zwei Leuten noch eine Rezension versprochen habe. Also, wenn, dann erst so etwa ab nächster Woche. Ich lasse es Dich wissen.

      Und herzlichen Dank für den Glühweintest. Erfahrungsgemäß ist Alkohol in der jetzigen Zeit aber das Letzte, was ich brauche. Dunkler Dezember + Alkohol + leicht fragiles Hirn = unheilvolle Mischung. :-)

      Rein prophlaktisch wünsche ich Dir auch schon mal ein gutes Jahresende. Und übertreib es mit dem Glühwein nicht. ;-)

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    1. Celine hieß Cécile. ;-) Aber ja, sie ist verstorben, schon vor längerer Zeit. Man konnte nichts mehr für sie tun. Jetzt geht sie entweder in den Autohimmel ein oder aber – was ich viel wahrscheinlicher finde – man vertickt sie nach Afrika. :-)

      Lass uns die Tage mal wieder telefonieren, ja!?

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    1. Ich bin tatsächlich erstaunt, dass es noch recht viele andere Menschen gibt, die ihrem Auto einen Namen geben – Ronny hat übrigens was -, ich dachte, ich stünde mit dieser spleenigen Angelegenheit ziemlich allein. ;-)

      Das mit der Entspannung kommt, glaube ich, mit zunehmendem Alter von allein. Wenn man erstmals einen Rentenbescheid in der Hand hatte, der einem klar macht, dass man später keine großen Sprünge machen kann, falls man nicht noch einen gut dotierten Vorstandsjob bei SAP bekommt, dann kommt die Entspannung von selbst. ;-)

      Übrigens: BioWare hat für nächste Woche eine Ankündigung, äähm, angekündigt: Man munkelt, dass es sich dabei im „Dragon Age 4“ handeln könnte. Ich dachte mir, das könnte Dich vielleicht interessieren … :-)

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      1. Es zeigt ohnehin von unserem fortgeschrittenen Alter, dass wir an einem Samstag um diese Zeit wach sind😅
        Und das interessiert mich in der Tat SEHR!!!!! Diese Aufregung kann nur durch Plätzchen backen kompensiert werden, schätze ich.
        Danke dir fürs Bescheid sagen und einen schönen ersten Advent!😊

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  2. Ich wollte meinem neuen Auto auch einen Namen geben. Die davor hießen „der Astra“ oder „der Vectra“ oder wieder „der Astra“. Wahlweise „der Opel“. Mein Freund und Chauffeur sabotiert die Namenssuche.

    Ich schlug „der rote Corsar“ vor – abgelehnt. „Die rote Zora“ – abgelehnt. „Blitzchen“, ein Vorschlag unseres Foren-Goldfischs, ist wiederum nicht ganz meins. Es wird wohl auf „der Opel“ hinauslaufen. :|

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  3. Ich schlage so etwas wie Frau Müller, Frau Meier oder ähnlich vor. Ich kannte allerdings auch mal einen BMW namens Herbert und einen Toyota (?) namens Hans-Peter.

    Automatik? Das war immer die erste Frage der Leute an meine Eltern als ich Kind war: „Kann die mal Auto fahren?“ – „Ja, aber nur Automatik.“ (In Anbetracht des Faktes, dass meine Familie in etwas mit Autos machte war die Frage gerechtfertigt, aber ich fand’s nervig. Außerdem wollte ich ein Motorrad und kein Auto.)

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    1. Hans-Peter? :-) Auch schön…

      Ich hätte die Frage auch nervig gefunden, sie stellte sich im Zusammenhang mit mir aber auch nicht wirklich.

      Bei Motorrädern bin ich eigentlich raus, aber ein Trike hätte ich gerne. :-)

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      1. Ich bin heute noch unglücklich darüber, dass die Quad-Fahrt, die mein damaliger Kommilitone C. mir versprochen hatte nie stattgefunden hat, weil wir keinen passenden Helm für mich auftreiben konnten.

        Mein Vater hat mir als Kind eine rote Yamaha versprochen. Unabhängig davon, dass ich die nicht hätte fahren können, hätte ich sie dennoch gern gehabt. Obwohl vielleicht hätte ich sie doch fahren können. Radfahren habe ich auch gelernt und es hieß immer „Das kann die nicht, das lernt die NIE.“

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  4. Vorschlag: nenne deine neue Karre doch einfach „Bad Block“…das hätte Vorteile:

    1. als Erinnerung an den Dodge, der es nicht geworden ist…
    2. als Reminiszenz auf die H-Blockx. Denn ja, die gibt es noch. Anders als zu Move- oder Risin‘ High-Zeiten, aber immer noch auf der Bühne…
    3. als Aufwertung für den Hyundai i30 der es dann, unterstelltermaßen, tatsächlich geworden ist…
    4. es klingt einfach total männlich :-)

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    1. Gefällt mir … :-)

      Ich gebe zu, der Hyundai i30 war in der Verlosung. Es wären auch noch viele andere Wagen möglich gewesen, wäre ich nicht auf ein Automatikgetriebe angewiesen. Die Mehrkosten dafür sind unfassbar!

      Letztlich wurde es dann ein Suzuki. :-)

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        1. Finde ich auch! Die Zeit, die ich brauche, um zu glauben, dass ich 50 fahre, braucht das Auto, um auf 80 zu beschleunigen. Wiegt ja nichts, das Ding. ;-) Da muss ich mich definitiv umgewöhnen, mein alter Kangoo kam aufgrund des Gewichts deutlich langsamer aus dem Quark. :-)

          Wenn ich jetzt noch rausfinde, warum das Ding manchmal so ruckelig anfährt … :-)

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          1. Ich möchte dir nicht zu nahe nah treten. Aber wenn ein Automatikwagen ruckelig anfährt, dann sitzt der Fehler meistens, wie bei einem fehlerhaften PC auch, meist am Steuer. Kann das sein? :-)

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          2. Das weiß ich! ;-) Nur haben verschiedenste Arten der Handhabung, vom gaaaanz gemählichen Anfahren bis hin zum Kickstart noch keine unterschiedlichen Ergebnisse gebracht. Ich muss mich da noch reinfinden … :-)

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  5. Je nach Größe des Autos könnte man Murmelchen nehmen. Oder Herzilein (nee lieber nicht). Was indianisches wie Morgenröte oder so ? Aber dann wirft man dem Gefährt vielleicht noch den Montagmorgen vor. Biene oder Bienchen und Frau Schneider ? es ist schwierig merke ich gerade einen Namen für ein Auto zu finden. Ich nannte mein altes Auto Wegbegleiter. Nicht seht nett merke ich gerade.
    Schönes Wochenende Fraggle ♥
    Kenia

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    1. Hey, liebste Kenia!

      Schöne Vorschläge. Ja, die Namensfindung gestaltet sich als eher schwierig. Ich dachte kurz an „Miss Daisy“, ich wäre dann der dazugehörige Chauffeur. Falls Dir der Film „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ etwas sagt … ;-) Aber dazu ist das Auto eindeutig zu jung. :-)

      Auch Dir ein schönes Wochenende.

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  6. Horst – Luke – Han – Chewie- Irene – Du Wurst – noch mehr Vorschläge gewünscht?
    Auf die Bremer Meisterschaft warte ich auch noch….
    Und gegen Sandstrand, Hängematte etc spricht, glaube ich irgendwas mit Flugzeugen….😉
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und hoffe auf weitere Beiträge 😊
    Liebe Grüße

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    1. Nette Vorschläge … Es sollte aber ein weiblicher Vorname sein, der hübsch klingt. „Irene“ trifft bei mir jetzt nicht auf Begeisterung. :-) Alle Irenes dieser Welt mögen mir verzeihen, das ist nichts persönliches.

      Und: „Du Wurst“? :-)

      Ich denke, das Flugzeug-Problem ließe sich umgehen, ich bin mir sicher, auch irgendwo an Nord- und Ostsee Sandstrände zu finden. ;-)

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  7. Herzlichen Dank! Schön, zu wissen, dass man mit dem, was man so schreibt jemandes Highlight sein kann. :-)

    Und bis ins neue Jahr müssen wir ja nur noch vier Freitage überbrücken, das wird schon. :-)

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  8. Wie immer äußerst unterhaltsam. :) Ja, ich werde die Freitagsfragen doch vermissen, vor allem Deine Antworten drauf, waren neben dein eigentlichen Fragen immer mein besonderes Highlight am Ende einer Woche. Aber nun ja, neues Jahr, neues Glück. :D

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