Freitagsfragen #56

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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

und wieder neigt sich eine weitere Woche, juhu, ihrem Ende zu. Auch wenn diese nun bald vergangene Woche, ganz im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin, bei „Deutschland sucht die Scheißwoche“ nicht mal in den Recall käme.

Von gut waren allerdings auch die vergangenen Tage weit, weit, weeeit entfernt. Vielleicht habe ich aber auch nur meine Leidensfähigkeit aufgelevelt, wer weiß das schon!?

Auch im literarischen Sinne musste ich kürzlich Leidensfähigkeit beweisen, als im am vergangenen Sonntag ein Buch nach gut 80 Seiten zur Seite legen musste, weil es mir vorkam wie eine emanzipatorische Kampfschrift. Ich denke darüber nach, „Emanzipatorische Kampfschrift“ auch als Überschrift für die irgendwann folgende Rezension zu verwenden, im vollen Bewusstsein, mir damit einen Shitstorm einhandeln zu können. ;-) Besagtes Buch hat es auf – ich habe die genaue Zahl gerade nicht im Kopf – etwa 15 Klebezettel auf den ersten gut 80 Seiten geschafft. Na, wenn das mal nichts ist!? :-)

Nun steht zwischen mir und einem Wochenende, das anders als geplant und hoffentlich so ähnlich wie das letzte verlaufen wird, nur noch der Rest von heute und die Beantwortung der Freitagsfragen aus dem Brüllmausblog.

Oh, und zwischen mir und zwei Wochen Urlaub steht nur noch der Rest von heute und die nächste Woche. Ich wollte es nur erwähnt haben. ;-)

Kommen wir zur Sache, die Fragen und Antworten lauten:

1.) Kleidest Du Dich eher modisch oder praktisch?

Ach, modisch ist relativ. So scheint es angesichts der Tatsache, dass ich gestern Abend beim Zappen über eine Moderatorin (bei Pro7?) stolperte, die eine Hose trug, die nur bis unwesentlich unter der Brust hochgezogen war, modisch zu sein, so etwas zu tragen. Ich fand das wahrhaft fürchterlich. Andererseits, da ich nicht für mich in Anspruch nehmen kann, Frauenkleider zu tragen, kann mir so etwas auch egal sein.

Wie ich mich kleide, hängt in erster Linie davon ab, wo ich mich befinde. Verlasse ich das Haus, versuche ich schon, nicht so auszusehen, als wäre ich gerade irgendwo ausgebrochen. Ob das modisch ist, ist mir dabei ziemlich wumpe. Ich muss mich in erster Linie wohl fühlen und glaube, auch einen wiedererkennbaren Kleidungsstil zu haben.

Zu Hause ist das dann etwas völlig anderes. Da laufe ich schon gerne in Schlabberklamotten rum. Damit würde ich aber nie das Haus bzw. das Grundstück verlassen. Ebenso wenig übrigens wie in kurzen Hosen. Männer in kurzen Hosen sind für mich ein schmaler Grat. Ich persönlich sehe darin aus, wie Prinz George, der fünfjährige Sohn von Prinz William und Prinzessin Kate. Deshalb lasse ich es. :-)

2.) Viele Menschen haben einen SUB (Stapel ungelesener Bücher). Hast Du eine LUF (Liste ungesehener Filme)?

Ja, so einen SuB habe ich auch, wobei das bei mir eher ein Kubikmeter ungelesener Bücher ist. ;-)

Dagegen bin ich eher nicht so cineastisch veranlagt. Ins Kino – ich erwähnte das bereits öfter – gehe ich eher selten. Die Kinofilme, die ich in den letzten 17 Jahren gesehen habe, bestehen in erster Linie aus „Star Wars“ und Peter Jackson bzw. J.R.R. Tolkien. Oh, und „Rango“. Ach, und „Resident Evil: Apokalypse“, aber über diesen Film wäre jedes weitere Wort eines zu viel.

Dabei gibt es durchaus Filme, bei denen ich es bedauere, dass ich sie noch nicht gesehen habe. Dazu gehören in erster Linie „Before Sunset“ und „Before Midnight“, die Fortsetzungen von „Before Sunrise“. Die habe ich doch tatsächlich bis heute nicht gesehen. Ich habe keine Ahnung, wie es dazu kommen konnte.

Oh, und vor einiger Zeit habe ich in ausnehmend angenehmer Runde „Shape of Water“ gesehen. Den kann ich wärmstens empfehlen.

3.) Was ist etwas, das alle außer Dir zu mögen / nicht zu mögen scheinen?

Schwierige Frage. Ich beschränke mich mal auf die Dinge, die (fast) alle außer mir zu mögen scheinen.

Generell bin ich nicht so empfänglich für Hypes jeglicher Art. Harry Potter beispielsweise. Gut, als der erste Teil erschien, war ich bereits 20 und wähnte mich damit zu alt für diese Bücher, eine Einstellung die sich bis heute erhalten hat, weswegen ich nach wie vor nicht eine Zeile davon gelesen habe.

Oder Stephenie Meyer und ihre Vampire. Oder das, was sie dafür hält. Ich denke immer noch darüber nach, mir eine Stephenie-Meyer-Voodoo-Puppe zu klöppeln, weil ich seither in jedem „Underworld“-Teil erwarte, Edward Cullen ins Bild diffundieren zu sehen. Da bekommt „Horror“ eine völlig neue Bedeutung.

Wer schon etwas länger bei mir liest, weiß, dass in dieser Auflistung unmöglich „Die Wanderhure“ fehlen darf. Ich weiß bis heute nicht, warum dieser Roman so einen überwältigenden Erfolg hatte, der gleich fünf (!) Fortsetzungen davon rechtfertigte. Ich weiß aber, dass das Genre „Historischer Roman“ damit, abrupt und nachhaltig, deutlich in die Kitsch-Ecke abgerutscht ist.

Weitere Beispiele wären die aktuelle Chart-Musik und das Nachmittagsprogramm der Privaten. Gut, Letzteres gefällt wahrscheinlich nicht jedem, aber wohl ausreichend vielen, damit es gesendet wird. Warum auch immer.

Gerade heute musste ich feststellen, dass sich das Frühprogramm der Privaten qualitativ aber nur unwesentlich vom Nachmittagsprogramm abhebt: Das ZDF-Morgenmagazin bringt einen Beitrag über Kunstausstellungen in den ehemaligen Zechen des Ruhrgebiets, dem ich mich zu früher Stunde intellektuell nicht gewachsen fühle. Also schalte ich um und lande beim Programm von Sat1 oder RTL – ich kann mich nicht erinnern – welches auf mich den selben Effekt ausübte, den ein Verkehrsunfall hat: Man will nicht hinsehen, kann aber auch nicht wegsehen. Da wurden also vier junge Frauen aufgereiht und es wurde die Frage in den Raum geworfen, ob sich die anwesenden männlichen und weiblichen Schwimmbadbesucher zutrauen würden, zu erkennen, ob und, falls ja, welche Frau Brustimplantate hätte. Runde 1: angezogen. Runde 2: nicht mehr so ganz angezogen. Und dann folgte Runde 3: Der Grabsch-Test!

Ich finde ja, dass es sich bei solchen Beiträgen um medial legitimierten Sexismus handelt, aber was weiß ich schon!? Eigentlich möchte ich immer noch mit dem Kopf schütteln …

4.) Die Qual der Wahl: Du verreist mit Deiner Lieblingsperson zu dem Ort, zu dem Du schon immer mal reisen wolltest, doch im Flugzeug ist nur noch ein Platz frei. Wer fliegt?

Das würde ungefähr so ablaufen:

„Ach, flieg Du, ich habe sowieso Flugangst.“

„Ja, aber es doch der Ort wohin Du immer schon mal reisen wolltest.“

„Ja, aber nicht allein. Da hätte ich ja noch größere Flugangst.“

„Aber allein fliege ich auch nicht!“

„Hmmm …“

„Wir bleiben hier?“

„Wir bleiben hier!“

:-)

 

Das war es auch schon wieder. Ich wünsche allseits einen guten Restfreitag und einen guten Start in ein hoffentlich schönes Wochenende.

Gehabt euch wohl!

14 Kommentare zu „Freitagsfragen #56

        1. Er ist niedlich, WEIL er fünf Jahre alt ist. ;-) Wäre er 36 Jahre älter und würde im selben Aufzug rumlaufen, wäre er es NICHT. :-)

          Gut zu wissen, insbesondere Letzteres lese ich gerne. Übrigens: Ich auch! ;-)

          Gefällt 2 Personen

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