Mittwochsfragen # 41 am Freitag – oder so …

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Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

wie bereits gestern erwähnt, habe ich mit vorgenommen, die während meiner Abwesenheit stattgefundenen Freitagsfragen nachzuholen, einfach der Vollständigkeit halber. Deshalb folgen nunmehr die Fragen, die im Brüllmausblog am 27.04.2018 gestellt wurden, nebst den dazugehörigen Antworten. Die Fragen lauten:

1.) Kannst Du gut erklären?

In der Berufsschule – in grauer Vorzeit, als in weiten Teilen des Landes noch vorzugsweise mit D-Mark bezahlt wurde -, sagte mein AWL-Lehrer immer sinngemäß: „In der Allgemeinen Wirtschaftslehre ist die Antwort auf fast jede Frage zunächst mal „Das kommt darauf an“!“ Und so verhält es sich gefühlt auch mit den Freitagsfragen, da gilt das nämlich auch sehr häufig.

Und so lautet eben auch hier die Antwort: Das kommt darauf an! Und zwar auf das Themengebiet einerseits – in beispielsweise die Literatur betreffenden Fragen bin ich naturgemäß etwas besser als in solchen zur Astrophysik – und andererseits auf den, dem ich etwas erkläre. Das stoischste Gemüt und die ausgefeiltesten rhetorischen Fähigkeiten, gepaart mit einer unglaublichen Gabe, andere Menschen zu motivieren, bringt nichts, wenn das Gegenüber Dich ansieht, wie Beatrix von Storch ein komplexes Uhrwerk.

Allgemein glaube ich allerdings schon, dass ich Dinge gut erklären kann. Wenn ich mich – zumindest nach meiner eigenen Selbstwahrnehmung – mit einem Thema besonders gut auskenne, besteht sogar die Gefahr, dass ich ins Dozieren gerate und mich in endlosen Monologen verliere, während das Gegenüber langsam abdriftet und sich eine gewisse Leere ins Gesicht schleicht, die man ebenfalls von Frau von Storch kennt.

2.) Bist Du geduldig?

Muhahaha ….

Nein! Wobei – eigentlich könnte man auch hier sagen: Das kommt darauf an! Im Umgang mit Menschen beispielsweise halte ich mich für sehr geduldig. In anderen Bereichen allerdings weniger. Das Verkabeln eines PCs? Die Hölle! Das Anschließen einer Stereo-Anlage? Potenzielle Ursache für einen mittelschweren Blutrausch! Im Grunde bin ich bei allem, was mit Kabeln, oder aber einem Verbrennungsmotor ausgestattet ist, ebenso kompetenzlos wie ungeduldig. Diese Geräte müssen nach dem Anschließen bzw. Starten funktionieren. Tun sie es nicht, verliere ich seeehr bald die Fassung. Für „plug and pray“ statt „plug and play“ ist mein Nervenkostüm nicht ausgelegt!

Sagt man heute eigentlich noch Stereo-Anlage?

3.) Dein Chef möchte, dass Du Dir 20 Stunden Deiner Arbeitszeit des nächsten Monats nimmst, um etwas Neues zu erlernen. Was lernst Du?

Ich setze jetzt einfach mal voraus, dass das, was ich in diesen 20 Stunden lerne, nichts mit meiner jetzigen Tätigkeit zu tun haben muss, ja!?

Dann gibt es da mehrere Möglichkeiten.

Vielleicht würde ich einen Mechatroniker-Crashkurs machen, um zu verhindern, dass ich in Zukunft durch stümperhafte Mechaniker erneut gezwungen bin, ein Auto zu Grabe zu tragen. Und ein bisschen selbst an seinem Fortbewegungsmittel schrauben können, schadet ja eigentlich nie.

Oder aber ich würde mich nochmal in die Uni setzen, um mir ein paar Geschichte-Vorlesungen zu bisher vernachlässigten Themengebieten zu gönnen. Mittelalterliche Landesgeschichte. Renaissance. Irgendwie so was. Einfach nur aus Interesse.

Oooder aber, ich belege einen Crash-Kurs im Bereich Kreatives Schreiben, mache mich dann auf, um mit meinem rudimentären Rüstzeug den epochalen Roman „Friss meine Shorts“ zu Papier zu bringen, kaufe vom Erlös die Werkstatt des oben erwähnten stümperhaften Mechanikers, nur um sie sofort zu schließen und alle Mitarbeiter zu entlassen, bis eben auf den besagten Mechaniker, den ich in die Werkstatt verfrachte, wo er fürderhin für alle Zeiten zu verbleiben hat, was ich dadurch gewährleiste, dass ich ihm mein Auto in den Weg stelle; in etwa 3.000 Jahren werden Archäologen Aufzeichnungen finden, die sie in den Bereich der Mythologie verweisen, und die die Strafe des armen Mechanikers zum Thema haben, der für alle Zeiten versucht, ein Auto aus der Garage zu schieben, dass ihm aber immer wieder kurz vorm Ziel entgleitet, sodass er wieder von vorne anfangen muss.

4.) Die Wahl der Qual: Quälende Müdigkeit während eines wichtigen Termins oder stündlich aufwachen während der nächsten Nacht?

Da ziehe ich doch lieber das stündliche Aufwachen vor. Darin habe ich in der jüngeren Vergangenheit, und auch sonst immer mal wieder, genügend Erfahrungen gesammelt, um den folgenden Tag trotz allem halbwegs schadlos zu überstehen.

 

Das soll es an dieser Stelle gewesen sein. Ich wünsche allseits noch ein schönes „Bergfest“.

Gehabt euch wohl.

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