Wo simma? Wo samma? Da samma!

Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

für den des bayerischen Idioms nicht kundigen Teil der Leserschaft – zu dem ich mich durchaus zähle – also zu den diesbezüglich Unkundigen – wohingegen ich mich nicht als Bestandteil meiner eigenen Leserschaft einordnen würde, da ich nicht so narzisstisch veranlagt bin, als dass ich den Drang verspüren würde, dauernd meine eigenen Beiträge zu lesen – mag sich die Überschrift nach veritablem Kauderwelsch anhören, dabei ist sie nichts anderes als die legendäre Überbrückungsfloskel des ebenso legendären „Sportstudio“-Moderators Harry Valérien auf der Suche nach der richtigen Kamera. Die Älteren werden sich erinnern …

(Als Einstieg ein siebenzeiliger Satz – ich kann es noch!)

Nun fühlte ich mich in den vergangenen Wochen ebenfalls ein bisschen so wie der Herr Valérien. Ein bisschen orientierungslos. Und auf der Suche. Wenn auch nicht nach Kameras. Eher nach Lösungen für, sagen wir mal, Schwierigkeiten. Und ja, auch nach Antworten auf Fragen, die nie gestellt wurden. Ohne diesmal zu sehr ins Detail zu gehen.

Überraschenderweise haben sich in der jüngsten Vergangenheit, unter anderem heute, allerdings einige Dinge geklärt. Wenn auch teilweise nicht so, wie ich das gerne gehabt hätte. Aber zumindest herrscht jetzt Klarheit und damit kann man dann arbeiten. „Wenn Du weder den Feind, noch Dich selbst kennst, wirst Du in jeder Schlacht unterliegen!“ wusste schon Sun Tzu vor zweieinhalbtausend Jahren. Und er hatte recht. Auch wenn er seinen Satz durchaus wörtlicher, martialischer gemeint hat.

Da also auch nicht mehr quälende Ungewissheit an mir nagt, die mein Hirn in der jüngeren Vergangenheit dauerhaft in Beschlag genommen hat, gibt es eigentlich auch keinen Grund, meine Blogpause weiter auszudehnen, denn alles Verbliebene läuft unter: Das kriegen wir schon hin! Auch Dich, DSGVO! „Tu quoque fili“, hätte Cäsar in Richtung der DSGVO gesagt. Oder irgendetwas ähnliches, ich bin kein Lateiner.

Kurz: Meine Pause geht überraschenderweise früher zu Ende als ich noch gestern gedacht hätte. Mein Beitrag zu besagter Pause ist übrigens, gemessen an der Dauer, die er online ist, der mit Abstand meistgelesene seit Bestehen meines Blogs!

Das lässt zwei Schlüsse zu: Entweder, die Leserschaft kann das Ende meines Blog-Schaffens gar nicht abwarten und stürzt sich begierig auf alles, was darauf hindeuten könnte. Das möchte ich in einem spontanen Anfalls vollkommener Selbstüberschätzung aber einfach mal ausschließen.

Ooooder aber, ich sollte – weil offensichtlich ein entsprechendes Interesse vorliegt – in Zukunft nur noch über persönliche Dinge bloggen, mir vielleicht noch einen Instagram- und Snapchat-Account zulegen und so eine Art Kim Kardashian der Blogosphäre werden. Nur in männlich. Und älter. Mit Bartwuchs. Und etwas pummeliger. Damit in Bälde Millionen von Menschen sagen können: „Klar kenne ich den, ich habe nur nicht den Hauch einer Ahnung, warum der berühmt ist!“ Wer auf eine solche Entwicklung spekuliert, dem sei gesagt: Das wird nicht passieren!

Stattdessen geht es hier bald wie gewohnt weiter. Ich werde die verpassten Freitagsfragen nachholen. Einige Bücher – denn, hurra, ich habe wieder angefangen zu lesen – harren ihrer Besprechung. Alles wie immer also.

Abschließend sei noch gesagt: Vielen Dank an alle Beteiligten für die in unerwartet hoher Zahl eingetroffenen guten Wünsche nach meinem letzten Beitrag!

Gehabt euch wohl!

18 Kommentare zu „Wo simma? Wo samma? Da samma!

  1. Ich freu mich! Willkommen zurück! Noch mehr freue ich mich, das sich bei dir ein paar Knoten auflösen könnten. Ich hoffe für dich, das es so weiter geht 😊

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    1. Oh, herzlichen Dank! Eigentlich müsste man sagen, dass sich einige Knoten sogar noch fester zugezogen haben, aber wenn man das weiß, dann muss man sich nicht mehr sinnlos damit beschäftigen, sie auflösen zu wollen, sondern kann sie einfach rigoros durchschlagen. Was Alexander der Große mit dem Gordischen Knoten konnte, kann ich schon lange. ;-)

      Hatte ich eigentlich erwähnt, dass „Pillars of Eternity 2“ gestern bei mir eingezogen ist und ich ab morgen vier Tage und in der übernächsten Woche die ganze Woche frei habe? ;-)

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    1. Hm, Alkohol trinken und gleichzeitig auf dem Tisch tanzen erfordert eine gewisse Koordinationsfähigkeit – Respekt! :-) Das erinnert mich an diesen schönen alten Satz: „Bei mir kommt kein Tropfen Alkohol auf den Tisch – ich verschütte nichts!“ :-)

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  2. Ich traue dir ja durchaus Influencer-Qualitäten zu, bedenke aber, dass auf den schicken Fotos auf Instagram und Snapchat (ich muss nicht alles kennen) nicht wie zufällig andere Leute oder Nachbars Lumpi (Persönlichkeitsrechte! Recht am eigenen Bild!) drauf sein dürfen, es sei denn die schicken Fotos sind alles Analogbilder (ich glaube, da gibt es eine Ausnahme, weil die Analogkamerads keine Daten ziehen).

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    1. Ach, irgendwas ist auch immer … ;-)

      Das wirft aber doch die Frage auf, was hauptberufliche Fotografen oder Fotojournalisten denn nun machen, die z. B. auf öffentlichen Veranstaltungen Bilder machen, um sie in der Zeitung zu veröffentlichen. Müssen die dann in Zukunft alle Leute, die per Zufall auf dieser Aufnahme sind, fragen, ob sie die auch veröffentlichen dürfen? Das fände ich spontan jetzt erst mal weltfremd … ;-)

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      1. Habe ich jetzt nicht verfolgt, aber ich würde vermuten es wäre realistischer zum Beispiel bei Konzerten oder so auf die Tickets drucken zu lassen, dass wer kommt sich eben auch mit dem Abgebildetsein einverstanden erklärt. Liest kein Mensch, aber der Veranstalter und die Fotografen sind aus dem Schneider.

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