Freitagsfragen #40

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Salvete, liebe Leserinnen und Leser,

ich dachte, ich lasse zu Beginn ausnahmsweise mal wieder den Lateiner raushängen, der ich gar nicht bin.

Eigentlich, ich gestehe, ist mir derzeit weiterhin weniger nach Bloggen, da aber nun die Freitagsfragen aus dem Brüllmausblog anstehen  und ich das bin, was man im Englischen einen „completionist“ nennt, kann ich die aktuelle Ausgabe latürnich nicht unbeantwortet lassen.

Ach, und falls zufälligerweise jemand einen Mechaniker – vorzugsweise aus dem Kfz-Bereich – kennt, der sich bereit erklärt, bei mir vorbeizukommen und meine Zylinderkopfdichtung, möglichst kostenfrei, zu reparieren – also, nicht meine, sondern die meines Autos, auch wenn ich selbst momentan ähnlich wartungsbedürftig bin wie diese Dreckskarre Jahrhundertkutsche -, dann möge sie oder er mir das bitte mitteilen.

Putzigerweise wurde eben diese Zylinderkopfdichtung – inklusive Ventildeckeldichtung und dem ganzen anderen Gedöns, was nach Meinung von Fachleuten, die von Verbrennungsmotoren erheblich mehr verstehen als ich, nötig war – erst vor gut einem Jahr repariert. Der seinerzeit zuständige Mechaniker konnte sich das, auf meine telefonische geharnischte Nachfrage hin, „gar nicht erkären“. Ich fürchte, mittlerweile liege ich auch, ohne das aber genau zu wissen, außerhalb jeglicher Gewährleistungsfristen. Was nicht der Fall wäre, wenn man den Defekt früher erkannt hätte, was durchaus möglich gewesen wäre. Aber ich habe ja jedem Mechaniker, der die Karre unter seinen Fittichen hatte, immer wieder gebetsmühlenartig gesagt: „Zylinderkopfdichtung und Ventildeckeldichtung wurden vor einem Jahr gemacht, das kanns nicht sein!“

Ich Depp!

Ach, sei es wie es sei! Jetzt, einem Tag später, und nach einem Frühstück, das zu großen Teilen aus Kaffee und Toast bestand (Nimm das, Blutzucker!), sieht die Welt schon wieder etwas besser aus. Und da ich seit Mitte der Woche latent kränklich darniederliege, kann ich den Tag dazu nutzen, den Kopf weiterhin frei zu bekommen. Ich könnte beispielsweise im virtuellen Böhmen der Jahres 1403 herumlaufen, andererseits ist das Wetter ja wirklich nicht dafür gedacht, drinnen zu sitzen, vielleicht werde ich es mir daher eher mit der 800-seitigen Holhbeinschen Gewaltorgie draußen gemütlich machen. Und Gewaltorgien entsprechen derzeit sowieso eher meinem Naturell … Nun, wir werden sehen.

Zuerst, ja, zuerst stehen aber noch die Freiatgsfragen an. Jetzt, gut 300 Worte nach „Salvete“, wäre es ja vielleicht doch mal Zeit, sich mit diesen zu beschäftigen. Die heutigen Fragen und Antworten lauten:

1.) Du wirst ab jetzt bei Vollmond zu einem Tier, aber nicht zu einem Werwolf. In welches Tier verwandelst Du Dich?

Wie jetzt? Werwölfe sind raus? Das finde ich nicht cool, ich mag nämlich Werwölfe. Ich fand schon in „Underworld“ die Werwölfe besser und war immer der Meinung, dass Kate Beckinsale auf der falschen Seite stand. Auch wenn ihr Leder- oder Latexfummel, oder was immer das auch für ein Material war, einiges wieder herausgerissen hat, war der Fokus auf den völlig überbewerteten Vampiren einer der negativen Punkte des Films. Hm, war der Spruch mit dem Leder- oder Latexfummel eigentlich schon Sexismus? Ach, ich denke, das geht noch. :-)

Jedenfalls, da die Werwölfe unverständlicherweise draußen sind, was bliebe denn da? Ha, ich weiß: Ein Einhorn! Ja, meine Wahl fiele da wohl auf das Einhorn! Warum? Nun, angeblich haben viele Frauen eine hohe Affinität zu Einhörnern, bei jedem Vollmond würde mir die holde Weiblichkeit also vermutlich die Aufmerksamkeit zuteil werden lassen, die sie mir im echten Leben vorenthält. :-)

2.) Räumst Du gerne auf?

Hm, Moment ich sehe mich nochmal kurz in diesem und den angrenzenden Räumen um …

Nein! Eindeutig nein. Ein paarmal im Jahr überkommt mich zwar ein regelrechter Anfall von „Das muss jetzt alles weg hier!“, bei dem viele Sachen weggeräumt oder -geworfen werden, aber dass ich regelmäßig oder gar gerne aufäumen würde, dass kann ich nicht behaupten.

Diese Erkenntnis ist umso erstaunlicher, wenn man weiß, dass ich Handys oder Portemonnaies gerne parallel zu Tischkanten ausrichte. Ich habe allerdings keine Ahnung, was das über mich aussagt. Im schlechtesten Fall, dass ich einen Schatten habe.

Warum muss ich jetzt an „Robin Hood – Helden in Strumpfhosen“ denken. Ach ja, wegen Prinz John: „Habt Ihr einen Schatten? Was lacht Ihr so blöde? Das ist eine grauenvolle Neuigkeit.“

Hach, und erst der Sheriff von Nuttingham, der unter anderem so schöne Sätze gesagt hat wie: „Jungen raus ihr den herrückt!„. Der die eben erwähnten grauenvollen Neuigkeiten auch auf gut überbringen konnte. Roger Rees, ein großartiger Schauspieler, leider schon verstorben.

Nun lassen wir das. „Mist fort mit der Fahre!“ :-)

3.) Schöner Job mit kleinem Gehalt oder furchtbarer Job mit guter Bezahlung?

Da nehme ich spontan lieber den schönen Job mit kleinem Gehalt. Dann muss ich mich nicht umgewöhnen. ;-)

4.) Die Wahl der Qual: Eine Woche lang klebrige Hände gegen die nichts hilft oder Juckreiz?

Eine Woche Juckreiz? Nä, das wäre doch pure Folter. Ich nehme die klebrigen Hände.

 

Das war es nun schon, geneigte Leserschaft. Ich wünsche allseits einen schönen Restfreitag und einen guten Start in ein hoffentlich schönes Wochenende.

Gehabt euch wohl!

Valete, wie der Lateiner sagt. ;-)

11 Kommentare zu „Freitagsfragen #40

  1. Sheriff von Nuttingham? Offenbar irgendwas, was ich verpasst habe. Hm, einen Kfzler habe ich geehelicht, aber da ich mich jetzt 4 Wochen vom Acker mache und er solange das alleinige Sorgerecht für unsere 3 Wuffels derweil hat, wird das mit dem Anreisen und beheben recht schwierig, da Du soweit ich weiß nicht mal eben umme Ecke wohnst. Gut, Niedersachsen beginnt zwar knapp 60 km von uns entfernt, aber ich meine mich dezent erinnern zu können, dass die Distanz in Deine Richtung ein Vielfaches davon war….

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    1. Ja, der Sheriff von Nuttingham! Aus dem Film „Robin Hood – Helden in Strumpfhosen“. Unbedingt ansehen. Wobei es schon hilft, wenn man Mel-Brooks-Filme mag, also „Spaceballs“ und so.

      Tjoa, das mit der Reparatur soll mal der Mechaniker ausbaden, der er angerichtet hat, ich gehe davon aus, dass er ein gutes Angebot macht. ;-)

      Zur Distanzberechnung übrigens: Etwa 50 Km westlich von Hannover, an der Grenze zu NRW. ;-)

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    1. Lucian? Okay, ich hätte jetzt nicht unbedingt gedacht, dass Lucian bzw. Micheal Sheen dein Typ ist. :-) Aber wenn ich so länger drüber nachdenke – ja, in „Underworld“ hatte er schon was. :-) So ein bisschen wie Tom Cruise und Brad Pitt in „Interview mit einem Vampir“, nur deutlich … männlicher. :-)

      Und was heißt hier „Anfahrt zu weit“? Ich wohne doch quasi nebenan … Na gut, eigentlich nicht. Schade. Na, letzten Endes wird der dafür zuständig sein, der es verbrochen hat. Mal schauen, was er mir für ein Angebot macht …

      Auch Dir ein schönes Wochenende und erneut: Danke! :-)

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        1. Ach so! Das konnte ich nicht ahnen, der Werwolf als Option war ja von Anfang an in der Fragestellung raus, deswegen dachte ich, Du meintest Lucian, den Oberhoschi der Werwölfe in „Underworld“. Übrigens ein richtig guter Film, nicht nur wegen der darin anbetungswürdigen Kate Beckinsale. :-) Ist übrigens FSK 16, irgendwann bietet sich das also auch für einen Filmabend mit Deinen Pubertären an. :-)

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          1. Ach, haben wir als Kinder nicht auch schon irgendwie Filme gesehen, von denen unsere Eltern nichts wussten, oder wenn Muttern halt gerade mal weg guckte?

            Ich erinnere mich lebhaft, in noch recht jungem Alter „Die Nacht der reitenden Leichen“ gesehen zu haben – was rückblickend eine recht dämliche Idee war. Mir ging es danach nämlich nicht gut. Zugegeben, angesichts des Titels hätte mir das von Anfang an klar sein müssen. :-)

            Jahre, nein, Jahrzehnte später habe ich den Film nochmal gesehen. Einfach nur schlecht! ;-)

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          2. Hach, ich erkenne da ein paar wesentliche, cineatische Wissenslücken! ;-) Wobei, bei „Die Nacht der reitenden Leichen“ hast du echt nichts verpasst. Ein ziemlich schlimmer B- bis C-Movie italienischer Machart aus den 70ern. Nun ja, sollte aber „Underworld“ mal im Familienkreis gesehen werden, wäre ich für ein Feedback immer erreichbar.

            Oh, schrieb ich „Feedback“? Ich meinte „Rückmeldung“! :-)

            Gefällt 1 Person

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