Freitagsfragen # 35

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Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

im Brüllmausblog werden traditionell heute wieder die Freitagsfragen gestellt. Und ich bin natürlich wieder mit dabei. Die heutigen Fragen und Antworten lauten:

1.) Bist Du interessiert an Wirtschaft und Politik?

Sehr! Wobei mein Interesse an der Politik größer ist, als das an der Wirtschaft. Kritiker werden einwenden, dass das Eine ja ohnehin nicht mehr ohne das Andere geht und angesichts der Tatsache, dass Mitte letzten Jahres immer noch mehr Lobbyisten als Bundestagsabgeordnete Zugang zum Reichstaggebäude hatten – insgesamt 706 im Mai 2017 – stimmt das wohl auch.

Oh, habe ich „Lobbyisten“ gesagt? Ich  meinte natürlich „Interessenvertreter von Verbänden“. Hach ist das schön, man kann mittlerweile alles so umformulieren, dass es positiv konnotiert ist – da fällt mir der „Schwer-in-Ordnung-Ausweis“ wieder ein …  Na, jedenfalls, „Lobbyist“ klingt böse, aber was soll an einem „Interessenvertreter“ schon verkehrt sein? Wie vertreten schließlich doch jeder unsere eigenen Interessen. Im Gegensatz zu uns wird auf die 706 oben genannten Interessenvertreter aber auch gehört …

Wirtschaft ist also das, was passiert, während man dabei steht und einwenden möchte, dass man ja eigentlich auch eine Meinung hat. Wirtschaft ist das, was dazu führt, dass unzählige Autobesitzer nach jetzigem Stand ihre Autos auf eigene Kosten updaten müssen, weil man unmöglich den dafür zur Kasse bitten kann, der beschissen hat und deswegen dafür verantwortlich ist.

Ach, lassen wir das, ich rege mich nur wieder auf!

An Politik, abzüglich des Einflusses der Wirtschaft auf selbige, bin ich allerdings deutlich mehr interessiert. Und ich würde mir wünschen, dass es mehr Leuten so ginge, wie mir. Man muss ja nicht jeden Namen kennen oder jedes Amt- ich habe letztens auch eine Viertelstunde gebraucht, bis mir der Name Katja Kipping eingefallen ist, nach einer Reihe von „Die Dings, die Dings, na, Mensch, die Dings…“ Aber ein gewisses grundliegendes Interesse kann ja nun nicht schaden.

Dann würden nämlich wahrscheinlich weniger Leute auf das Geschwafel von Frau Weidel und das Geseier von Herrn Gauland hereinfallen. Dann müsste Herr Poggenburg nicht zurücktreten, weil er am Aschermittwoch vor leerem Haus ohne Anwesenheit jeglicher Journalisten gesprochen hätte, man sein verwirrtes Gefasel somit also gar nicht in die Welt getreten hätte.

Aber „denen da oben“ eines auszuwischen scheint einfacher zu sein, als sich zu informieren …

2.) Selber kochen oder kochen lassen?

Unbedingt kochen lassen! Wer mich vertrauensvoll in die Küche lässt, damit ich dort selbst zu Werke gehe, würde mir wohl auch das Kommando über ein Atom-U-Boot oder die Leitung der NASA-Mars-Mission anvertrauen. Beides wären ganz schlechte Ideen, wenn auch die Auswirkungen weitreichender sein dürften, als das, was ich in der Küche verbrechen könnte.

3.) Bedeuten Dir Tage wie Mutter-/Vatertag, Männer-/Frauentag, Namenstage etc. etwas?

Also, vom Muttertag mal abgesehen: Nein, eigentlich nicht. Meinen eigenen Namenstag beispielsweise kenne ich gar nicht. Also, jetzt schon, ich habe gegoogelt.

Der Weltmännertag ist mir mehr als wurscht. Außerdem liegt selbiger mit dem 3. November ausgesprochen ungünstig. Denn allerorten wird an diesem Datum, völlig zu Recht, an den Kieler Matrosenaufstand 1918, der schließlich zur Novemberrevolution und in der Folge zum Sturz der Monarchie in Deutschland führte. Von Weltmännertag redet da niemand.

Wie sieht das mit dem Internationalen Tag der Frau aus? Nun, selbiger war, wie wir alle wissen, gestern, am 08. März. Schauen wir mal in die Geschichtsbücher, um zu überprüfen, was an diesem Tag sonst so passiert ist, wird relativ schnell klar, dass die Februarrevolution 1917 das bedeutendste Ereignis an diesem Tag gewesen sein dürfte. Gut, an diesem Tag haben die Bewohner Maltas auch über den Beitritt in die Europäische Union entschieden, aber sind wir – bei allem Respekt vor Malta – mal ehrlich: Die Februarrevolution hatte schon weitreichendere Folgen.

Nur: Über die spricht hierzulande kein Mensch!

Die Daten des Frauen- bzw. Männertags stellen also eine massive Benachteiligung der Männer dar, die ich anprangere und wegen der ich beantragen werde, den Internationalen Tag der Frau auf den 8. Mai zu verlegen.

So!

4.) Die Wahl der Qual: 3 Tage nicht schlafen können oder einen schönen Tag verpennen?

Drei Tage ohne Schlaf? Mir wäre ja schon alle drei Stunden nach einem Nickerchen! Nee, nee, drei Tage ohne Schlaf funktioniert nicht ohne Gefahr für Leib und Leben der Menschen in meinem Umfeld. Lieber verschlafe ich einen schönen Tag, der nächste kommt bestimmt!

So weit, so gut, geneigte Leserschaft. Ich wünsche allseits noch einen schönen Restfreitag und einen guten Start in ein hoffentlich schönes Wochenende!

Gehabt euch wohl!

8 Kommentare zu „Freitagsfragen # 35

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