Freitagsfragen #30

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Wunderschönen guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

da hat man sich gerade schweren Herzens damit arrangiert, am Montag Morgen doch aufzustehen, und ehe man sich´s versieht, ist schon wieder Freitag! Es in meinem Fall übrigens der Freitag vor einem langen Wochenende, denn meine Wenigkeit hat am Montag frei! Super Bowl LII, baby!  ;-) Hach, was wäre ich jetzt gerne da statt hier. Was kann es Schöneres geben, als bei etwa – 16° C in Minneapolis ein paar Dutzend Bekloppten dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig umhauen! :-)

Da ich aber hier bin, statt dort, kann ich mich auch genauso gut mit den Freitagsfragen aus dem Brüllmausblog beschäftigen. Die heutigen Fragen und Antworten lauten:

1.) Kommst Du gut mit Schlafmangel zurecht? Wie kämpfst Du gegen die Müdigkeit an?

Nein, komme ich nicht! So habe ich diese Woche – ganz im Gegensatz zur letzten – bemerkenswert schlecht geschlafen. Und wenn ich dann mal geschlafen habe, habe ich – insbesondere letzte Nacht – wirres Zeug geträumt.

Bekämpft wird das Ganze natürlich in erster Linie mit Kaffee. Und mit der Hoffnung, dass das Radio vernünftige Musik spielt. Denn die kann durchaus motivierende Wirkung auf mich haben. „Volbeat“ kann ich in dem Zusammenhang empfehlen. Musik, die in ihrer Einfachheit so großartig ist, dass sie von mir gerne als „akustisches Mana“ bezeichnet wird.

Es gibt aber so Tage – heute ist so einer – da hilft das alles nicht, weil man schon nach kurzer Zeit das diffuse Gefühl bekommt, dass Schlafmangel nicht das einzige Ungemach ist, das man an diesem Tage ertragen muss:

Man steigt ins Auto und denkt sich: „Ach ja, ich muss ja noch tanken!“ Bei der Ankunft an der Tankstelle spielt das Radio „Lola Montez“ von „Volbeat“. Da aber die Zeit fehlt, sich das in Ruhe anzuhören, beginnt man erstmals zu grummeln. Dieses Grummeln verstärkt sich, als der Blick auf den Preis von 1,45 €/Liter fällt. Man spekuliert, ob vielleicht Saudi-Arabien im Meer versunken ist, ohne dass man selbst davon gehört hat. Oder ob möglicherweise ein neuer arabischer Frühling die weltweite Erdöl-Produktion lahmgelegt hat. Man denkt ganz plötzlich ganz anders über Fahrverbote, denn bei Preisen nahe 1,50  € wirken diese sich schließlich positiv auf den Geldbeutel aus …

Beim Verlassen der Tanke hat man das Pech, sich hinter einem weißen Astra wieder in den Straßenverkehr einzugliedern, dessen Fahrerin oder Fahrer mit 50 km/h offensichtlich nur eine Geschwindigkeit kennt – und diese auch auf der ganzen Strecke, ungeachtet unterschiedlicher Geschwindigkeitsbegrenzungen, durchhält! Erste Gewaltfantasien brechen sich Bahn …

Am Kreisel schließlich ist man erleichtert, dass der Astra eine andere Ausfahrt nimmt. Noch während dieser Erleichterung ist man allerdings gezwungen, veritabel in die Eisen zu gehen, weil die Dame, die da plötzlich aus dem Nichts auftaucht, eher damit beschäftigt ist, ihren wahrscheinlich aus der Hunde-Geriatrie entwendeten Teckel über die Straße zu schleifen, als damit, sich Gedanken darüber zu machen, dass sie während dieses Schleifvorgangs bereits mitten auf der Straße steht! Sie wird noch jetzt nicht die geringste Vorstellung haben, wie nah sie davor war, ihr Leben fürderhin als Kühlerfigur zu fristen. Ja, Fußgänger legen im Straßenverkehr häufig ein bemerkenswertes Gottvertrauen an den Tag.

Man kommt am Zielort an, verrichtet die notwendigen Dinge und klickt dabei beinahe eine „Werden Sie mit Bitcoins total dolle reich!“-Mail an, womit man sich den berechtigten Unmut aller anderen Anwesenden zugezogen hätte. Man grummelt lauter. Man denkt darüber nach, sich über vermeintlich sexistische Gedichte an Uni-Wänden zu beschweren.

Man beginnt einen Blogbeitrag …

2.) Es gibt Wiedergeburt und weil Du der 300 Milliardendste Gestorbene bist, darfst Du Dir aussuchen, als was Du wiedergeboren wirst. Was wird es sein?

Ach was, macht man das im Himmel – in den ich selbstredend komme – so? Gibt’s da auch Zehnerkarten und muss man seine Postleitzahl angeben?

Na, also erst mal würde ich es ja vorziehen, nicht zu den 300 Milliarden zu gehören. Und am besten auch nicht zu den nächsten. Mein persönliches Ableben lehne ich nämlich weiterhin vollumfänglich ab! Tja, aber sollte es mal so sein, dann würde ich vorziehen, als eine möglichst langlebiges Wesen wiedergeboren zu werden. Vielleicht als eine Riesenschildkröte? Die Antwort mit der Schildkröte habe ich übrigens schon als Kind, mit eben dem Argument der Langlebigkeit, gegeben, als es darum ging, welches Tier man gerne wäre, wenn man denn eines wäre.

Wobei, zu der Schildkröte gäbe es durchaus Alternativen. So soll der Riesenschwamm Anoxycalyx joubini bereits 10.000 Jahre alt sein. Eine Koralle der Gattung Leiphates bringt es immerhin auch auf über 4.000 Jahre. In beiden Fällen käme man aber so wenig rum …

Ha, ich habs: Turritopsis dornii! Ja, das isses!

 

3.) Sammelst und benutzt Du Gutscheine, Rabattcoupons und dergleichen?

Nein, überhaupt nicht.

4.) Die Wahl der Qual: ständig an Papier schneiden oder ständig etwas ins Auge bekommen?

Ich finde beides beschissen! :-) Aber da sich am Papier zu schneiden oft unverhältnismäßig weh tun kann, nehme ich die Sache mit den Augen.

 

Das war´s auch schon wieder, geneigte Leserschaft, ich wende mich jetzt produktiven Dingen zu. Ich wünsche allseits noch einen schönen Restfreitag und einen guten Start in ein hoffentlich schönes Wochenende.

Gehabt euch wohl!

8 Kommentare zu „Freitagsfragen #30

  1. Danke für’s Mitmachen! (Und Freitagsfragen zählen. So viele schon? :O )

    Die Dohrniis sind wirklich interessant. Und irgendwie niedlich. Oder ist das nur mein hormondurchflutetes Mutterhirn?

    Schönes Wochenende! Und lass dich nicht von den weißen Astras ärgern ;)

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  2. Immer wieder nett was Neues zu lernen. Allerdings würde ich doch von dieser Quallenart abraten, denn ich habe mich tatsächlich aus dem gleichen irren Grund der gern genommenen Unsterblichkeit durch den Artikel von Wiki gekämpft. So ganz unsterblich sind die Viecher nämlich nicht! Ich zitiere:
    „Dem üblichen Lebenszyklus der Cnidaria zufolge sterben die Medusen nach erfolgter Vermehrung ab. Bei Turritopsis dohrnii können allerdings Zellen des Außenschirms (Exumbrella) durch Transdifferenzierung zum Keim eines neuen Polypen werden.“
    Es ist also nur eine theoretische Unsterblichkeit (wird dort auch so geschrieben).
    War also nix mit ewig leben…
    Viel Spaß beim Superbowl… gucken.

    Gefällt 1 Person

  3. Guten Morgen, du hast mir definitiv den Vormittag gerettet…ich habe laut beim Lesen deines Artikels gelacht und was bin ich froh das ich keinen weißen Astra fahre…. *lach. Da kann der Tag doch nur besser werden!! Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende und viel Spaß beim Super Bowl. Liebe Grüße Marion

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  4. Jeden Freitag erlebe ich es, dass ich beim Lesen deiner Antworten ein Lächeln auf mein Gesicht schleicht (oder ich laut lachend den Kaffee über den Schreibtisch pruste). Von ganzem Herzen mal ein Dank dafür – das ist mein perfekter Einstieg ins Fast-Wochenende :-)
    Und eine kurze Bemerkung zu deinen Turritopsis – sie leben im Mittelmeer und da ist es warm, oder? Perfekt :-)

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    1. Also, ich habe mir mittlerweile angewöhnt, nicht mehr während des Lesens von Blogbeiträgen etwas zu trinken. ;-)

      Ansonsten, vielen lieben Dank! Immer wieder gerne.

      Die Turritopsis leben angeblich um Italien und Mallorca herum. Da kann man es aushalten, finde ich. :-)

      Gefällt 2 Personen

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