Sunshine Blogger Award

sunshine blogger award

Schönen guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

die geschätzte Bloggerkollegin Myna Kaltschnee hat unlängst eine Nominierung zum Sunshine Blogger Award erhalten. Und zugegeben, sie hat mich nicht direkt nominiert, eine Teilnahme aber jedem freigestellt. Und ja, zugegeben, ich wollte derlei Teilnahmen ja auf ein Minimum beschränken, in diesem Fall sprechen aber gleich zwei Gründe dagegen:

Erstens finde ich die von Myna gestellten Fragen sehr spannend – vielen Dank dafür. Und zweitens habe ich gerade seltsamerweise Zeit. Und wenn ich um diese Zeit irgendetwas nicht haben sollte, dann Zeit. Nun habe ich diese Zeit aber. Und was macht der passionierte Blogger mit unerwarteter Zeit? Richtig, er bloggt! Also, es wird Zeit, legen wir los. Oh, halt, nein, ein wenig Zeit widmen wir noch dem wie üblich überschaubaren Regularium des Sunshine Blogger Awards:

– Danke dem Blogger, der dich getaggt hat in markiere ihn mit seinem Link
– Beantworte die 11 Fragen, die der Blogger Dir gestellt hat.
– Nominiere 11 neue Blogger für den Award und stelle 11 Fragen
– Liste die Regeln auf
Wer seit längerem bei mir liest, der weiß, dass ich für gewöhnlich davon absehe, andere Blogger zu nominieren. So verfahre ich auch heute. Warum müssen es eigentlich auch gleich immer elf oder ähnlich viele sein? Da würde ich einerseits bei den Nominierungen bald wieder von vorne beginnen und andererseits damit, den Leuten auf die Nerven zu gehen. Nominierungen fallen also aus, wer sich aber inspiriert fühlt, Mynas Fragen zu beantworten, der möge das – mit einem kurzen Link zu ihrem – übrigens sehr lesenswerten – Blog – tun. Hach, ich liebe sinnfreie Halbgeviertstriche. ;-)
Schreiten wir zur Tat:

1. Welches Buch hat Dich als letztes so richtig enttäuscht?

Hmmm, da muss ich intensiv nachdenken. So richtig enttäuscht bin ich eigentlich selten, denn natürlich meide ich tunlichst Bücher, bei denen ich vorher erahne, dass sie nicht so ganz meinen Geschmack treffen könnten. „Konklave“ von Robert Harris war eine leichte Enttäuschung für mich, allerdings ohne ein schlechtes Buch zu sein, nur waren Harris´ andere Bücher so, so viel besser. „Der Fall Kallmann“ von Hakan Nesser war schon eine etwas größere.
Um ein Buch zu finden, das eine richtige Enttäuschung für mich war, muss ich schon länger zurückgehen: „Die Todesliste“ von Frederick Forsyth. Ein Buch, so dumm wie sein Titel. Voll von dumpfen, unreflektierten, gewaltverherrlichenden Patriotismus. Ein Buch, das so richtig zum Kotzen war. Ich glaube, es ist auch das bis heute von mir am schlechtesten bewertete Buch sein Beginn meines Blogs. Aber das Schreiben der Rezension war pure Freude. :-)

2. Wenn Du frei entscheiden dürftest, wer den Nobelpreis erhält – wen würdest Du wählen?

Zum Wohle der Allgemeinheit müsste ich mich eigentlich für Haruki Murakami entscheiden, der von gefühlten Myriaden von Lesern und Innen immer wieder für diesen Preis ins Spiel gebracht wird. Dieser aller Leser und Innen liebe Seelen hätten dann Ruh´. Vielleicht ist genau das der Grund, warum das Komitee (ein „m“? Faszinierend …) sich immer wieder bockig dagegen entscheidet und stattdessen mir oft gänzlich unbekannte Menschen auszeichnet. Oder Musiker …
Wenn ich aber wirklich gänzlich frei entscheiden dürfte, dann kann es da nur einen geben: David Mitchell!

3. Was würdest Du tun, wenn Du einen Tag lang Bundeskanzler/in sein dürftest?

Momentan wäre ich ja eher geschäftsführender Bundeskanzler. Daher würde ich sofort und sogleich sämtliche Koalitionsverhandlungen abbrechen und den Bundespräsidenten bitten, mich im Bundestag zur Wahl vorzuschlagen. Und dann würde ich eine Minderheitsregierung anführen. Das hätte so viele Vorteile:
Die SPD wäre in der Opposition, wo sie eigentlich für vier Jahre mal gut aufgehoben wäre, um zu zeigen, dass sie noch Sozialdemokratie kann. Auch auf die Gefahr hin, dass die Wähler ihnen den „Voogääl!“ zeigen. Darüber hinaus wäre damit die AfD nicht mehr die größte Oppositionspartei. Ey, jetzt mal ehrlich, die AfD ist Stand jetzt die größte Oppositionspartei! Was läuft da bloß verkehrt? Damit könnte man diese Herrschaften dann auch wieder aus diversen Ausschüssen rausekeln. Hach, ich fände das so schön …
Das klingt alles nach ziemlich viel für einen Tag als Bundeskanzler, aber hey, wir leben im 21. Jahrhundert, da geht all das ziemlich schnell. Wenn man denn will …

4. Bloggst Du frei nach Schnauze, wann immer Du Lust dazu hast oder hast  Du einen Plan für Deinen Blog?

Irgendwo dazwischen. Ich habe zwar schon grob im Kopf, wann ich was schreiben möchte, einen Plan mache ich aber nicht. Das liegt auch daran, dass ich Planänderungen verabscheue! Wenn mir dann also etwas meinen Plan durchkreuzen würde, würde mich das viel zu sehr ärgern.

5. Was war das Tollste, was Du Danke Deines Blogs bisher erlebt hast? Zum Beispiel ein Interview, ein Kommentar, ein Besuch als akkreditierter Fachbesucher auf der LBM/FBM, ein Bloggertreffen, etc.?

Das Tollste am bloggen allgemein – und nein, das ist keine Schleimerei –  ist die „Community“ und der Austausch mit selbiger. Ich bin, wie wohl die meisten, nicht nur in Bloggerkreisen unterwegs, weiß daher, dass der freundliche, respektvolle Umgang unter Bloggern nicht gerade die Regel im Internet ist. Keine Ahnung, wie es dazu kommen konnte. Schließlich gehen die Menschen im echten Leben doch auch freundlich und respek…, oh, warte …
Für das Tollste, was mir persönlich passiert ist, muss ich noch nicht mal sehr lange zurückdenken. Kurz vor Weihnachten bekam ich eine Mail eines recht bekannten deutschen Autoren, der meine Rezension auf seiner Facebook-Seite verlinkte und der sich extra nochmal die Mühe machte, mir per Mail zu antworten, um sich für meine Rezension zu bedanken, als ihm bewusst wurde, dass ich die sozialen Hetzwerke ja meide. Es war mir ein inneres Blumenpflücken! :-)

6. Was würdest Du tun, wenn Du für einen Tag das andere Geschlecht annehmen könntest?

Ähm, ich weiß nicht. Ich würde wahrscheinlich angesichts der plötzlichen Komplexität meiner Hirntätigkeit völlig überfordert sein. :-) Ach, ich denke, ich würde einfach das tun, was ich jeden Tag tue: Ich versuche, die Weltherrschaft an mich zu reißen!

7. Sushi, Burger oder Pizza – wofür würdest Du Dich spontan entscheiden?

Sushi? Roher Fisch? Ernsthaft? Näääää! Meine Wahl fiele auf Burger oder Pizza. Allerdings käme das ganz auf die Pizza an. Schließlich gibt es auch da außerordentlich gewöhnungsbedürftige Kreationen mit Ananas oder Pfirsich oder gar Banane und so Zeugs. *örks* Im schlimmsten Fall wäre da noch fragwürdigstes Meeresgetier mit einer Vielzahl von Beinen oder gar ganz ohne solche drauf. Also, nach genauerem Nachdenken: Burger! Damit kann man eigentlich wenig verkehrt machen.

8. Welches Buch hat Dich zuletzt vom Hocker gehauen?

Das kürzlich von mir rezensierte „Bei diesem Regen“ von Annemarie Schwarzenbach zumindest mal einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Umgehauen“ haben mich im letzten Jahr vor allem zwei Bücher. Erstens „Die Gestirne“ von Eleanor Catton und zweitens – und ich werde nicht aufhören, dieses Buch lobzupreisen – „Das Genie“ von Klaus Cäsar Zehrer. Augenscheinlich habe ich gerade bei diesem Buch vergessen, es in meiner Genre-Liste zu verlinken, merke ich gerade …

 

9. Wie lange gibt es Deinen Blog schon?

Seit exakt drei Jahren, drei Monaten und vier Tagen.

10. Welche/n Autor/in würdest Du gerne einmal treffen?

Hmm, ich stelle mir ein Gespräch mit Andreas Eschbach oder auch Frank Schätzing ganz spannend vor. Beide hätten bestimmt viel Interessantes zu erzählen. Oder vielleicht Kai Meyer? Dem hätte ich viel zu erzählen. Ach, nein, ich entscheide mich ganz anders, nämlich für Tanja Kinkel. Die macht zwar immer einen recht, sagen wir mal, vergeistigten Eindruck auf mich, aber ich könnte mit ihr stundenlang allein über „Unter dem Zwillingsstern“ reden. Notiz für mich: Dieses Buch mal wieder lesen!

11. Wenn Dein Haus abbrennen würde und Du drei Gegenstände retten könntest, welche wären das?

Ich würde mich erst mal selbst retten! ;-) Ansonsten würde ich mich in erster Linie auf Dinge beschränken, die man nicht von der Versicherung erstattet bekommt: Fotos, den gesammelten Briefwechsel mit einigen ganz zauberhaften Personen und zwei, drei meiner Werder-Devotionalien, die in vorliegender Form nur schwer bis gar nicht wieder zu beschaffen wären. Alternativ würde ich mich auch gegen Letztere entscheiden und stattdessen meinen ganzen persönlichen Papierkram mitnehmen, um mir die Lauferei und den Verwaltungskram zu ersparen, den man auf sich nehmen muss, um vom Führerschein bis zum Stammbuch alles wieder zu bekommen.
Das soll es auch schon gewesen sein. Nochmals lieben Dank an Myna für die spannenden Fragen. Ich wünsche allseits noch ein schönes Bergfest. Durchhalten, in gut 48 Stunden ist praktisch schon wieder Wochenende!
Gehabt euch wohl!

 

8 Kommentare zu „Sunshine Blogger Award

  1. Huhu,

    wow, du hast tatsächlich meine Fragen beantwortet. Das freut mich total. :) Danke, dass du mitgemacht hast. So habe ich mir die Fragen nicht umsonst ausgedacht. :D Ich bin grade echt total happy, dass du mitgemacht hast und deine Antworten sind klasse.

    Liebste Grüße
    Myna

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  2. Du dachtest wahrschl an Kommmit(e) -lauf weg. Ja lauf weg! Die Weltherrschaft ist mein! Ich könnte das besser als du, weil 1. Frau und 2. Esse ich Sushi. Eine Studie hat neulich gezeigt, dass Menschen die Sushi essen intelligenter sind als Sushiverweigerer :-)

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    1. Och, so lange Du die Weltherrschaft wirklich besser ausführen kannst als ich, soll es mir recht sein. Das Argument 1. lasse ich dabei sogar durchgehen. ;-) Dass Sushi-Esser intelligenter sind als Sushi-Verweigerer, wird allerdings nur so lange der Fall sein, wie der Anteil an Mikroplastik in Fischen nicht noch höher ansteigt. ;-)

      Gefällt 1 Person

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