Freitagsfragen #19

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

ein neuer Freitag – yay – bedeutet meistens neue Freitagsfragen im Brüllmausblog. So auch diesmal – nochmal yay.

Die heutigen Fragen lauten:

1.) In welchen Punkten gleichst Du Deinen Eltern?

2.) Kannst Du gut vorlesen?

3.) Welche Tageszeit ist Dir am liebsten?

4.) Die Wahl der Qual: Würdest Du lieber 4 Jahre lang ins Gefängnis gehen für etwas, das Du nicht getan hast oder mit etwas Schlimmen davonkommen, jedoch immer mit der Angst leben, dass Du erwischt wirst?

 

Antwort zu 1.) Ich gleiche meinem Vater vermutlich in gar keinem Punkt. Zugegeben, man sagt mir in optischer Hinsicht eine gewisse Ähnlichkeit zu meinem Vater nach, aber das soll ja vorkommen.

Hmm, wenn ich so genauer nachdenke: Meine Angewohnheit, 98 % aller anderen Verkehrsteilnehmer für komplette Volltrottel zu halten, habe ich definitiv nicht von meiner Mutter. Vielleicht ist das noch ein Punkt, in dem ich meinem Vater gleiche. Um das zu beurteilen, fahre ich aber schon seit langer Zeit entschieden zu wenig mit ihm mit.

Vor dem Hintergrund, dass ich ansonsten nicht zu cholerischen Ausbrüchen neige, sei mir diese Angewohnheit übrigens gegönnt. Denn, ernsthaft, wenn jemand, so wie gestern, mit seinem SUV – ein Fahrzeugtyp, den ich im Übrigen für völlig verzichtbar halte, weil man auf einen X5 mit Allradantrieb, 3 Litern Hubraum, über 300 PS und einem Verbrauch von geschätzten sechs Milliarden Litern auf 100 Kilometern im Stadtverkehr sehr gut verzichten kann, es sei denn, man hat einen Arbeitsplatz in den höheren Lagen eines beliebigen Mittelgebirges – wenn also jemand schon so einen Panzer fährt, und sich dann dennoch mit der Geschwindigkeit einer Wanderdüne durch einen Kreisel quält, so dass ich kurz davon ausging, die ältere Dame mit ihrem Rollator auf dem Bürgersteig würde spaßeshalber zu einem Überholvorgang ansetzen, dann, ja, dann kann das schon mal meinen Unmut hervorrufen.

Wenn jemand, so wie vorhin, vor mir fährt als würde er gerade den „Schneewalzer“ hören, was für mich nur den Schluss zulässt, dass da jemand entweder sehr übermütig oder aber hackedicht unterwegs ist, während der hinter mir fahrende Sportsfreund – ein weiterer SUV, diesmal VW – das Wort „Abstand“ offensichtlich aus seinem Sprachgebrauch gestrichen hat, dann, ja, dann kann auch das meinen Unmut hervorrufen.

Wenn die freundlichen Abfallentsorgungstechniker mit ihrem Schlachtschiff in einer Kurve parken und die gegenüberliegende Fahrbahnseite parkende Autos beherbergt, so dass niemand, aber auch niemand, mehr vorwärts kommt, dann…

…ich schweife ab.

Jedenfalls, ich schätze, dass ich meiner Mutter in wesentlich mehr Punkten gleiche, ohne jetzt einzelne benennen zu  können oder zu wollen. Zwar gibt es Tausende Kleinigkeiten zu denen wir unterschiedliche Meinungen haben, aber insgesamt bin ich ihr schon deutlich ähnlicher als meinem Vater.

Und das trotz der Tatsache – und sind wir doch mal ehrlich, das ging uns allen so-, dass ich nie so werden wollte, wie meine Eltern. :-)

 

Antwort zu 2.) Zur Beantwortung dieser Frage verweise ich erneut voller berechtigte, Stolz auf meinen triumphalten zweiten Platz beim Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen und den damit zusammenhängenden unermesslichem Ruhm und Reichtum im Jahre…, nun, es ist lange her. Dieser zweite Platz war eigentlich ein erster, weil in der Jury die Mutter der Erstplatzierten saß, was ich nach wie vor anprangere, weil das ungefähr so ist, als würde man Hellmut Krug ein Schalke-Spiel pfeifen lassen…

Also, ja, ich denke schon, dass ich das kann. Auch wenn sich die Gelegenheit dazu eher selten bietet, weil ich keine Kinder habe, denen ich vorlesen könnte und die Leute im Zug immer so befremdlich reagieren, wenn ich beginne, ihnen vorzulesen… ;-)

 

Antwort zu 3.) Meine liebste Tageszeit ist von 0 Uhr am 01. April bis 24 Uhr am 31. Oktober. Alles, was zwischen dem 31.10. und dem 01.04. liegt, ist völlig verzichtbar. :-)

Eigentlich habe ich so etwas wie eine liebste Tageszeit nicht. Müsste ich mich allerdings entscheiden, fiele die Wahl auf 3 Uhr nachts. Einmal, weil ich da im Normalfall schlafe. Und sollte ich das wider Erwarten nicht tun, genieße ich wenigstens die vollumfängliche Stille, die um diese Zeit herrscht. Für die Großstädter unter euch, die in Städten leben, die niemals schlafen: Stille, das ist das völlige Ausbleiben von Geräuschen. Ja, klingt völlig verrückt, es gibt aber Gegenden, wo es das gibt, vorzugsweise hier auf dem platten Land, wie man so schön sagt.

 

Antwort zu 4.) Eigentlich würde ich da jetzt den Zusatzjoker ziehen und mit „Weder noch“. Ich würde sicherlich nicht freiwillig für vier Jahre in den Knast wandern, wenn ich unschuldig bin, warum sollte ich auch!? Andererseits liegt es aber auch weit außerhalb meiner Vorstellungskraft, dass ich einmal etwas „Schlimmes“ tue. Daher schließe ich ebenso aus, mal in Angst leben zu müssen.

Sollte mein Nachbar – der hypothetische Freitagsfragen-Nachbar, mit dem Hamster, den dieser nie wieder haben wollte – allerdings mal herausfinden, dass sein Hamster Bekanntschaft mit meiner Mikrowelle gemacht hat, würde ich wahrscheinlich doch Hals über Kopf nach Chile auswandern und hoffen, dass er mich nie erwischt. Da sind schließlich schon ganz andere untergetaucht…

 

Nun denn, ich werde mich jetzt erst mal den notwendigen Tagwerk widmen, sowie dem Kaffee, der mir soeben in einer Weihnachtsmann-Tasse gebracht wurde. Eine eher mutige Entscheidung, mir so etwas hinzustellen…

Ich wünsche allseits einen schönen Freitag, an dem ja vielleicht doch nochmal irgendwann die Sonne aufgeht und ein erholsames anschließendes Wochenende.

Gehabt euch wohl!

16 Kommentare zu „Freitagsfragen #19

    1. Die Überbringerin ist meine Lieblingskollegin, die ich liebevoll „Hase“ nennen darf, der würde ich nie etwas antun! :-)

      Auch, weil sie meinen Hinweis auf die Weihnachtsmanntasse mit den Worten: „Ach, stell Dich nicht so an!“ abgetan hat… ;-)

      Liken

    1. Kein Ding, mache ich, wann hast Du Zeit? ;-)

      Ich bezweifele übrigens, „Millionen“ Mitwisser zu haben. Wären es Millionen, würde ich umgehend meinen Job kündigen und eine Karriere als Influenza – oder wie das heißt – starten! :-)

      Musste der WHAM!-Link wirklich sein…? ;-)

      Gefällt 1 Person

  1. Es würde mich nun schon interessieren, wie oft du versucht hast, den Leuten im Zug vorzulesen. Was die Abkehr von elterlichen Verhaltensweisen betrifft, so gibt es eine Sache, in der ich meinem Vater immer gleichen wollte: Seinem unbeirrbaren Gerechtigkeitssinn. Auch wenn es ihm nicht immer gelang, diesem aufgrund ebenfalls zeitweiliger cholerischer Aussetzer zu genügen. Dessen war er sich jedoch bewusst.

    Gefällt 1 Person

    1. Ehrlich gesagt: Noch nie! ;-) Ich fand aber die Vorstellung witzig und fühlte mich an das schöne Buch „Die Sehnsucht des Vorlesers“ erinnert, in dem der Protagonist genau das tut: Menschen im Zug vorlesen.

      Liken

    1. Hmmm, na ja, technisch gesehen ist das in den Freitagsfragen #15 und #16 bereits geschehen. Und es ging nicht gut für Sparky aus. Glücklicherweise ist das alles aber natürlich rein fiktiv und nur meiner spinnerten Fantasie entsprungen. :-)

      Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.