Freitagsfragen # 15

Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

da Steam in meinem Account zur Zeit augenscheinlich existenzielle Updates durchführt, ergibt sich mir dadurch – frei nach dem Motto „Das Reh springt hoch, das Reh springt weit, warum auch nicht, es hat ja Zeit“ – die Gelegenheit, mich mit den heutigen Freitagsfragen aus dem Brüllmausblog zu beschäftigen. Ein herzliches Dankeschön an die Fragenstellerin.

Die Fragen lauten:

1.) Wie hast Du Deine Schulzeit in Erinnerung?

2.) Ein Freund borgt Dir 200€ für Lottotickets. Du gewinnst 200.000€. Wie viel gibst Du dem Freund zurück?

3.) Du passt eine Woche lang auf den Hamster Deines Nachbarn auf, während dieser im Urlaub ist. Als er zurück kommt beschließt er, den Hamster nicht mehr zurückhaben zu wollen. Was tust Du?

4.) Die Wahl der Qual: Ein ewiges Bedürfnis zu niesen haben aber nicht können oder auf ewig Schluckauf haben.

 

Antwort zu 1.) Nun, das hängt sehr davon ab, welchen Teil der Schulzeit man genau betrachtet. In der Grundschule war nicht alles einfach – insbesondere der Matheunterricht – aber eigentlich waren diese vier Jahre vollkommen in Ordnung.

In der Orientierungsstufe – ein possierlicher Begriff für eine Erfindung der Bildungspolitik, die es in Niedersachsen zu meiner Zeit noch gab – die Erfindung, nicht die Bildungspolitik – die man besser mit „zweijähriges Zwischenparken des Kindes unter der zwingenden Vorraussetzung des Auseinanderreißens einer jeden Klasse, bis sich Lehrer, Eltern und Kinder für eine bestimmte Schulform entschieden haben“ hätte bezeichnen können – in dieser Zeit also, da war eigentlich auch alles in Ordnung – bis auf den Matheunterricht.

Die ersten Jahre am Gymnasium waren dann nicht mehr so prickelnd. Einerseits hatte ich in dieser Zeit andere Dinge im Kopf, als dass ich mich intensiv mit ernsthaftem Unterricht – oder gar Mathe – hätte auseinandersetzen können, andererseits passte die Zusammenstellung der Leute innerhalb der Klasse einfach nicht. Zugegeben, die Umgangsformen der Kids – Opa erzählt jetzt mal von früher –  waren damals zwar wesentlich oberhalb dessen, wozu ein heute 14 Jahre alter „Overwatch“-Spieler im Internet in der Lage ist, aber auch damals galt schon: Kinder können grausam sein! Wenn man Glück hatte, war man nicht selbst die Zielscheibe. Aber selbst dann war man noch nicht zwingend aus dem Schneider. Merke: Wenn Du merkst, dass jemand gemobbt wird, und Du Dich ganz bewusst auf dessen Seite stellst, dann muss Dir bewusst sein, dass Du damit selber zur Zielscheibe wirst. Rückblickend bin ich damit recht souverän umgegangen. Wirklich cool war´s allerdings nicht. Aber immer noch besser als Mathe!

In der zehnten Klasse bekam ich dann sehr zu meinem Glück – damals hielt ich es für eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes – das Angebot meiner Schule zu einer einjährigen Vertragsverlängerung. Ich hatte weder Grund noch überhaupt die Möglichkeit, dieses Angebot abzulehnen. Ab da hatte ich die vier bestern Schuljahre meiner gesamten Schulzeit.

 

Antwort zu 2.) Tja, jetzt könnte ich eine halbe Ewigkeit die Rechtslage für  diesen Fall recherchieren, oder ich könnte mich lange über meinen moralischen Kompass auslassen und ob ich mich dazu verpflichtet fühle, mehr als 200 Euro zurück zu geben. Ich ziehe mich aber anders aus der Affäre, indem ich sage: Weder wäre ich so dreist, noch wäre irgendeine/r meiner Freundinnen und Freunde so blitzdumm, mir 200 € fürs Lottspielen zu leihen! Was käme denn danach? „Ey, haste mal 200 Euro für die Kneipe?“ Nee, nee, mit sowas fangen wir gar nicht erst an. Wenn, nein, falls ich mir mal Geld leihe, dann nur, wenn ich in einem temporären Engpass oder in einer ernstlichen Notlage bin. Und selbst dann…

 

Antwort 3.) In jüngerer Vergangenheit gab es bereits jede Menge bescheuerte Videospiel-Verfilmungen, als Paradebeispiel sei da einmal „Angry Birds“ genannt. In naher bis ferner Zukunft sind meines Wissens Verfilmungen von „Minecraft“, „Pokemon Go“ und „Tetris“ (sic!) geplant. Diese Information reicht meiner Meinung nach vollkommen aus, um dem Menschen an sich den selbsternannten Status als „Krone der Schöpfung“ abzuerkennen und ihn – nebst einer saftigen Vertragsstrafe – einem beliebigen anderen Lebewesen zuzuerkennen, meinetwegen dem Schnabeltier.

Aber sei es, wie es sei, es scheint also, als wäre der Bedarf an Videospiel-Verfilmungen noch nicht gedeckt. Und da ich nun schon mal einen Hamster habe, würde ich auf den Zug aufspringen und eine Verfilmung von „Maniac Mansion“ machen. Den Uneingeweihten sei gesagt, dass es sich dabei um ein sogenanntes „point&click“-Adventure aus den 80ern handelt. Und darin gab es eine Szene mit einem Hamster. Und einer Mikrowelle…

Gemach, gemach! Bevor ihr mich jetzt mit virtuellen Fackeln und Forken durch das Internet treibt: Nein, so etwas würde ich natürlich nicht tun!

Mit nicht wieder abgeholten Tieren habe ich allerdings durchaus schon mal Erfahrungen gesammelt: Mein Bruder erklärte sich, irgendwann in der zweiten Hälfte der 90er, bereit, auf einen Nymphensittich aufzupassen, während sein Besitzer ins Krankenhaus musste. Nach diesem Krankenhausaufenthalt wurde der Vogel jedoch nie wieder abgeholt, auch wenn dem Besitzer das durchaus möglich gewesen wäre. Die Erfahrung aus der Geschichte: Nymphensittiche können sehr alt werden und sind sehr, sehr laut!

 

Antwort zu 4.) Das ist tatsächlich eine ziemlich fiese Auswahl! Aber ich glaube, dauernder Schluckauf würde mich in meinem Leben noch mehr einschränken als die erste Möglichkeit, also nehme ich das niesen. Oder das nicht niesen. Ich befürchte allerdings, dass mich das nach kurzer Zeit zu einem cholerischen Misanthropen machen würde.

 

Und schon sind wir wieder durch mit den Freitagsfragen. Ich wünsche allseits ein schönes Wochenende.

Gehabt euch wohl!

 

 

10 Kommentare zu „Freitagsfragen # 15

        1. Nochmals danke! :-) Jetzt sinniere ich dennoch darüber nach, ob Füller gespitzt werden. Oder gespitzt werden sollten. Gehen die dann nicht, ich weiß nicht, kaputt, oder so!? XD

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