Freitagsfragen # 13

Hallo, liebe Leserinnen und Leser,

mit einer neuen Runde der Freitagsfragen im Brüllmausblog starte ich in diesen schönen Freitag, dem angeblich so ein, zwei weitere Tage folgen sollen, die man guten Gewissens als Spätsommer bezeichnen könnte. Grund genug für mich, zu sagen: Ich hab´s ja gesagt! :-) Jetzt mag man einwenden, dass heute ja bereits kalendarischer Herbstanfang ist, dieser Einwand würde von mir aber geflissentlich ignoriert.

Legen wir los, die heutigen Fragen lauten:

1.) Wie viele Jahre schon dauert Deine längste Freundschaft?

2.) Gilt für Dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“?

3.) Könntest Du ein Jahr ohne andere Menschen aushalten?

4.) Die Wahl der Qual: Die Zahnpasta fällt ständig von der Zahnbürste oder komplexe, unmerkbare neue Passwörter ausdenken müssen?

 

Antwort zu 1.) Meine langjährigste Freundschaft dauert jetzt 33 Jahre und 21 Tage. Die zweitlängste besteht seit 27 Jahren und einem Monat, die drittlängste hält seit 25 Jahren, 4 Monaten und 21 Tagen. Ja, ich kann mir so etwas merken. ;-) Und da gibt es Menschen, die Probleme haben, ihren eigenen Hochzeitstag im Kopf zu behalten, pah! Ich gebe aber zu, dass ich für die beiden Erstgenannten googeln musste, nur die Dritte habe ich jederzeit im Kopf.

Die genannten Zeiträume deuten vor allem auf eines hin: Wem der große Wurf gelungen, eines Freundes Freund zu seyn – der muss sich in meinem Fall darauf einstellen, dass sich daran so schnell nicht wieder etwas ändert. Ich sage öfter: „Ich bin wie die Cholera, man wird mich einfach nicht los!“, allerdings würde ich diesen bösen, bösen Satz niemals in der Öffentlichkeit von mir geben…

Jedenfalls, was Freundschaften angeht, bin ich also relativ treu. Das bedeutet aber auch, das man mir schon schlimmes Ungemach zufügen muss, damit ich eine Freundschaft auf den Prüfstand stelle. Sollte man mir also einen Lungensteckschuss zufügen, um mich sodann in tiefdunkler Nacht und bei strömendem Regen mit gehässigem Gelächter im Straßengraben abzukippen und mit qualmenden Reifen die heimische Gemarkung fürderhin auf ewig zu verlassen, dann, ja, dann könnte man sich durchaus meinen Unmut zuziehen. Alles, was weniger schlimm ist, lässt sich besprechen.

Antwort zu 2.) Nein, eigentlich nicht. Ich mag diese Redensart nicht wirklich, weil sie die Ansicht vermittelt, dass für jede gute Tat eine Gegenleistung notwendig ist und/oder eingefordert werden kann. Wenn jemand von mir Unterstützung benötigt, die ich in der Lage bin, zu geben, dann schaue ich nicht erst in das Gefälligkeitenkonto der Person und sage: „Ja, nee, das geht jetzt nicht! Aus meinen Unterlagen geht hervor, dass ich Dir viermal geholfen habe, Du mir aber nur dreimal. Kurz: Du bist eigentlich dran!“

Andererseits: Sollte mir jemand Unterstützung verwehren, die ich umgekehrt aber schon häufig gegeben hätte, fände ich das durchaus etwas befremdlich und würde vielleicht so etwas sagen wie: „Aber ich hab Dir doch auch…“

Ach, ich weiß es nicht. Es ist Freitag und es ist noch früh. Zerebral laufe ich also auf Reserve.

Antwort zu 3.) Das kommt ganz auf die anderen Menschen an. Ein Jahr lang ohne Beatrix von Storch oder Erika Steinbach sehen zu müssen? Es wäre ein Fest, das unterschreibe ich sofort. Aber das wird wahrscheinlich nicht gemeint sein…

Ein Jahr lang ohne Menschen. Also, so ohne alle, ja!? Quasi eine Art „Cast Away“ in der niedersächsischen Pampa? Hmm, das käme auf einen Versuch an. Ich könnte Tom Hanks kontaktieren, der mich dann im Rahmen eines Bootcamps auf diese Situation… – Moment, Tom Hanks musste für „Cast Away“ 25 Kilo abnehmen! Nee, das kommt gar nicht infrage!

Dann also lieber so eine Art „I Am Legend“ in der niedersächsischen Pampa! Hat auch einen viel höheren Coolness-Faktor! Dafür könnte ich dann Will Smith kontaktieren – ich kenne ja Hanks und Smith recht gut durch Willis und Affleck, ich wollte es nur nochmal erwähnt haben – der mich dann ebenfalls in einem Bootcamp auf die Situation vorbereitet. Übungseinheiten: Montag bis Mittwoch Schäferhund-Dressur, Donnerstag bis Samstag Umgang mit der Wumme (nicht, dass ich die bräuchte, aber das hat sich Will Smith wahrscheinlich auch gedacht), Sonntag strategische Kriegsführung anhand der VR-Version von „Resident Evil 7“. Besonders die Sonntage werde ich verabscheuen!

Ach, lassen wir das!

Nein, mal im Ernst. Ein Jahr lang ohne Menschen würde ich im Leben nicht aushalten. Ich wüsste auch nicht, wer das überhaupt aushalten sollte. Klar, auch ich habe Phasen, in denen ich mir sage: „Jetzt lasst mich alle mal in Frieden, ich muss mal eine Weile mein eigenes Ding machen!“. Selbst wenn das eigene Ding darin besteht, gar nichts zu machen. Aber über einen so langen Zeitraum? Nääää! Selbst Menschen in Einzelhaft bekommen von Zeit zu Zeit andere Menschen zu Gesicht!

Antwort zu 4.) Öffnung der Zahnpastatube in den Mund – drücken – drücken einstellen – Zahnpastatube aus dem Mund entfernen und verschließen – Zahnbürste zum Einsatz kommen lassen – Problem gelöst!

Auch wenn ich bei Passwörtern kreativer bin als „12345“ oder „Hallo“, verabscheue ich es, mir dauernd neue Passwörter ausdenken zu müssen. Und da es für das Zahnpastaproblem eine praktikable Lösung gibt, entscheide ich mich dafür!

 

Das wär´s auch schon, liebe Leserinnen und Leser! Ich wünsche allseits noch einen schönen Herbstanfang!

Gehabt euch wohl!

13 Kommentare zu „Freitagsfragen # 13

  1. Nach Bruce und Ben jetzt also Will und Tom – ich sehe schon: Illustre Gesellschaft ;-) Ansonsten bin ich ganz bei dir – das wäre für mich der Horror, so ein ganzes Jahr ohne andere Menschen. Aber so drei bis vier Wochen würde ich das tatsächlich gerne mal ausprobieren. :-) Hab ein schönes Wochenende und genieße die Sonne

    Gefällt 1 Person

    1. Tja, ich bin so etwas wie die graue Eminenz Hollywoods – außerhalb dieses Star-Habitats kennt mich keine Sau, dort aber jeder! ;-) Nach Bruce, Ben, Will und Tom warte ich jetzt auf die Gelegenheit, Jennifer Lawrence in den Freitagsfragen einbauen zu können. ;-)

      Au ja, drei bis vier Wochen ohne andere Menschen klingt super. Das probieren wir mal zusammen – ähm, Moment… :-)

      Ich wünsche Dir auch ein schönes Wochenende und gedenke, jede einzelne Minute voller Sonnenstrahlen zu genießen.

      Gefällt 1 Person

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