Die Sparschwein-Challenge – Ein kurzer Überblick

Zu Beginn des Jahres, dessen erstes Quartal seltsamerweise schon wieder um ist, habe ich mich begeistert zur Teilnahme an der Sparschwein-Challenge bereit erklärt, auf die ich bei Tirilu aufmerksam geworden bin.

Das recht überschaubare Regelwerk besagt eigentlich nur, dass für jedes gelesene Buch im Jahr 2017 Geld in ein Sparschwein wandert, und zwar in unterschiedlichen Abstufungen, je nach Aufenthaltsdauer beim Leser. Sprich: Ein Buch welches sich weniger als zwei Monate in meinem Besitz befindet, schlägt mit einem Euro zu Buche. Bücher, die sich schon länger als zwei Monate auf meinen SuB (Plural) tummeln, bringen zwei Euro für das Schwein. Und Bücher, die schon seit mindestens zwei Jahren herumliegen, ohne gelesen worden zu sein, sind drei Euro wert. Mit der erlesenen Summe – in diesem Zusammenhang bekommt „erlesen“ eine völlig neue Bedeutung – kann dann am Jahresende nach Gutdünken verfahren werden.

Meine übliche Verhaltensweise wäre jetzt, an dieser Challenge teilzunehmen und irgendwann gegen Jahresende völlig überrascht festzustellen, dass ich nicht die geringste Ahnung habe, ob der Geldbetrag im Sparschwein – oder in meinem Fall: in der Spar-Eule, was ich, vor dem Hintergrund, dass die Eule allgemein als Vogel der Weisheit betrachtet wird, für eine Aktion, die mit Büchern zu tun hat, unfassbar passend finde -, ob also der Geldbetrag in meiner Spar-Eule auch dem entspricht, den ich mir im Laufe des Jahres tatsächlich erlesen habe.

Im Normalfall würde das dann zu einem komplizierten und zeitintensiven Prüfungsprozedere am Jahresende führen, in dessen Verlauf ich mich permanent fragen würde, warum ich das nicht eher überprüft habe und was ich mir so ganz generell überhaupt dabei gedacht habe. Um dem entgegenzuwirken, gibt es jetzt, aus ganz egoistischen Motiven, einen kurzen Zwischenstand.

Januar 2017:

„Gefrorener Schrei“ – Tana French – 653 Seiten – 1 Euro

„Finderlohn“ – Stephen King – 556 Seiten – 1 Euro

„Die Blausteinkriege I“ – T. S. Orgel – 606 Seiten – 1 Euro

Februar 2017:

„Die Suche“ – Nick Louth – 408 Seiten – 2 Euro

„Tiefe Narbe“ – Arno Strobel – 364 Seiten – 1 Euro

„Wohin der Wind uns weht“ – Joao Ricardo Pedro – 229 Seiten – 1 Euro

März 2017:

„Der Finne“ – Taavi Soininvaara – 498 Seiten – 1 Euro

„Butcher´s Crossing“ – John Williams – 365 Seiten – 2 Euro

„Good as Gone“ – Amy Gentry – 317 Seiten – 1 Euro

„Die Glücklichen“ – Kritine Bilkau – 301 Seiten – 1 Euro

„Das Buch der Spiegel“ – E. O. Chirovici – 382 Seiten – 1 Euro

„Untreue“ – Paulo Coelho – 315 Seiten – 2 Euro

Somit müssten sich also bislang 15 Euro in meiner Spar-Eule befinden. Das wird bei nächster Gelegenheit überprüft.

Eigentlich, das gebe ich zu, hätte ich mit mehr gerechnet. Dem steht aber offensichtlich entgegen, dass ich in letzter Zeit vermehrt Bücher gar nicht erst lange herumliegen lassen habe. Das wiederum ist nicht so wirklich gut für den Abbau meiner SuB. Und auch eine andere Entwicklung steht diesem Abbau entgegen: Die in jüngerer Vergangenheit gelesenen Bücher wurden im Laufe der Zeit anscheinend immer kürzer. Und auch diese Entwicklung ist nicht gut für meine SuB, erklärt aber deren Zusammensetzung, tummeln sich da doch vermehrt Bücher der Kategorie „Wälzer“. Und ich würde ja auch gerne den neuen Zafón mit über 900 Seiten oder auch „Natchez Burning“ oder „Der Distelfink“ lesen, mit deren jeweils über 1.000 Seiten, aber irgendwie scheint das bei mir gerade nicht im Trend zu liegen. 🙂

Aber hey, irgendwann habe ich ja Sommerurlaub. Und spätestens dann schlägt auch die Stunde dieser Wälzer.

Ich wünsche allseits noch ein schönes Bergfest und den Mitstreitern der Sparschwein-Challenge weiterhin gutes Gelingen.

Bis demnächst.

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15 Kommentare zu „Die Sparschwein-Challenge – Ein kurzer Überblick

    1. Über ein Jahr rauchfrei!? Respekt! Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass das gar nicht mal so leicht ist!

      Ja, da wäre schon einiges zusammengekommen, aber die Hauptsache ist doch, dass Du das Geld nicht mehr in die Qualmerei investierst! 😉

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      1. Ich habe es mit einer Hypnose geschafft und ich habe nicht wenig und auch sehr lange geraucht. Daher klopfe ich mir hin und wieder selbst auf die Schultern.
        Der Gatte raucht munter weiter, auch nicht so einfach, aber wir haben uns arrangiert 🙂 .

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        1. Gut, abzüglich geschätzter sechs Koch- und abgebrochenen Büchern bleiben gerundete 2,4 Bücher pro Woche, was mich zu meiner Ausgangsfrage zurück führt. 🙂

          Ich würde ja theoretisch auch 300 Seiten an 1,5 Tagen schaffen. Aber nur, wenn mich meine Mitmenschen in Ruhe ließen – was sie nicht tun! 🙂

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          1. Ich schaue kein Fernsehen – das bedeutet, ich habe abends Zeit und kann lesen – das ist für mich wie ein Tag. Den anderen halben Tag packe ich zwischen Hausaufgaben kontrollieren, Wäsche waschen, sonstige Hausarbeit, Kinder knebeln, nachts nicht schlafen können 🙂

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